Bildformat - Die richtige Wahl

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© Blende, Udo Herrmann, Netzfischer

Als Fotograf hat man unendlich viele Optionen, Motive wirkungsvoll in Szene zu setzen. Das Bildformat hat einen großen Einfluss, wie Motive wirken. Als Bildformate bekannt sind uns allen das Quer- und das Hochformat – aber da gibt es auch noch das quadratische sowie das Panoramaformat. Durch unser Sehfeld neigen wir dazu, unsere Motive bevorzugt im Querformat abzulichten. Geprägt werden wir hier sicherlich auch die Visualisierungen im Internet oder beispielsweise in Tageszeitungen. Das hängt mit der Spaltenbreite bei den Tageszeitungen und im Internet mit dem Aufbau der Homepages zusammen, die dem Format der Bildschirme folgen und die geht, wie bei den Fernsehern, in die Breite.

Die Rohdaten für das Bildformat ergeben sich heute grundsätzlich aus dem Seitenverhältnis des Bildsensors mit 3:2 oder 4:3. Nachträglich ist es jedem überlassen, welchen Bildbeschnitt er mittels Software wählt. Das beliebteste ist das Quadratische. Dies rührt sicherlich auch aus der Mittelformatfotografie ebenso wie aus der Sofortbildfotografie und aktuell der Fotografie mit so beliebten Foto-Apps wie Hipsta.

Kommen wir zurück zum Bildformat. Diesem wird aus unserer Sicht oftmals viel zu wenig Beachtung beigemessen. Während der Aufnahme legen wir uns auf das Quer- oder Hochformat fest. Aus der Gewohnheit heraus wird, wie bereits ausgeführt, überwiegend das Querformat gewählt, auch, wenn die Szenerie möglicherweise imposanter im Hochformat zur Geltung gebracht werden könnte. Das Querformat steht für Weite – sicherlich auch ein Grund dafür, warum es bei Landschaftsfotografen die erste Wahl ist. Das Hochformat wird bevorzugt in der Porträtfotografie genutzt und dann, wenn es sozusagen hoch hinaus geht, wie beispielsweise bei Hochhäusern oder Giraffen.

Fotografische Bereiche wie zum Beispiel Architektur, schreien förmlich danach, mit dem Bildformat zu spielen. Für Gebäude mit horizontaler Ausdehnung wird bevorzugt das Querformat gewählt, während bei vertikaler Ausrichtung das Hochformat bevorzugt wird. Solche Gesetzmäßigkeiten sind aber auch dazu da, gebrochen zu werden. Vielfach gewinnt das Hauptmotiv, wenn Elemente aus der Umgebung in die Bildkomposition mit aufgenommen werden. Dabei kann es durchaus interessant sein, wenn das gewählte Bildformat dem Üblichen entgegensteht. Dadurch können Beziehungen geschaffen werden, die den Spannungsbogen hochhalten.

Unser abschließender Tipp lautet, mit dem Bildformat zu spielen und auch dann einmal das Hoch- beziehungsweise Querformat in Betracht zu ziehen, wenn es nicht üblich ist.

Fotografieren in der Praxis 10 / 2014

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