Perfekter Sitz bei jedem Wetter: Das Einmaleins der Outdoor-Fotografie

So angenehm das Fotografieren im Studio auch ist, es hat immer einen gewissen „Laborbedingungen“-Beigeschmack. Draußen warten nicht nur unglaubliche Motive und Hintergründe, sondern auch die harten Realitäten einer Natur, die keine Rücksicht auf Stromversorgung und schlechte Vorbereitung nimmt. Hier gewinnt derjenige, der alles was er benötigt oder auch nur benötigen könnte mit zum Shooting bringt. Der folgende Artikel will deshalb das Grundgerüst vermitteln, das alle bisherigen Indoor-only-Fotografen brauchen, um auch ohne Dach über dem Kopf richtig gute Bilder zu machen.

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Vorsicht nach Winter-Shootings. Um Kondenswasserschäden zu vermeiden, sollte die Kamera noch draußen in einen Gefrierbeutel mit Trockengranulat-Tütchen gepackt und die Luft rausgedrückt werden.

1) Die wichtigsten Outdoor-Fakten

Es fiel bereits das Wort Laborbedingungen. Passend, denn draußen kontrolliert Mutter Natur nicht nur den Hintergrund, sondern auch alles andere.

Kein Licht ist wie das andere

Ein Tag hat 24 Stunden, das dürfte bekannt sein. Und während jenen, die von der Sonne beschienen werden, herrschen buchstäblich jede Minute andere Lichtverhältnisse. Natürlich hat das vor allem mit dem Zug der Sonne zu tun, die somit ihre Einstrahlrichtung ändert. Problem ist hier der Zeitfaktor: Bei einem fünfminütigen Shooting fällt der geänderte Sonnenwinkel (und die sich dadurch ebenfalls ändernde Farbtemperatur) kaum ins Gewicht, bei einem zweistündigen Shooting sehr wohl.

Viel bedeutsamer ist jedoch das unkalkulierbare Licht. Wolken schwächen das Licht ab. Doch weil auch sie so unterschiedlich sind, tun sie das unkontrollierbar: Wo ein paar Schleierwölkchen vor der Sonne dem Motiv vielleicht einen angenehm warmweichen Touch verleihen, kann eine Formation heranziehender Stratocumulus-Wolken die Sonne auch so stark abdunkeln, dass je nach Location der nötige ISO-Wert schon in den Grenzbereich klettert.

Doch damit noch nicht genug. Denn selbst die Vegetation kann im Verbund mit Wind und Wetter das Licht unkalkulierbar machen. In einer Sekunde scheint das Licht noch perfekt durchs Blätterdach auf ein Model und erzeugt dort coole Reflexe, in der nächsten sorgt Wind dafür, dass das Muster nur noch schlecht aussieht. Ist dann noch das Motiv so unberechenbar wie bei der Tierfotografie, muss man mit der Kamera vor der Nase auf viel mehr Dinge achten, als im Studio – das erfordert Geschick und Übung.

Wetterwechsel

Die Wolken können natürlich nicht nur das Licht ruinieren, sondern auch das ganze Shooting abbruchwürdig machen. Wetterwechsel sind nicht nur im April ein Problem, sondern auch in anderen Jahreszeiten. Und egal was man gerade fotografiert, mit etwas Pech ist von einer Minute auf die andere alles triefend nass. Schlimmstenfalls wird der Wetterumschwung, etwa bei Hagel oder Gewitter, aber auch noch gefährlich, wenn man sich nicht richtig verhält.

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Wenn das Wetter selbst nicht gerade das zentrale Motiv ist, kann es einem das Outdoor-Shooting buchstäblich verhageln.

Es gibt kein „ich muss mal eben“

Klar findet nicht jedes Outdoor-Shooting irgendwo in der Wildnis statt, meilenweit von der Zivilisation entfernt. Aber die einzige mitgebrachte Lagerstätte ist meist das Auto – das je nachdem weiter oder näher entfernt geparkt wurde.

Dies zwingt den passionierten Studiofotografen dazu, sich vorher viel mehr Gedanken über seine Ausrüstung zu machen, als beim Fotografieren im heimischen Kämmerlein. Schließlich steht die Option „Ich glaub, das hab ich im Keller…“ nicht zur Verfügung.

Die Natur spielt immer irgendwie mit

Unterm Strich betrachtet muss man daher Outdoor-Fotografie nicht einfach nur als Shooting in der Natur betrachten, so als wäre die Natur ein beliebig austauschbarer Raum, sondern als Shooting mit der Natur.

Dies gilt nicht nur für Licht und Wetter, sondern auch für alles andere: Das Model kann auf der Wiese in ein Mauseloch treten, der Fotograf an einem Abhang auf dem Allerwertesten landen. Bei der Outdoor-Fotografie ist die Natur nicht nur omnipräsent, sondern auch ein ständiger Faktor, der das Ergebnis beeinflusst.

2) Das richtige Outdoor-Foto-Equipment

Klar könnte man einfach sein Studio-Equipment in den Kofferraum verladen und in die Natur düsen. Doch für ein ernsthaftes Outdoor-Shooting braucht es dediziertes oder zumindest angepasstes Equipment.

Der Kamera-Body

Die gute Nachricht: 99,9 Prozent aller Bodys sind absolut outdoortauglich, dass beweist unter anderem auch die #alphaddicted Tour durch Australien. Immer mehr aktuelle Kameramodelle sind absolut wetterfest. Regen und Schnee kann ihnen nichts anhaben.

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Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. So nass wie hier sollte man seine Kamera nicht werden lassen.

Outdoor-Objektive

Das Outdoor-Objektiv gibt es leider nicht. Und wirklich allwetterfeste Linsen gibt es wenige. Um sowohl Wetter wie die Härten der Natur besser wegzustecken, seien daher zwei Objektivtypen empfohlen:

  • Objektive mit Innenfokussierung
  • Zoom-Objektive, bei denen die Mechanik innen liegt (die Objektive werden beim Zoomen also nicht äußerlich sichtbar länger oder kürzer)

Die größte Robustheit haben natürlich Festbrennweiten. Allerdings haben sie gerade im Gelände den Nachteil, dass der „Turnschuh-Zoom“ teilweise wegen der Location nicht verfügbar ist. Ansonsten gilt noch: So lichtstark wie möglich. Für große Landschaftspanoramen sollte es ein Weitwinkel sein und ein 200- oder 300er Teleobjektiv ist für alle Fälle (insbesondere bei der Tierfotografie) auch ein guter Helfer.

Outdoor-Blende im Überblick

Stichwort „Waterproof“

Klar kann man draußen fotografieren, ohne jemals mit Regen in Kontakt zu kommen. Ist man nicht im Besitz eines wetterfesten Kamerabodys, muss man in der Tasche zumindest die Dinge dabei haben, um improvisieren zu können. Am billigsten geht das folgendermaßen:

  • Fünf große Frischhaltebeutel. Die kann man notfalls über Body und Objektiv stülpen und vorne aufschneiden.
  • Eine Rolle Elektro-Klebeband (flexibler als Gaffer-Tape). Damit können die Umhüllungen fixiert werden.
  • Eine große Plastiktüte, in der man notfalls alles, was keinesfalls mit Wasser in Kontakt kommen darf, hineinstecken und einrollen kann.

Es müssen keine speziellen Hüllen oder ähnliches sein. Wer natürlich über ein sogenanntes Unterwassergehäuse verfügt, der kann dieses statt Plastikbeuteln benutzen. Hat man noch Platz im Rucksack, ist auch ein Mini-Regenschirm keine schlechte Idee. Den kann man mittels Klebeband immer noch am Stativ befestigen und so mit Dach über dem Kopf fotografieren. Es gibt übrigens auch ein Stativ mit Regenschirm – also zwei in eins.

Hilfsmittel Reflektor

So genial Gegenlichtaufnahmen auch wirken, wenn man ein Model draußen fotografiert, ist es oftmals einfach nötig, gewisse Bereiche besser auszuleuchten oder abzudunkeln, weil die Sonne falsch steht. Hier sind handliche Mini-Faltreflektoren mit maximal einem Meter Durchmesser ein unschätzbarer Helfer – wenn man sie richtig einsetzt. Und genau dazu ist aber eine zusätzliche Person als Helfer unerlässlich, wenn man sich nicht auch noch das Gewicht eines Reflektorhalters auf den Rücken laden möchte.

Mit Blitz oder ohne, das ist hier die Frage

Draußen zu blitzen ist eine Glaubensfrage für den Stammtisch. Doch selbst die Verfechter kommen nicht umhin zuzugeben, dass der Blitz in der freien Natur oftmals Probleme bereitet. Namentlich ist es eine Tatsache, dass die begrenzte Synchronzeit einen dazu zwingt, die Blende weiter zu schließen. Das aber wiederum erhöht die Schärfentiefe und ist problematisch, wenn man den Hintergrund als Bokeh haben will und kann bei sowieso dunklem Himmel recht künstlich wirken. Umgehen lässt sich das nur durch einen Graufilter oder High-Speed-Synchronisation (HSS).

Doch das Problem von letzterem: Nicht jeder Blitz hat eine HSS-Funktion. Gerade Einsteiger fahren deshalb mit dem Reflektor besser. Einfach weil er erlaubt, sich auf die wesentlichen Kameraeinstellungen zu konzentrieren, ohne auch noch am Blitz herumfummeln zu müssen.

Hauptsache Stativ

Je größer die zu fotografierende Distanz und je länger die von Mutter Naturs Beleuchtung vorgegebenen Verschlusszeiten, desto höher das Risiko, statt eines knackig scharfen Fotos ein verwackeltes Etwas auf den Chip zu bannen.

Zur Outdoor-Ausrüstung sollte deshalb zumindest ein teleskopisches Einbeinstativ gehören. Auch weil man das Teil notfalls noch als Wanderstock im Gelände missbrauchen kann. Allerdings gilt auch hier: Bitte nicht übertreiben. Ein bleischweres Studio-Dreibein ist zwar on Location klasse, aber muss auch erst mal dorthin geschleppt werden.

Das Zubehör nicht vergessen

Outdoor-Fotografie macht Fotografen, Helfer und vielleicht sogar Models immer ein wenig zu Lasteseln, das gilt bereits für das entsprechende Equipment einer jeweiligen Location. Doch zu einer vollständigen on-Location-Ausrüstung gehören auch noch allerhand Kleinigkeiten, die mitmüssen. Hier gilt es daher gut vorzubereiten, unnötiges auszusortieren und die Taschen sorgfältig zu packen. Neben den passenden Objektiven und genügend Speichermedien dürfen einige Dinge einfach nicht fehlen:

  • Falthocker mit Tragegurt (gibt’s im Angelbedarf), denn weder als Fotograf noch als Model will man sich in den Pausen in den Dreck setzen müssen.
  • Nähset: Äste, Steine und Co. sind ein ständiges Risiko für Model-Kleidung. Mit Nadel und Faden lassen sich Missgeschicke auch mitten im Wald noch reparieren.
  • Ein kleiner, faltbarer Transportwagen. Nicht zwingend notwendig, aber kann bei wirklichen Wildnis-Shootings kilometerweit vom Parkplatz eine unschätzbare Tragehilfe sein.
  • Verbandkasten mit Pflaster, Desinfektionsspray, Bandage und Pinzette. Damit ist von wundgelaufenen Füßen bis zu verstauchten Knöcheln alles abgedeckt.
  • Powerbank 220V oder Umformer für den Zigarettenanzünder. Man weiß ja, dass Akkus immer dann schlappmachen, wenn sie am dringendsten benötigt werden.
  • Dulling Spray, denn irgendwas reflektiert immer und kann so aus der Dose mattiert werden.

Und dass draußen große Klammern (mindestens vier) und eine Rolle Gaffer-Tape immer griffbereit sein sollten, versteht sich eigentlich von selbst.

