Fotografieren von Hochzeiten

© Fotograf: Matthias Bergmann, Photoglobus Bildgalerie betrachten © Fotograf: Matthias Bergmann, Photoglobus

Der Mai gilt als der Monat im Jahr, in dem die meisten Paare sich offiziell standesamtlich und meist auch kirchlich das Jawort geben. Fotografien von diesem – meist einmaligen – Ereignis sind Pflicht, egal wie groß oder klein das Ereignis Hochzeit begangen wird. Wie immer hat man als Brautpaar verschiedene Optionen. So kann man sich an einen Profifotografen wenden oder an Familienangehörige und Freunde, die diesen Tag bildlich festhalten sollen. Aus unserer Sicht macht es die Mischung, denn die garantiert eine große Bandbreite an Fotografien und davon kann es bekanntlich von so einem großem Tag nicht genug geben. Möchte man Geld sparen und beauftragt lediglich einen Familienangehörigen oder einen Freund, so muss man sich darüber bewusst sein, dass er nichts von den Feierlichkeiten hat und welche Verantwortung auf seinen Schultern ruht.

Der Gang zum Profifotografen

Profifotografen verfügen über fotografische Erfahrungen, um Brautpaare vor der Kamera zu Spitzenleistungen zu bewegen. Dazu gehört nicht nur das passende Wort zum richtigen Zeitpunkt, sondern eine große Portion Einfühlungsvermögen, aber auch die Auslotung von Experimenten. Das Portfolio von Profifotografen ist weit gefächert und reicht vom Ablichten im Studio, vor, während und nach der Eheschließung bis hin zu den anschließenden Feierlichkeiten, die bis in den frühen Morgen reichen können. Auch, wenn man Profifotografen quasi noch auf den letzten Drücker buchen kann, so ist es natürlich empfehlenswerter, sich schon im Vorfeld intensiver mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Dazu gehört als Paar der gemeinsame Besuch – die Chemie muss schlichtweg stimmen. Zudem kann man sich als Paar inspirieren lassen, denn nicht jeder wünscht nur das klassische Hochzeitsbild. Die Devise für das Brautpaar sollte in jedem Fall lauten, nicht am falschen Ende zu sparen – dies bereut man im Nachhinein. Hat man sich für einen Profifotografien entschieden, so gilt es die Modalitäten festzulegen, denn nur so ist man gegenseitig auf der sicheren Seite und weiß auch, mit welchen Kosten man zu rechnen hat. Immer mehr Profifotografen haben ihr Leistungsportfolio um Video erweitert. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass seit geraumer Zeit Spiegelreflexkameras über dieses Feature verfügen. Ein weiteres Angebot zahlreicher Profifotografen sind Fotobücher zum Beispiel auf FineArt-Papieren – ebenso absolut lohnenswert wie Vergrößerungen auf diesen Medien. Und nun noch ein letzter Tipp: Gute Aufnahmen verlangen nach Zeit, und die hat man meist am Tag der Hochzeit nicht. Aus diesem Grund sollte man den Studiobesuch wenige Tage nach der Hochzeit einplanen.

Familie und Freunde

Statistiken belegen es, dass nahezu jeder heute über eine Kamera verfügt. Auch, wenn ein Profifotograf engagiert wurde, so heißt das für Familie und Freunde nicht, die Kamera zu Hause zu lassen. Das Gegenteil ist der Fall, und je mehr Gäste fotografieren, desto besser und vielseitiger sind Bildausbeute, aber auch die Bildimpressionen dieses einzigartigen Tages. Nicht nur der Moment der Eheschließung gehört in Bildern festgehalten, sondern auch die zahlreichen Vorbereitungen. Hierzu zählt der Gang der Braut zum Friseur genauso wie das Schmücken des Hochzeitsautos, die stolzen Blumenkinder vor der Kirche oder aber die vielen anderen Gäste, die auf das Hochzeitspaar warten. Auch nach der Eheschließung gibt es noch so vieles mit der Kamera einzufangen. Der Gang aus der Kirche, Bräuche, wie das Baumsägen, die das Brautpaar über sich ergehen lassen muss, die Hochzeitstorte und deren Anschnitt durch das frisch vermählte Paar, und, und, und. Genügend Speicherkarten sind Pflicht, denn wie schnell sind pro fotografierendem Gast 500 und mehr Aufnahmen im Kasten. Nicht jede wird ein Volltreffer sein, denn da huscht mal eine Person durch das Bild, da stimmt der Hintergrund oder beispielsweise Bildausschnitt nicht. Bitte die Aufnahmen nicht voreilig löschen, denn ob sie gelungen sind, kann erst am Computerbildschirm ermittelt werden.

Und nun noch ein letzter Tipp: Prädestiniert für die Visualisierung dieses einzigartigen Tages sind individuell gestaltete Fotobücher, die es in unterschiedlichen Ausführungen gibt und die das Brautpaar begeistern werden – ein schöneres Geschenk kann es nicht geben.

Fotografieren in der Praxis 05 / 2013

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