Fotomotive in Hülle und Fülle - Halloween

© Fotograf: Harald Krauskopf, Photoglobus
halloween im Movie Park
© Fotograf: Harald Krauskopf, Photoglobus
Feste soll man feiern, wie sie fallen und eines der Feste, das sich inzwischen auch in Deutschland fest etabliert hat, ist mit Sicherheit Halloween. Bunt, verrückt und ausgelassen geht es hier zu, und dementsprechend mangelt es an Fotomotiven wahrlich nicht. Groß auf Entdeckungstour muss man übrigens nicht gehen, denn Halloween begegnet einem quasi an jeder Straßenecke. Und das Gute an Halloween ist, dass die Personen sich leidenschaftlich gern ablichten lassen – und da sie oftmals bis zur Unkenntlichkeit verkleidet sind, kann man die Aufnahmen leichter nutzen, ohne die Persönlichkeitsrechte zu verletzten. Und diese Bilder sind es dann, die man beispielsweise für selbstgestaltete Grußkarten und für die Einladung zur eigenen Halloweenparty im nächsten Jahr wunderbar verwenden kann. Und wer noch eins draufsetzen möchte, der bringt sie großformatig als Poster zu Papier und kann damit im kommenden Jahr den Partyraum dekorieren.

Masken wirkungsvoll in Szene setzen

Geschminkte Gesichter gehören zu Halloween wie der leuchtende, ausgehöhlte Kürbis. Mit dem Porträtmodus lassen sich die Masken wirkungsvoll in Szene setzen. Die Kamera wählt eine große Blendenöffnung (kleine Blendenzahl). Dadurch wird der Hintergrund unscharf abgebildet und lenkt nicht vom Hauptmotiv ab. Das Motivprogramm Porträt bietet sich vor allem für lichtstarke Objektive mit mittleren bis langen Brennweiten an. Der Autofokus bietet den großen Vorteil der automatischen Scharfstellung, wodurch man sich auf das Motiv konzentrieren kann. Ein breites AF-Messfeld erhöht übrigens die Scharfstellgenauigkeit. Besonderes Augenmerk gilt der richtigen Belichtung des Gesichtes. In Räumen und an trüben Tagen oder bei Gegenlicht ist es ratsam, den Vorblitz – zur Vermeidung von roten Augen – und den Blitz zuzuschalten. Auf den Hintergrund muss ebenfalls geachtet werden, soll er vom eigentlichen Halloween-Motiv nicht ablenken.

Das Besondere

Für den Fotografen gilt, das Besondere festzuhalten. Die Farbe Orange verhilft dem Fotografen zu knalligen Aufnahmen mit Blickfang. Wie immer in der Fotografie gilt es, nah ans Geschehen heranzugehen. Mit Teleobjektiven oder auch mit Kameras mit extremen Zoomoptiken lassen sich Distanzen problemlos überwinden. Wird in der blauen Stunde oder aber bei Dunkelheit fotografiert, so wird man um ein Stativ nicht herum kommen. Natürlich kann die ISO-Empfindlichkeit in der Kamera erhöht werden. Dies hat mitunter jedoch verstärktes Bildrauschen zur Folge.

