Seminar der DGPh und bild.sprachen: Was passiert mit meinen Bildern im Internet?

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Die Sektion Kunst, Markt und Recht der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) veranstaltet in Kooperation mit bild.sprachen am 8. April 2017 von 15 bis ca. 18 Uhr im Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Plenarsaal, ein Seminar, in dem es um die unberechtigte Verwendung von Bildern im Internet geht. Der Referent Konstantin Diener (cosee GmbH) erläutert, wie Fotos durch digitale Wasserzeichen jederzeit identifiziert werden können. Mit der Digitalisierung und der Möglichkeit des verlustfreien Kopierens hat auch die unberechtigte Verwendung von Fotografien stark zugenommen. Hat ein Nutzer ein „passendes“ Bild gefunden, lädt er es im Browser herunter und verwendet es für seine eigene Homepage oder für Printproduktionen. Die einen sind sich dabei gar nicht darüber im Klaren, dass sie etwas Unrechtes tun, andere verfolgen die Taktik „Ich zahle, wenn ich erwischt werde“.

Die Weitergabe digitaler Bilder an Auftraggeber ist für die meisten Fotografen heute alltäglich. Dabei bleibt aber oft ein ungutes Gefühl zurück. Was passiert mit meinen Bildern? Wo werden Sie im Internet verwendet? Entgehen mir Einnahmen? Werden sie für Zwecke eingesetzt, die meiner Reputation schaden?

Die unberechtigte Verwendung von Fotografien lässt sich technisch nicht unterbinden, aber nachvollziehen. Dazu werden die Bilder mit einem unsichtbaren Copyright-Vermerk in Form eines digitalen Wasserzeichens versehen. Das Wasserzeichenverfahren verändert das Bild in einer für das menschliche Auge nicht wahrnehmbaren Weise und ist auch für Print-Produkte geeignet. Um das Wasserzeichen auslesen zu können, müssen verdächtigte Bilder im Internet zunächst einmal gefunden werden. Das Seminar zeigt, welche manuellen und automatisierten Möglichkeiten es gibt, die eigenen Fotos zu finden. Zu wissen, wo die eigenen Bilder im Internet verwendet werden, kann Agenturen, Archiven und Fotografen helfen, unerlaubte Nutzung aufzudecken und letztlich auch Honorare dafür einzufordern. Außerdem erlaubt es, Marktforschungen anzustellen.

Das Seminar richtet sich an Fotografen, deren Aufnahmen für einen großen Kundenkreis interessant sind (Landschaft, Architektur etc.) und gerne mehr über die Möglichkeiten der unberechtigten Verwendung und deren Aufdeckung erfahren möchten. Für Bildagenturen ist das Seminar ebenfalls interessant. Im Seminar erfährt man u.a. welcher Aufwand das für die Rechteinhaber bedeutet und welche kostenlosen bzw. kostenpflichtigen Ansätze es gibt.

Konstantin Diener ist CTO bei cosee. Der Hobbyfotograf und seine Kollegen beschäftigen seit etwa zehn Jahren mit der Sicherung von digitalen Bildern, Musik, Hörbüchern, eBooks und Videos mittels digitaler Wasserzeichen.

Die Teilnahme am Seminar ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten bis Dienstag, den 28. März 2017.

Weitere Informationen: dgph.de

Änderungen vorbehalten.

Fotonachrichten 03 / 2017

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