DKMS, Leukin und CEWE erfolgreich gegen Blutkrebs

© CEWE Bildgalerie betrachten (v.l.n.r.) Andreas Kluge, Anna Fennen, Wibke Wolken, Manfred Juretzki, Jacek Trzcinski, Waldemar Simon, Mareike Kayser, Petra Ennenbach und Dr. Christine Hawighorst

Gemeinsame Typisierungsaktion brachte entscheidenden Treffer

Alle 15 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs, darunter viele Kinder und Jugendliche. Jeder fünfte von ihnen wird wahrscheinlich keinen passenden Spender finden. Umso größer ist deshalb die Freude bei der DKMS, Leukin und CEWE: Der gemeinnützige Verein und Europas beliebtester Fotodienstleister hatten 2012 in Oldenburg eine Typisierungsaktion für die DKMS gemeinnützige GmbH, der weltweit größten Stammzellspenderdatei, organisiert. Inzwischen wurden unter den Registrierten mehrere Lebensretter gefunden.

„Ich würde es immer wieder machen. Helfen ist für mich selbstverständlich“, erklärt CEWE-Mitarbeiterin Mareike Kayser. Sie war eine von 178 Angestellten, die im Frühjahr 2012 an einer großen Typisierungsaktion von Leukin und CEWE für die DKMS teilgenommen hatten. Im Februar 2016 bekam die 30-jährige dann schließlich eine Nachricht von der DKMS: Sie käme eventuell für eine Stammzellenspende in Frage, weitere Untersuchungen und Gespräche sollten in einer Spezialklinik in Köln erfolgen. Danach ging alles ganz schnell. „Mein zweiter Besuch in der Klinik dauerte zwei Tage. Die Ärzte und Pflegekräfte haben sich sehr gut um mich gekümmert und alle meine Fragen beantwortet, ohne mich unter Druck zu setzen. Meine Stammzellen wurden nach der Spende sofort per Kurier nach Amerika geflogen und haben dort das Leben eines achtjährigen Jungen gerettet, wie ich mittlerweile durch die DKMS erfahren habe. Persönlich darf ich meinen genetischen Zwilling ja erst in zwei Jahren kennenlernen und auch nur, wenn der es möchte – so sind die Richtlinien. Ich freue mich trotzdem sehr, dass es ihm besser geht!“

Wer Leben schenkt, hat Dank verdient

Am Mittwoch überraschte CEWE-Geschäftsführer Andreas Kluge die Spenderin schließlich mit einem Blumenstrauß, einem Tag Sonderurlaub und einem 30-Euro-Gutschein der Stadt Oldenburg. Aus Köln war außerdem Petra Ennenbach von der DKMS angereist. Im Gepäck hatte sie gleich drei Dankesurkunden, denn neben Mareike Kayser arbeiten noch zwei weitere Stammzellenspender bei CEWE: Wibke Wolken und Jacek Trzcinski. „Für uns ist es eine große Hilfe, wenn Unternehmen wie CEWE Verantwortung übernehmen und sich gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern im Kampf gegen Blutkrebs engagieren. Wir sind Leukin sehr dankbar dafür, dass sie seit über 20 Jahren für die DKMS diesen Kampf so großartig mitgestalten und auch dadurch allein in Oldenburg über 17.000 Menschen registriert sind. Unter ihnen sind sogar schon 242, die einem Blutkrebspatienten weltweit eine neue Chance auf Leben schenken konnten. Allen ein herzliches Dankeschön!“ Anna Fennen vom Verein Leukin war ebenfalls nach Oldenburg gekommen, um sich bei den Spendern mit dem Leukin-Engel aus Bronze zu bedanken: „Mit Hilfe unseres Vereins wurden bereits über 63.000 Menschen bei der DKMS registriert. Ich danke allen, die an der Typisierung teilgenommen haben und hoffe, dass wir noch viele weitere Menschen für dieses wichtige Thema begeistern können.“ Leukin arbeitet eng mit der DKMS zusammen, weltweit haben sich bisher über 7,1 Millionen Menschen als möglicher Spender in die Datenbank eintragen lassen und es konnte bereits über 61.000 Menschen mit einer Stammzelltransplantation geholfen werden.

Blutkrebs kann jeden treffen – jede Hilfe zählt

Ohne medizinische Behandlung führt Blutkrebs zum Tod. Für viele Menschen ist eine Stammzelltransplantation die letzte oder einzige Chance auf Leben. Da jedoch höchstens 30 Prozent der Patienten einen geeigneten Stammzellspender innerhalb der Familie finden, ist der Großteil auf einen Fremdspender, also jemanden außerhalb der Familie, angewiesen.

Grundsätzlich kann sich jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren als potenzieller Stammzellenspender bei der DKMS registrieren lassen. Die Registrierung erfolgt oft über eine Speichelprobe, die Spende selbst erfolgt in der Regel über eine Blutabnahme – die Spende über das Knochenmark ist der Ausnahmefall. Selbstverständlich kann man den Verein Leukin und die DKMS alternativ mit einer Geldspende unterstützen.

Mehr Informationen zum Thema unter www.leukin.net oder www.dkms.de

Fotonachrichten 02 / 2017

6 Bewerten  |  Drucken  |  Weiterempfehlen
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden