Kameraversicherungen

Dieb
Heute kann man sich nahezu gegen alles versichern, und so kann man seine Kameraausrüstung natürlich auch gegen Verlust und Zerstörung versichern. Inwieweit man sich für eine Kameraversicherung ausspricht, hängt vom Wert der Ausrüstung ab. Eine Kompaktkamera im niedrigpreisigen Segment zu versichern, macht nicht wirklich Sinn. Spätestens, wenn die Ausrüstung einen Wert von € 1.000,— erreicht oder übersteigt, sollte man sich mit dem Thema Versicherung auseinandersetzen. Wie immer bei Versicherungen sind sie dann am besten, wenn sie nicht in Anspruch genommen werden müssen. In jedem Fall gilt es, auch das Kleingedruckte zu lesen, denn nur dann weiß man, wann die Versicherung im Schadensfall wirklich aufkommt.

Glaubt man den Angaben der Versicherungen, so haben die meisten Deutschen eine Hausratversicherung. Wer natürlich über ein Auto verfügt, der versichert dieses auch. Generell sollten Diebstähle aus Wohnung, Hotelzimmern und dem Auto durch diese Versicherungen abgedeckt sein. Schaut man in die Verträge, die sehr unterschiedlich ausfallen, so ist der Zeitwert abgedeckt. Was die Versicherungen meist nicht berücksichtigen ist, dass Objektive – im Gegensatz zu Kameras – preisstabil bleiben. Der Versicherer hat natürlich diverse Auflagen zu erfüllen, damit der Schaden auch wirklich beglichen wird. Eine Kameratasche auf dem Rücksitz eines Autos ist beispielsweise nicht versichert, weil man quasi zum Diebstahl animiert hat. Befindet sich die Kameratasche hingegen im Kofferraum, so ist sie bei Diebstahl versichert. Diebstahl muss natürlich bei der Polizei angezeigt werden.

Kameraversicherungen werden für die Laufzeit eines Jahres angeboten. Kündigt man diese nicht, so verlängert sich die Laufzeit automatisch um ein Jahr. Einige Versicherungsunternehmen bieten auch Kameraversicherungen für einen festgelegten Zeitraum an – das Interesse der Versicherungen an solchen Abschlüssen ist jedoch nicht so groß. Wer über teures Fotoequipment verfügt, der sollte sich für den Jahresschutz aussprechen. Beim Abschluss sollte man jedoch darauf achten, ob man die Versicherung kündigen kann, weil man beispielsweise sein Equipment veräußern möchte und der Fotografie nicht mehr nachgeht. Hier ist es sehr ärgerlich, wenn man die Prämie weiterzahlen muss.

Bevor man eine Versicherung abschließt, sollte gegengerechnet werden. Was kostet einen die Kameraversicherung im Monat, ist sie mit Selbstbeteiligung oder ohne, welche Länder sind möglicherweise ausgeschlossen – hier sollte auch immer die aktuelle Situationen vom Versicherungsnehmer erforscht werden. Prüfen sollte man auch, was möglicherweise schon durch die Hausratversicherung abgedeckt ist. Es gibt Kameraversicherungen, die bei einem Versicherungswert von € 1.000,— ohne Selbstbeteiligung für € 15,—, im Monat zu haben sind. Wichtig ist es, die Versicherung über sein Equipment auf dem Laufenden zu halten und Änderungen sofort durchzugeben. Je nach Versicherung wird im Schadensfall der entsprechende Geldbetrag angewiesen oder der Versicherte erhält die Geräte von der Versicherung.

Der Vorteil von speziellen Kameraversicherungen ist, dass man je nach Tarif den Neupreis erhält – auch, wenn die Ausrüstung schon mehrere Jahre alt ist. Die Leistungen der einzelnen Anbieter unterscheiden sich erheblich. Wer also eine Kameraversicherung abschließt, der sollte sich intensiv mit den Modalitäten auseinandersetzen und vergleichen. Wichtig ist, vor Abschluss zu prüfen, wann die Versicherung im Schadensfall aufkommt. Ist die Kameraausrüstung beispielsweise auch dann versichert, wenn man sich auf hoher See befindet und die Kamera ins Meer gespült wird?

Vor Abschluss einer Kameraversicherung ist der Gesamtwert der Ausrüstung zu ermitteln. Auch, wenn die Versicherungssumme höher ausfällt, so sollte man sich gegen häufige Schäden, wie Einbruch, Diebstahl, Raub, Sturz, Wasser und Brand, absichern. Wichtig ist, den Vertrag auf mögliche Ausstiegsklauseln zu prüfen.

Fotografieren in der Praxis 06 / 2013

3 Kommentare

Habe mich nach dem Kauf meiner D800 auch gleich bei www.fotoversicherung.com angemeldet und kann das nur empfehlen: Die Anmeldung ist unter Umständen mit etwas Arbeit verbunden (wenn Euch keine Rechnungen der Geräte auf Euren Namen vorliegen oder diese älter sind, müssen Fotos von und mit den Geräten gemacht werden) aber es lohnt sich, alleine das ruhige Gewissen bei Shootings oder drumrum ("nehme ich die Camera mit, kann ich sie dann im Auto lassen, was ist wenn jemand im Hotel einbricht?") lohnt schon die Kosten. Über die Kulanz bei Abwicklungen kann ich - gottlob - mangels Erfahrung noch nichts sagen aber der Service auch bei Nachmeldungen von neuem Equipment ist sehr fix!

Frank Gärtner

von Frank Gärtner
20. Juni 2013, 12:07:49 Uhr

So eine Kameraversicherung ist schon eine sinnvolle Sache, allerdings sind 15 EUR pro Monat für 1.000 EUR Ausrüstungswert schon ziemlich teuer. Bei www.fotoversicherung.com gibt es die Versicherung schon für umgerechnet 4,92 EUR im Monat bei einem Ausrüstungswert von 1.500 EUR !

Sven

von Sven
20. Juni 2013, 09:14:46 Uhr

"Lustige" Schäden, die Fotografen passiert sind: Wenn Katze den Kamerakoffer mit dem katzenklo verwechselt: http://www.fotoassistent.de/blog/2013/ach-was-da-passiert-schon-nix-die-schonsten-schaden-von-fotoassistenten-und-fotografen/ Hier weitere Infos zu Produktionshaftpflichtversicherungen und Kameraversicherungen im professionellen Bereich: http://www.berufsfotografen.com/versicherung http://www.fotoassistent.de/blog/2012/brauche-ich-als-fotoassistent-eine-versicherung/

Tom Meinert

von Tom Meinert
19. Juni 2013, 12:27:56 Uhr

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