Fotogeschenk zum Kindergeburtstag

Umrahmt von Freunden – Bastelspaß und bleibende Erinnerung

Fotogeschenk zum Kindergeburtstag
Eine Geburtstagsparty ist nach Weihnachten das Größte im Kinderleben. Für die Eltern allerdings ist es die größtmögliche Herausforderung. Eine Horde aufgeregter Knirpse will unterhalten werden. Und das eigene Kind sowie seine Freunde sollen einen unvergesslichen Tag erleben. Wunderbar gelingt das mit einer Kreativarbeit: Die Kinder gestalten individuelle Bilderrahmen, in denen sie ein aktuelles Erinnerungsfoto vom Geburtstag mit nach Hause nehmen.

Mit der Bastelarbeit können Eltern gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Kinder haben Spaß bei einer kreativen Beschäftigung, es entstehen Erinnerungsbilder und mit ihnen im fertigen Rahmen gleich noch Gastgeschenke. Die Frage „Gastgeschenk – ja oder nein?“ ist unter Eltern umstritten. Tatsache ist aber, dass auf immer mehr Geburtstagsfeiern das Geburtstagskind seinen kleinen Gästen am Ende ein kleines Präsent mit nach Hause gibt. Der Vorteil eines gerahmten Erinnerungsbildes ist, dass man es als Gastgeschenk betrachten kann, aber nicht muss – und es dann eben als einfaches Andenken oder das Ergebnis einer Bastelstunde deklariert.

Zwei Dinge braucht man: einen Bilderrahmen und ein aktuelles Foto. Am besten teilt man sich die Arbeit auf. Ein Erwachsener oder ein älteres Geschwisterteil kümmert sich nur um das Bild. Ein oder besser zwei Große gestalten mit den Kinder die Rahmen. Als Grundlage für Bilderrahmen eignen sich sehr gut solche aus Karton. Im Bastelgeschäft oder Fotofachhandel sind komplette Pappbilderrahmen erhältlich; inklusive ausklappbarem Aufsteller, breiten Rahmen zum Gestalten und Bilderschutzfolie. In solche Rahmen muss später das Foto nur noch eingeschoben werden. Eine Alternative sind einfache Holzrähmchen oder ein Eigenbau aus fertigen Passepartouts, die auf die Bilder aufgeklebt werden. Als Träger kann man dann wiederum einen starken Karton verwenden oder eine selbstklebende Hartschaumplatte, die es im Fotofachhandel gibt. Nicht vergessen: kleine aufklebbare Aufhänger.

Der beste Zeitpunkt zum Basteln richtet sich zwar auch nach dem Ablauf der Party. Aber, wenn beim Gestalten der Rahmen mit nassen Farben oder Klebstoff gearbeitet wird, sollte man nicht zu spät starten, sonst werden Farbe oder Kleber nicht rechtzeitig trocken, bis die Kinder nach Hause gehen. Kartonbilderrahmen sollten mit Bastelfarbe vorbehandelt werden. Die Farbschicht ist bunt, wirkt durch den erkennbaren Pinselstrich edelrustikal und lässt sich besser bemalen und bekleben. Diesen Grundanstrich erledigt man besser schon einige Tage vor dem Geburtstag. Dann hat man auch genug Zeit, um einen Testbilderrahmen komplett zu gestalten.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Kinder können die Rahmen bemalen, mit Stoffstücken, Moosgummi oder Papierschnipseln bekleben. Je nach Jahreszeit oder Partymotto kommt auch Herbstlaub, Muscheln oder Dekosand infrage. Für Piraten-, Prinzessinnen- oder andere Themenpartys gibt es auch komplette Stickersets mit Motiven zum Verzieren.

Auch der fotografische Part sollte gut vorbereitet sein. Da die Kinder auf ein Gruppenfoto sollen, ist es hilfreich, schon vorher zu wissen, wo sie sich aufstellen. Im Freien bei Tageslicht ist die Belichtung kein so großes Problem. Da ist der Hintergrund wichtiger. Er sollte möglichst ruhig sein. In Innenräumen ist eine gute Ausleuchtung entscheidend. Ein direkter Blitz auf die Kinder ist nicht immer ideal, besser sind Aufnahmen mit indirekten Blitzen aus einem schwenkbaren Blitzgerät über eine weiße Decke. Wenn nur ein frontaler Blitz möglich ist, sollte die Anti-Rote-Augen-Funktion aktiviert sein; leuchtend rote Kinderaugen sind keine ansprechende Erinnerung.

Die Kinder sollten so aufgestellt und abgelichtet werden, dass sie das spätere Bildformat im Rahmen gut ausfüllen. Eine Reihe Kinder mit leeren Flächen oben und unten sieht nicht gut aus. Zur Vorbereitung gehört auch, das Bildformat auf den Rahmen abzustimmen. Dazu benötigt man zunächst das entsprechend große Fotopapier für den Computerdrucker oder den Thermodrucker. Zudem sollte man testweise ein ausgedrucktes Bild in den Bilderrahmen stecken, um zu sehen, wie viel beispielsweise der Rahmen oder ein Passepartout noch an den Rändern überdeckt. Entsprechend kann man dann die Ausgabegröße einstellen oder schon beim Fotografieren Freiraum um das Hauptmotiv lassen.

Die Herausforderung ist, mit den fertigen Bildern zu den Kinder zu kommen, wenn diese mit ihren Rahmen fertig sind. Der Aha-Effekt entsteht, wenn Foto und Rahmen zusammengefügt werden. Damit es reibungslos klappt, sollte rechtzeitig zum Kindergeburtstag in jedem Fall genügend Fotopapier bereitliegen. Auch sollten die Tintentanks im Drucker nicht gerade auf dem letzten Tropfen stehen. Und auch volle Akkus und genügend Platz auf einer Speicherkarte vermeiden unliebsame Überraschungen.

Von den Kindern sollte man immer möglichst viele Bilder schießen. Trotz aller Tricks, um ihre Aufmerksamkeit auf die Kamera zu lenken, blicken sehr oft einige anderswohin oder haben die Augen geschlossen. Hilfreich sind bei kleineren Kindern immer noch die bewährten Aufsager „Cheese“ und „Spaghetti“ oder einfach ein langgezogenes „Iiiiih!“. Nach dem Fotografieren sollte noch etwas Zeit eingeplant werden, um die Bilder am Monitor zu sichten und notfalls die Aufnahmen zu wiederholen. Jetzt lassen sich auch noch in einem Bildbearbeitungsprogramm rote Augen retuschieren, notfalls auch der Eisfleck auf dem T-Shirt, wenn sich ein Kind vollgekleckert hat.

Das Ergebnis ist in jedem Fall ein individuell gestaltetes Andenken an den Kindergeburtstag. Es macht Spaß und Lust auf mehr, denn zu allen möglichen Anlässen lassen sich kleine und große Bilderrahmen selbst gestalten: vom Urlaub oder vom Sieg bei der Vereinsmeisterschaft. Und natürlich mit und für alle lieben Menschen, mit verzierten Bildern zum Verschenken oder als Schmuckstück in der Wohnung. Und was als Gastgeschenk bei Kindern ankommt, macht sich – natürlich in hochwertiger Form – auch bei einer Feierstunde von Erwachsenen gut. So könnten Gäste bei einem Firmenjubiläum, bei einer Hochzeit oder einem runden Geburtstag ein Erinnerungsbild in einem eigens für diesen Anlass gestalteten Rahmen mit nach Hause nehmen.

Fotografieren in der Praxis 01 / 2013

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