Fotoprojekt - Schattenspiele

© Fotograf: Dailin Spiegelberg, Das Äffchen, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Dailin Spiegelberg, Das Äffchen, Blende-Fotowettbewerb
Fotografieren heißt, mit Licht malen und wo Licht ist, ist vielfach auch Schatten. Wird dieser gezielt genutzt, so können Bilder von besonderer Wirkung das Resultat sein, die sich als Wanddekoration großformatig ebenso eignen wie für Fotogrußkarten. Zunächst heißt es, sich in seinen Schubladen umzusehen, welche Objekte sich für das Fotoprojekt „Schattenspiele“ eignen. Das kann die Gabel ebenso sein wie der Schneebesen, aber auch der Werkzeugkasten mit Hammer und Co. hat eine Menge an möglichen Objekten zu bieten. Damit aber nicht genug. Auch Bananen, wie in unserem Bildbeispiel richtig arrangiert, eignen sich hervorragend. Bei entsprechendem Aufbau ergeben sie sogar einen Affen. Wie die „Blende“-Autorin Dailin Spiegelberg aufführt, hat sie eine ganze Nacht darauf verwendet und mehrere Versuche gebraucht, um den Schatten so aussehen zu lassen, wie es das Foto zeigt. Vorab sollte durch Bewegung des ausgewählten Objekts also getestet werden, welcher Schattenwurf ein interessantes Motiv ergibt. Bei glänzenden Objekten ist darauf zu achten, dass diese frei von Fingerabdrücken sind. Der Untergrund sollte einfarbig sein, wobei weiß genauso wirkungsvoll sein kann wie ein bunter. Auch die Struktur des Untergrunds sollte man im Blick haben – einen feinen und glatten Schattenrand garantieren glatte Untergründe, wie beispielsweise Acryl. Entscheidet man sich für Papier oder Karton, so wirkt der Schatten körniger. Dies kann, mittels Bildbearbeitung, nachträglich reduziert werden. Wer das Experiment liebt, für den empfiehlt sich der Einsatz einer Farbfolie in Verbindung mit einer zusätzlichen Lichtquelle. Die Kamera gehört natürlich auf ein Stativ. Um das Motiv bequem von oben ablichten zu können, sollte die Kamera an der umgekehrt eingesetzten Mittelsäule senkrecht zum Motiv ausgerichtet sein. Entscheidend für die Bildwirkung sind das verwendete Licht und seine Ausrichtung. Hier gilt es, sich an den Erfolg heranzutasten. Als Faustregel gilt: Je weiter die Lichtquelle entfernt ist, desto härter ist das Licht. Die besten Ergebnisse erhält man übrigens per Studioblitz mit Standardreflektor und Wabe. Sehr praktisch sind auch Fernauslöser, die ein Bedienen der Kamera ohne Berührung garantieren.

Fotografieren in der Praxis 04 / 2013

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