Kostüme selbst schneidern

Denkt man an Halloween, so assoziiert man damit eine Vielzahl an Kostümen, wie Teufel, Gespenster, Dämonen und Knochenmänner, Hexen mit spitzen Hüten, Gnome und Zwerge, Eulen, Spinnen und Vampire. Zahlreiche dieser Kostüme kann man käuflich erwerben, immer mehr Verbraucher sehen ihre Passion aber darin, sie selbst zu entwerfen und natürlich auch zu nähen. Und schon wären wir beim Themengebiet, dem man sich im Vorfeld von Halloween fotografisch stellen kann. Besonders lebendig wird es, wenn mit Freunden gemeinsam die Halloweenkostüme entworfen werden. Spätestens wenn die Anprobe ansteht, wird es lustig, nicht alles sitzt auf Anhieb so, wie man es sich möglicherweise gedacht hat. Da die Fotografie hier nicht im Mittelpunkt steht, empfiehlt sich als Aufnahmegerät eine Kompaktkamera mit einem schönen Zoombereich oder eine Spiegelreflex- beziehungsweise kompakte Systemkamera mit einem leichten Teleobjektiv oder aber mit einem leichten Weitwinkel, wenn die Räumlichkeiten sehr eng sind. Sofern die Kamera es zulässt, sollte mit Aufsteckblitz fotografiert werden. Den Diffusor, der das Licht an die Decke lenkt, gilt es einzusetzen. Das Licht wird weicher und man hat nicht mit harten Schatten zu kämpfen. Der Automatikmodus liefert gute Bildergebnisse und man braucht sich um die Kameraeinstellungen keine weiteren Gedanken machen. Wichtig ist, auf den Hintergrund zu achten, denn der sollte von den Akteuren vor der Kamera und ihren Kostümen nicht ablenken. Neben Übersichtsaufnahmen sollte man ruhig auch einmal ins Detail gehen, wie der angestrengte Blick beim Nähen oder die Verzweiflung, wenn der Faden mal wieder nicht in die Öse will. Ja und das Gruppenbild darf natürlich nicht fehlen, wenn alle sich in ihrem selbstgeschneiderten Kostüm präsentieren.

Halloween-Party

Halloween-Partys zu Hause – da wird geschmückt, was das Zeug hält und mit Lichteffekten gespielt, die einmalige Szenerien schaffen. Nicht nur während der Party sollte der Auslöser nicht stillstehen, sondern natürlich auch schon bei den Festvorbereitungen, dazu gehören die Vorarbeiten in der Küche für das leibliche Wohl ebenso wie das Schleppen der Getränke und natürlich, die Ankunft der Gäste. Ist man im Besitz einer Bewegungsschranke, so ist es sicherlich eine Idee, diese zu nutzen. Die Besucher sind überrascht, wenn sie von der auf einem Stativ ruhenden Kamera aus fotografiert werden. Nicht jede Aufnahme wird ein Volltreffer sein – hier führt der Zufall Regie, und das macht die Aufnahmen aus.

Auch auf Partys außerhalb der eigenen vier Wände sollte die Kamera ständiger Begleiter sein. Hier gilt es, zum Schutz der eigenen Fotoausrüstung abzuwägen. Wer wild mitfeiern möchte, dem empfehlen wir die Kompaktkamera, die auch nicht so aufträgt. Gehört man eher zu den stilleren Vertretern, dann garantieren Spiegelreflex- oder kompakte Systemkameras einen größeren fotografischen Spielraum. Wichtig ist, seine Kamera im Blick zu haben. Achtung vor Menschen mit Getränkebechern und Co. Klebrige Duschen gilt es, zu vermeiden. Zwar sind die meisten Kameras gegen leichtes Spritzwasser geschützt, aber klebrige Flüssigkeiten sind äußerst unangenehm und können Kamera und Objektiv ernsthaften Schaden zufügen. Hin und wieder schnell den Blick vom Sucher/Display nehmen und ein wenig die Umgebung im Auge behalten hilft genauso wie ein Filterschutz für das Objektiv.

Fotografieren in der Praxis 10 / 2013

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1 Kommentare

Gerade die Problematik mit den knalligen, auffälligen Farben kann ich sehr gut nachvollziehen. Sehr verlockend für Fotomotive! Ich fotografiere mit einem Freund seit drei Jahren leidenschaftlich Halloween-Kürbisse (nicht Nachbars Schnitzerei, sondern besondere Alltagsmotive: www.cuerbisdelicti.de) und die Herausforderung ist, gerade in Verbindung mit der JPEG-Bildkompression, das Orange nicht zu übertrieben-grell dargestellt zu sehen. Abhilfe schaffen gute Optiken und eine geringe Bildkompression! :-)

von Jan
23. September 2014, 03:29:17 Uhr

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