3) Das richtige Outdoor-Zusatz-Equipment

Mit der Fotoausrüstung und dem Zubehör hat man alles, was man draußen braucht. Falsch gedacht, denn nicht umsonst summen so manche wettergegerbten Outdoor-Spezialisten, wenn sie vom Parkplatz losziehen „die Karawane zieht weiter…“

Die Parole heißt „leicht“

Für alle Outdoor-Fotoenthusiasten heißt die goldene Regel: Je tiefer es in die Natur geht, desto leichter sollten die Ausrüstungsstücke sein. Doch wie soll das gehen, wenn man so viel mitnehmen muss? Nun:

  • Eventuell statt mehrerer Objektive ein Reiseobjektiv mitnehmen.
  • Bei Stativen und Co. auf Alu, Kunststoff oder Magnesium als Hauptmaterial achten.
  • Für jede Tour neu packen und nur das mitnehmen, was wirklich benötigt wird.
  • Auf Akku-Parität achten, damit man nicht für jedes Gerät einen speziellen Akku mitschleppen muss (selbst für DSLRs gibt es Akkuschacht-Einschübe bzw. Batteriegriffe für AA-Batterien).

Man erkennt es bereits, die genaue Vorplanung bekommt bei der Outdoor-Fotografie einen enormen Stellenwert, der auch das Gewicht mit abdeckt.

Rucksack oder…?

Wer Straßenfotografie betreibt, dem genügt meist eine normale Umhänge-Kameratasche. Doch geht es „richtig raus“, wird die nach spätestens zwei Kilometern zu einem den Rücken krummziehenden Bleigewicht.

Hier kann und sollte sich der geneigte Naturfotofreund bei jenen umschauen, die sich regelmäßig in der Natur fortbewegen: Wanderer, Soldaten, Ornithologen und Co. Bei keinem davon wird man Umhängetaschen finden, sondern immer nur Rucksäcke, welche die Last gleichmäßig auf (beide) Schultern, Rücken und Hüfte verteilen. Wichtig ist auf den Tragekomfort und die Wetterfestigkeit zu achten. Qualität zahlt sich in jedem Fall aus.

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Der Rucksack ist die Stütze des Outdoor-Fotografen. Gerne auch mit Schlaufen, um Stativ und Co. zu tragen.

Dein Freund, die Stirnlampe

Wir kommen zu einem stark vernachlässigten Helfer. Klar, eine kleine Taschenlampe steckt bei den meisten Fotografen in der Kameratasche. Bei Outdoor-Fotografen sollte es jedoch eine Stirnlampe sein. Warum? Ganz einfach: Wer sich einmal bei Dämmerung oder Dunkelheit mit 20 Kilo Ausrüstung und einem müden Model fünf Kilometer weit zum Parkplatz zurückgekämpft hat, der weiß, dass die Taschenlampe zwischen den Zähnen keine Option ist. Mit der Stirnlampe hingegen hat man Hände (und Mund) für Wichtigeres frei und kann locker auch den dunkelsten Waldweg entlangmarschieren.

Schuhe und Co.

Schön bequeme Sneaker? Ja, die sind für den urbanen Street-Fotografen sicherlich erste Wahl. Doch in der Natur, wo Matsch, Stock und Stein den Füßen auf vielen Kilometern zusetzen, braucht es was „Richtiges“. Namentlich sind das Wanderstiefel (nicht –schuhe!), welche die Knöchel bedecken. Immer bedenken: Mit den falschen Tretern rutscht man getreu Murphy’s Law genau so aus, dass man mit dem Rucksack zuerst landet und sich dabei Kamera und Linsen demolieren kann. Griffige Boots reduzieren dieses Risiko beträchtlich.

Ein Stromaggregat?

Mancher mag sich ob der schieren Menge der in die Wildnis zu bringenden Ausrüstungsgegenstände, deren Akkus und Stromverbrauch fragen, ob es nicht sinnvoll wäre, gleich auf ein kleines Stromaggregat zu setzen. Die Antwort lautet jedoch ganz klar: Nein. Selbst die kleinsten Stromerzeuger sind nichts, was man noch als Einzelperson komfortabel durch die Gegend trägt. Erst recht nicht, wenn man sich auch noch mit anderer Ausrüstung abmüht. Zudem darf man ja nicht vergessen, dass die Aggregate auch noch ihren eigenen Kraftstoffvorrat benötigen.

