13 Fototipps für bessere Weihnachtsbilder

© Fotograf: Christel Trica, Weihnachten in Deutschland, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Christel Trica, Weihnachten in Deutschland, Blende-Fotowettbewerb
Weihnachten ohne Fotografie ist wie Weihnachten ohne Geschenke. Motive bieten sich zuhauf, und das nicht nur unterm Weihnachtsbaum, sondern bereits schon im Vorfeld, wenn dieser beispielsweise geschmückt wird oder beim Plätzchen backen. Die Familie ist zu Weihnachten das bevorzugte Motiv. Um sie wirkungsvoll in Szene zu setzen, bedarf es einer Kamera mit weitreichendem Funktionsumfang. Dieser garantiert stimmungsvolle Aufnahmen. Damit diese später auch wirklich weihnachtlich aussehen, nachstehend unsere 13 Tipps.

  1. Die Akkus der Kamera gehören im Vorfeld geladen. Von Vorteil sind Ersatzakkus, damit einem nicht der Strom ausgeht. Zudem ist eine Ersatzspeicherkarte Pflicht, damit es nicht zu einem Engpass kommt. In Betracht ziehen sollte man auch die Videofunktion der Kamera, beispielsweise wenn gemeinsam Weihnachtslieder eingestimmt werden oder es an das Auspacken der Geschenke geht. Diese Videos, die natürlich Speicherkapazität kosten, lassen sich heute problemlos auch in selbstgestaltete Fotobücher über einen QR-Code einbinden.

  2. © Fotograf: Peter Gerlach, Elenor, Blende-Fotowettbewerb
    © Fotograf: Peter Gerlach, Elenor, Blende-Fotowettbewerb
    Empfehlenswert sind zudem ein Stativ und ein externes Blitzgerät, wenn fotografiert wird. Wird gefilmt, so ist möglicherweise ein separates Mikrofon ratsam, das wesentlich bessere Tonaufnahmen garantiert. Sieht man seinen Schwerpunkt im Film, so ist auf eine ruhige Handführung zu achten. Ein Stativ mit einem speziellen Zweiwegekopf für sanfte Videoschwenks ist daher praktisch Pflicht für Filmaufnahmen. Auch beim Filmen aus der Hand ist eine stabile, ruhige Bildführung ratsam. Zu diesem Zweck bietet die Zubehörindustrie sogenannte Riggs und Schwebehalterungen an, mit denen sich die Aufnahmeeinheit samt Zubehör ruhig und sicher halten lassen.

  3. Schon im Vorfeld des Weihnachtsfestes sollte man sich mit den Möglichkeiten seiner Kamera auseinandersetzen. Wo lässt sich beispielsweise der ISO-Wert erhöhen oder der Weißabgleich verändern? Welche Motivprogramme hat die Kamera und welche sind am besten geeignet für Aufnahmen bei Kerzenlicht?

  4. Fotografieren und auch Filmen bedeutet, kreativ zu sein. Dazu gehört das Spiel mit Licht und Schatten ebenso wie mit Schärfe und Unschärfe, aber auch mit der Perspektive. Wichtig ist: Immer ran an das Motiv.

  5. © Fotograf: Bernadette Braden, Frohes Fest, Photoglobus
    © Fotograf: Bernadette Braden, Frohes Fest, Photoglobus
    Bei der Motivauswahl sollte man im Fokus haben, was überhaupt eine weihnachtliche Aufnahme ausmacht. Denn eine einzelne Kerze macht ja noch kein Weihnachtsfest. Ein Baum gehört dazu oder vielleicht auch ein Adventskranz. Beides kann ihren Bildern den nötigen weihnachtlichen Glanz verleihen.

  6. Entscheidend ist es die weihnachtliche Lichtstimmung einzufangen. Das gelingt am besten mit einer längeren Belichtungszeit, so dass Kerzen, Lichterketten oder andere Weihnachtsbeleuchtung gut zur Geltung kommen.

  7. Suchen Sie sich immer ein Hauptmotiv. Eine Übersichtsaufnahme des heimischen Wohnzimmers kann ja auch ganz nett sein, aber Sie wollen ja Weihnachten in der Familie zeigen und nicht für eine Immobilien-Annonce fotografieren. Achten Sie also darauf, dass es in ihren Bildern auch etwas gibt, wo sich das hinschauen lohnt.

  8. Setzen Sie bei Bedarf einen Aufhellblitz ein. Regeln Sie aber die Leistung des Blitzes herunter, nicht dass es am Ende aussieht wie 12 Uhr mittags. In Kombination mit einer langen Belichtungszeit und einem Aufhellblitz können Sie so die Stimmung der Festtage einfangen.

  9. Weihnachten mit Familie
    Ratsam ist es im RAW-Format zu fotografieren, denn nur so können Sie später die Farbtemperatur festlegen, außerdem behalten ihre Bilder alle Details. Wenn Sie auf das platzsparende JPEG-Format ausweichen, gehen schon beim Abspeichern der Bilder in der Kamera wichtige Informationen für immer verloren. Wenn Sie im Zusammenspiel mit Blitzlicht und langer Belichtungszeit nicht ganz sicher sind, dann machen Sie lieber ein paar Bilder mehr mit verschiedenen Einstellungen.

  10. Stellen Sie die Familienmitglieder nicht direkt vor dem Weihnachtsbaum. Ein Baum ist meistens knapp zwei Meter groß, da sehen die meisten Menschen, Kinder noch viel mehr, ein bisschen klein davor aus. Vergrößern Sie stattdessen den Abstand zwischen Menschen und Baum, holen Sie Ihre Familie näher zu sich heran und lassen Sie den Baum im Hintergrund. Achten Sie darauf, dass niemandem die Tannenbaum-Spitze aus dem Kopf wächst. Und vergessen Sie sich nicht auf der Aufnahme. Die Kamera aufs Stativ und den Selbstauslöser aktivieren. Verfügen Sie über ein neueres Kameramodell, so können Sie sie mit entsprechender Foto-App auch über ein Tablet auslösen und natürlich Einstellungen vornehmen.

  11. Und wenn die Kinder beim Auspacken sind, dann gehen Sie dorthin, wo das Geschehen ist. Und das ist eben nicht in der Höhe von 1,80 Meter, so wie Sie bequem stehen können, sondern auf den Boden. Fotografieren Sie, wenn möglich, immer auf Höhe Ihres Motivs. Außerdem werden die Bilder dann auch besser, weil der Fotograf einfach näher dran ist.

  12. Weihnachten findet zumindest am Heiligabend ja meistens in der heimischen Wohnung statt. Trotzdem lohnt es sich, auch mal vor die Türe zu gehen. Nehmen Sie Ihre Kamera natürlich mit. Und vergessen Sie nicht, dass es im Winter kalt werden kann und Akkus in der Kälte eine verminderte Leistung haben. Nehmen Sie also ausreichend Ersatzakkus mit. Tipp: Auch beim Weihnachtsgottesdienst kann es ganz schön kalt sein. Vergessen Sie also die Handschuhe nicht – mit diesen sollte die Kamera aber noch bedienbar sein.

  13. Wenn Sie die Weihnachtsstimmung auf dem Marktplatz einfangen möchten, weil dort, wie jedes Jahr, ein besonders schöner Baum steht, dann denken Sie daran, rechtzeitig los zu gehen und ein Stativ mitzunehmen. Die blaue Stunde ist die beste Zeit.

Fotografieren in der Praxis 12 / 2014

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