Fotoprojekt: Regenbogen im Fokus

© Fotograf: Klaus Hausmann, Regenbogen, Photoglobus
© Fotograf: Klaus Hausmann, Regenbogen, Photoglobus
Ob klein oder groß – wir alle sind von Regenbögen fasziniert und das Ärgernis ist groß, wenn man keine Kamera zur Hand hat. Für alle, die es noch nicht wissen: Der Regenbogen ist ein atmosphärisch-optisches Phänomen, das als kreisbogenförmiges farbiges Lichtband in einer von der Sonne beschienenen Regenwand oder -wolke wahrgenommen wird. Sein radialer Farbverlauf zeigt Ähnlichkeiten mit den Spektralfarben. Jeder der annähernd kugelförmigen Regentropfen bricht das Sonnenlicht beim Ein- und beim Austritt und reflektiert es innen an seiner Rückwand. Das in Richtung auf die Sonne zurückgeworfene Licht wird dabei zum überwiegenden Teil in einem Kegelmantel konzentriert. Der Beobachter hat die Schicht reflektierender Wassertropfen vor sich und die Sonne im Rücken. Die Tropfen, aus deren Kegelmantel ihn ein farbiger Lichtstrahl erreicht, befinden sich auf einem kreisförmigen Band, dessen bogenförmigen Ausschnitt der Regenbogen darstellt.

Zurück zur Fotografie. Aufnahmen von Regenbögen gelingen mit jeder Kamera – den größten fotografischen Spielraum garantieren kompakte System- beziehungsweise Spiegelreflexkameras. An diesen empfiehlt sich der Einsatz von Weitwinkelobjektiven, da ein normaler Regenbogen einen Radius von 51 Grad hat. Alternativ können auch Fisheyeobjektive zum Einsatz kommen – hier hat man jedoch eine Verzerrung zum Rand hin.

Schnell muss es in jedem Fall gehen, soll der Regenbogen im Bild festgehalten werden – wir alle kennen die Vergänglichkeit von Regenbögen. Sofern die Kamera den Einsatz eines Filters zulässt, wird vielfach das Polfilter empfohlen. Schaut man in diverse Foren, so gehen die Meinungen diesbezüglich jedoch auseinander. Grund hierfür ist der Belichtungsmesser, der schnell für eine Überbelichtung sorgt. Regenbogenbilder verlangen jedoch nach einer korrekten Belichtung.

© Fotograf: Rita Lazaryeva, Felicita, Photoglobus
© Fotograf: Rita Lazaryeva, Felicita, Photoglobus
Inwieweit ein Stativ zum Einsatz kommt, hängt von der Schnelligkeit des Fotografens beim Aufbau und von den Lichtverhältnissen ab. Solange man mindestens 1/100 Belichtungszeit einhält, geht auch freihand. Zwingend erforderlich sind Stative also nicht, spätestens aber wenn in die HDR-Fotografie eingetaucht wird, sind sie ebenso Pflicht wie bei einer Belichtungsreihe.

Die sogenannte Esels-Einstellung, allen besser bekannt als iA – im Automatikmodus -, liefert in der Regel überzeugende Aufnahmen.

Wo Regenbögen auftauchen ist es meist nass. Feuchtigkeit – außer sinnflutartiger Regenguss – schadet der Kameraausrüstung nicht. Wichtig ist natürlich, die Kamera zu Hause aus der Fototasche beziehungsweise dem -rucksack zu nehmen und zu trocknen. Bitte nicht mit Papiertaschentüchern an die Optik rumhantieren. Die kleinen Holzpartikel können schnell zu Kratzern führen.

Fotografieren in der Praxis 10 / 2013

1 Kommentare

Also echt. So viel Worte und wirklich Null Information. Schade um den Speicherplatz. Kein Wort zur empfohlenen Blende, Belichtungszeit, Iso, Fokus, Weißabgleich und und und. Stattdessen so ein Satz wie "... verlangen nach einer korrekten Belichtung." Ach was! Muss ich auch noch den Auslöser drücken? Also alle Infos die für diese besondere Lichtsituation interessant wären, fehlen. Statt dessen wird noch so ein Allgemeinplatz hinterhergejagt, wie unter 1/100s bitte Stativ und bei HDR sowieso. Ich hätte noch nen Tip: Bei Regen empfiehlt sich wetterfeste Kleidung. Falls Sies noch nicht wussten. Tut mir leid. Aber das ist wirklich schwach.

Der Bo

von Der Bo
02. Mai 2017, 11:50:20 Uhr

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