Diasec® - Hinter Acrylglas versiegelte Photos

Diasec®  - Hinter Acrylglas versiegelte Photos Bildgalerie betrachten

Photographien werden heute auf unterschiedlichste Arten präsentiert. Sei es über einen Beamer, am Fernseher, über den digitalen Bilderrahmen oder in einem klassischen oder modernen Rahmen, teilweise auch hinter Glas.

Eine weitere, sehr hochwertige Art der Präsentation ist die rahmenlose Versiegelung hinter Acrylglas. Letzteres wird in der Fachwelt als Diasec® bezeichnet und seine Anhänger sind ambitionierte Hobby- und Profiphotographen, Galerien sowie Kunstsammler gleichermaßen.

Der Vorteil von Diasec® ist, dass die Photos in ihrer Wirkung nicht durch die Form oder das Material des Rahmens beeinträchtigt werden. Auch sind sie umfassend vor Umwelteinflüssen geschützt. So befinden sich im Acrylglas sogenannte UV-Blocker, die das Ausbleichen der Photos verzögern, wenn sie direktem Licht ausgesetzt sind. Aber auch die Tiefenwirkung der Photographien gewinnt durch die Versiegelung mit Acrylglas. Farben wirken gleichmäßig gesättigter sowie brillanter. Dies steigert die optische Tiefenwirkung der Motive.

Die Haltbarkeit von Diasec® ist beeindruckend - hier können wir aus Erfahrung sprechen. Seit über 14 Jahren verwenden wir für die „Blende“-Wanderausstellungen, die alle zwei Jahre auf der photokina Premiere feiern und danach durch Deutschland touren, das Diasec®-Verfahren an. Die Ausstellungsvergrößerungen haben nichts an Qualität eingebüßt. Laut Aussage von Rolf Grieger, Geschäftsführer der expoplan Rolf Grieger GmbH, existieren viele Diasec®-Versiegelungen aus den Anfangsjahren ohne jeglichen Qualitätsverlust, also schon fast 40 Jahre. Die Qualität wird sich auch nach weiteren 40 Jahren nicht merklich verändert haben, wenn das Exponat, wie immer wieder gefordert, keiner direkten Sonnenbestrahlung und zu hohen Temperaturen ausgesetzt wird.

Für die Herstellung eines Diasec® ist eine Aufsichts- oder Durchsichtsvorlage notwendig, also beispielsweise ein photographischer Abzug. Auch FineArt-Prints können unter bestimmten Voraussetzungen versiegelt werden.

Im ersten Schritt wird der Abzug auf der Bildseite mit einer Acrylglasplatte versiegelt. Um eine Beschädigung auf der Rückseite zu verhindern, verklebt man diese in der Regel mit einer zweiten, nicht zwingend transparenten Platte. Diese kann aus Acrylglas, Aluverbundmaterial oder Kunststoff bestehen.

Im letzten Schritt wird eine Aufhängung angebracht. Die verschiedenen Möglichkeiten hängen unter anderem von der Größe des Diasec® ab und reichen von der einfachen Aufhängegarnitur bis hin zur hochwertigen Rahmenaufhängung. Die maximal mögliche Größe eines Diasec® bemisst sich an der maximalen Größe der lieferbaren Acrylplatte. Diese liegt derzeit bei 200 x 300 cm. Sondergrößen bis 230 x 500 cm sind technisch möglich, dann allerdings deutlich teurer.

Eine weitere Begrenzung stellt die maximale Bildgröße dar. Belichtungen und FineArt-Prints sind bis zu einem maximalen Format von 300 cm x 180 beziehungsweise 160 cm bei FineArt-Prints möglich. Für größere Exponate können mehrere Bildteile nahezu unsichtbar zusammengesetzt werden. Bei der Materialstärke kann der Kunde standardmäßig 2 oder 4 mm dickes, gegossenes Acrylglas wählen. Andere Stärken sind auch möglich, müssen jedoch gesondert bestellt werden. Auch eine entspiegelte Variante ist lieferbar. Für zusätzliche Stabilisierung des Diasec® sorgt eine rückseitige Aluminium-verbundplatte.

Das Diasec®-Verfahren wurde vor inzwischen fast 40 Jahren vom Schweizer Chemiker Heinz Sovilla-Bulhart entwickelt, der es patentierte und als geschützte Marke eintragen ließ. Es ist das einzig jemals patentierte Verfahren zur dauerhaften Versiegelung von Drucken oder Photos hinter Acrylglas. Das Nutzungsrecht des Patents wurde nur an wenige Firmen vergeben. Die deutsche Lizenz erwarb die Firma Grieger in Ostfildern bei Stuttgart, ein klassisches Fachlabor für Berufsphotographen.

Auch heute sind die Firmen expoplan Rolf Grieger GmbH (www.expoplan.de) und Grieger GmbH & Co. KG (www.grieger-online.de) die einzigen deutschen Anbieter, die Diasec®-Produkte nach den Originalpatenten von 1969 herstellen und auch offiziell so benennen dürfen.
 

Fotografieren in der Praxis 11 / 2008

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