Fotoprojekt Herbst – Das Spiel mit Licht und Farbe

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© Blende, Dirk Kerps, Herbstmorgen

Das Licht und erst Recht das Farbenspiel im Herbst sind einzigartig – auch wenn jährlich um die gleiche Zeit wiederkehrend. Es sind diese Blattverfärbungen, die beeindruckende Impressionen ebenso garantieren wie die landwirtschaftlich genutzten Felder mit ihren großen Strohballen/Rundballen. Oder denken wir an den Nebel, der nun wieder aufkommt und Landschaften einhüllt. Wer mit wachen Augen die Natur wahrnimmt, der wird schnell feststellen, dass allein aus fotografischer Sicht kein Tag dem anderen gleicht. Eben waren die Bäume noch mit Laub behangen und am nächsten Tag ist die Hälfte schon vom Baum gefallen. Und hier wären wir beim nächsten Themengebiet der Straßenreinigung. Da wird gekehrt was das Zeug hält oder die Laubbläser sind in Gang gesetzt – auch tolle Motive schon allein durch den farblichen Kontrast der Sicherheitswesten.

Für stimmungsvolle Bilder muss man in unseren Breiten nicht weit reisen. Es wird zwar immer vom Indian Summer in den USA geschwärmt – so weit in die Ferne muss es aber gar nicht gehen. Welchen fotografischen Schwerpunkt man für sich setzt, hängt von den bevorzugten Motiven ab. Das kann der Baum mit farbigen Laub vor einer Glasfassade eines Hochhauses ebenso sein, wie die Kinder oder auch Erwachsenen, die in Parkanlagen, um diese Jahreszeit ihren Drachen in die Höhe steigen lassen. Die landwirtschaftlich genutzten Felder hatten wir bereits erwähnt – imposante Motive ergeben sich auch mit der Ernte von Zuckerrüben, Kohl und Co. Auch Friedhöfe, gerade die alten, garantieren ein Eldorado an Motiven – wie bei Aufnahmen von Landschaften liefern die frühen Morgen- und Abendstunden das beste Licht für stimmungsvolle Aufnahmen. Auch das Detail kann absolut fesselnd sein, wie beispielsweise das einzelne heruntergefallene Laubblatt, das auf der Wasseroberfläche treibt. Oder wie wäre es mit dem Spinnennetz im Gegenlicht.

Selbst wenn die Sonne nicht lacht, es Wolkenverhangen ist oder es gar regnet, gehört die Kamera beim Herbstspaziergang mitgenommen und das auch bei Starkregen. Den sogenannten Outdoorkameras kann dieser übrigens nichts anhaben. Schaut man sich die Kameraneuheiten an, so sind hier immer mehr Modelle anzutreffen, denen Regen nichts anhaben kann. Ist man nicht im Besitz einer solchen Kamera, so sollte man bei einer längeren Phase von Starkregen die Kamera beispielsweise mit einem Unterwassergehäuse schützen. Bevor man das Aufnahmeequipment wieder in der Fototasche verstaut ist es ratsam, dieses mit einem nicht fusselnden Lappen zu trocknen. Regentropfen auf der Optik sollten mit speziellen Objektivtüchern entfernt werden. In keinem Fall mit Papiertaschentüchern, denn die enthalten kleinste Holzpartikel, die die Optik zerkratzen können. Von einem Objektivwechsel im Freien bei Regen – wenn mit einer kompakten System- beziehungsweise Spiegelreflexkamera fotografiert wird – ist in jedem Fall abzuraten. Ehe man sich versieht kann Feuchtigkeit in das Innere der Kamera gelangen und dort nicht nur für Verschmutzung sorgen.

Sofern die eingesetzte Kamera darüber verfügt, lohnt sich das Spiel mit den Artfiltern. Mit diesen kann man beispielsweise imposant die Kontraste erhöhen und dadurch die Bildaussage steigern. Auch der Einsatz eines Graufilters (ND-Filter), mit dem man die Belichtungszeit verlängern kann, erweitert das kreative Spiel.

Fotografieren in der Praxis 09 / 2016

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