Allerdings gilt natürlich auch hier, keine Regel ohne Ausnahme. Bei umfangreichen Shootings, die tatsächlich Studioblitze benötigen, deren Energiehunger nicht durch Akku-Packs gestillt werden kann oder aber Sessions, die länger als einen Tag dauern, kann es unter Umständen Sinn machen, ein solches Gerät mitzubringen. Aber: In diesem Fall haben wir das Gebiet der Outdoor-Fotografie schon fast verlassen und bewegen uns in Richtung Expeditions-Fotografie, wo es etwa darum geht, über mehrere Nächte Sterne zu beobachten.

Unterm Strich also: Für den normalen Outdoorfotografen zu groß und zu schwer, um die unzweifelhaften Vorteile zu rechtfertigen.

Denk an die Verpflegung

Schon für den normalen Wanderer auf guten Wegen gilt die Regel, nach der man mindestens 1,5 Liter mit sich führen sollte. Und selbst wenn man sich beim Shooting vor Ort nur noch wenig bewegt, sollte man auch als Fotograf diese Regel beherzigen. Natürlich benötigt jeder Teilnehmer der Session diese Menge.

Doch es geht noch weiter. Denn wenn der Magen knurrt, und das wird er, ist kein Kühlschrank und kein Pizzataxi in der Nähe. Ergo sollten in den Seitentaschen des Rucksacks ein paar Snacks stecken. Schlecht ist alles, was gekühlt werden muss oder nur gekühlt richtig gut schmeckt (etwa Schokoriegel). Besser sind Müsliriegel, Studentenfutter und ähnlich leicht zu konsumierende Energielieferanten. Doch bei solchen „Snacks“ sollte man es auch belassen. Für ein vier-, fünfstündiges Outdoor-Shooting ist es nicht notwendig, auch noch Gaskocher und Dosenfutter mit sich zu schleppen.

Style & Styling

Sobald ein Model mit dabei ist, verkompliziert sich die Sache mitunter weiter. Das Problem: Sich noch zuhause schminken ist keine Option, denn allein der Anmarsch sorgt meist dafür, dass sorgfältig geschminkte Gesichter und erst recht modellierte Frisuren schnell mitgenommen wirken.

Im Zweifelsfall muss man also improvisieren. Sprich: Schminke, grundlegende Frisur-Werkzeuge und einen kleinen Spiegel sollte das Model selbst mit sich führen. Bitte das Puder nicht vergessen, denn ein Marsch durch die Botanik wird mit Sicherheit das Gesicht sehr schnell glänzen lassen.

Doch der Punkt betrifft auch den Fotografen: Hier gilt, so bequeme Kleidung wie möglich. Insbesondere, wenn es etwas kühler ist, sollte man sich da nach dem Zwiebelschalen-Prinzip kleiden. Also lieber einige dünne Lagen, statt einer einzigen dicken. So kann man variieren und sich optimal temperieren. Und dass man für den Fall der Fälle ein Handtuch und ein zweites Paar Socken im Rucksack haben sollte, versteht sich eigentlich von selbst.

Der unersetzliche Dritte

Schon beim Einsatz der Reflektoren kam zur Sprache, dass eine dritte Person extrem hilfreich sein kann. Doch sie ist es nicht nur beim Shooting selbst. Denn je nachdem, wohin es geht und wie viel mitgenommen werden muss, ist ein Helfer vielleicht sogar die sinnvollste Option, wenn Fotograf und Model nicht schon völlig fertig am Ort des Geschehens eintreffen wollen.

4) Zusammenfassung & Fazit

Outdoor-Fotografie ist sehr viel mehr, als einfach die Kamera ins Auto zu werfen und raus zu fahren. Insbesondere dann, wenn es um mehr geht, als Landschaftsaufnahmen, ist es dazu fast schon nötig, das Studio an die frische Luft zu verfrachten. Doch damit das gelingt, sollte man clever vorgehen – denn ein ganzes Studio bringt man auch im großen Kombi nicht ohne weiteres unter.

Fotografieren in der Praxis 12 / 2017

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