Fotografieren zu Weihnachten

© Fotograf: Rainer Dindas, Frohe Weihnachten, Photoglobus
© Fotograf: Rainer Dindas, Frohe Weihnachten, Photoglobus
Weihnachten, auch (heiliges) Christfest, Heilige(r) Christ oder Weihnacht genannt, ist das Fest der Geburt Jesu Christi und mit Ostern und Pfingsten eines der drei Hauptfeste des Kirchenjahrs. Spätestens zu Weihnachten kommt die Familie zusammen, was mit einer der höchsten Reisetätigkeiten im Jahr verbunden ist. Die Kamera gehört zu Weihnachten wie der geschmückte Baum, das Festessen, das Musizieren, die Geschenke und noch vieles mehr. Jede Familie hat ihre festen Bräuche, die meist von Generation zu Generation weitergegeben werden. Auch, wenn sich dementsprechend die Motive zu Weihnachten gleichen, so gehören sie jedes Jahr aufs Neue in unwiederbringlichen Bildern festgehalten, die auch ein wichtiges Zeitzeugnis sind.

Auch, wenn die Vorweihnachtszeit meist sehr von Hektik geprägt ist, so ist es spätestens dann sehr stimmungsvoll, wenn der Baum erleuchtet wird und die Familie sowie Freunde diesen Tag gemeinsam begehen. Ein Gruppenfoto am Weihnachtsbaum ist ebenso Pflicht wie die Geschenkübergabe, der festlich geschmückte Tisch oder beispielsweise die Musizierenden. Die größte Kunst für den Fotografen besteht darin, diese Stimmung in seinen Aufnahmen einzufangen. Beim Einsatz des internen Kamerablitzes oder auch des Aufsteckblitzes ist darauf zu achten, dass die Lichtstimmung nicht weggeblitzt wird. Wer auf den Einsatz eines Blitzgerätes nicht verzichten kann oder will, der sollte das Hilfslicht dem festlichen Anlass entsprechend dosieren. Etwas knapper belichten, als es die Automatik empfiehlt, kann nicht schaden, um die „Stille Nacht“ zu betonen. Dazu nimmt man an den Kameraeinstellungen – soweit möglich – eine Blitzbelichtungskorrektur vor. Mehrere Testaufnahmen und die Kontrolle am Monitor im Vorfeld helfen, die treffende Belichtung zu finden. Wird mit Systemblitzgeräten fotografiert, so lässt sich das Licht mit Streulichtvorsätzen (Diffusoren) zügeln. Das Ergebnis sind angenehm weich ausgeleuchtete Fotografien. Der Fotograf hat auch die Option, mit einem indirekten Blitz über die Zimmerdecke zu fotografieren, wodurch anvisierte Motive nicht frontal beleuchtet werden. Immer mehr Kameras bieten die Option, längere Belichtungszeiten und den Einsatz eines Blitzgerätes zu kombinieren. Das ermöglicht es, soviel natürliches Licht von Kerzen und anderen Lichtquellen im Raum aufzunehmen, wie das Fotografieren aus freier Hand gerade noch erlaubt. Was dann noch fehlt, steuert das Blitzgerät per Automatik bei.

Fotografieren zu Weihnachten
Nahezu jede Kamera bietet die Option, auf die ISO-Empfindlichkeit Einfluss zu nehmen. Eine Erhöhung der ISO-Empfindlichkeit beim Einsatz von lichtstarken Objektiven kann dazu führen, dass das Kerzenlicht des Weihnachtsbaumes völlig ausreicht und man auf ein Blitzgerät verzichten kann. Zu bedenken ist, dass mit der Erhöhung der ISO-Empfindlichkeit eine Zunahme des sogenannten Rauschens verbunden ist und die Aufnahmen dadurch körniger wirken können. Hier muss man gegebenenfalls abwägen – Bildrauschen und dafür eindrucksvolle und stimmungsgeladene Aufnahmen.

Zahlreiche Kameras verfügen über sogenannte Bewegungsstabilisatoren, die Handunruhen ausgleichen. Reicht die beste Anti-Wackel-Automatik im schwach beleuchteten weihnachtlichen Wohnzimmer nicht mehr aus, muss die Kamera aufs Stativ, das auch den großen Vorteil bietet, in Ruhe den perfekten Ausschnitt wählen zu können. Für den Einsatz eines Stativ, spricht auch, dass man mithilfe eines Fernauslösers oder durch die Zeitauslöser-Funktion (Timer) als Fotograf mit auf den Bildern erscheint. Verfügt die Kamera dann auch noch über eine Serienbildfunktion, sollte man sie einsetzen – so ist in jedem Fall eine tolle Aufnahme von der ganzen Familie dabei, die sich beispielsweise im kommenden Jahr für selbstgestaltete Weihnachtskarten anbietet.

Entspanntes Fotografieren zum Fest setzt natürlich voraus, dass die Kameraakkus geladen sind, Ersatzakkus griffbereit sind und auch der Aufsteckblitz frische Batterien spendiert bekommen hat. An Ersatzspeicherkarten ist auch zu denken, denn nichts ist ärgerlicher, als wenn man erst einmal die Bilddaten auf einen anderen Datenträger kopieren muss, weil die Speicherkarte voll ist.

Fotografieren in der Praxis 12 / 2012

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