Katzen als Photographen

Katzen als Photographen Bildgalerie betrachten http://www.mr-lee-catcam.de,

Katzen sind nicht nur immer ein Photo wert, jetzt können sie auch selbst photographieren, und zwar mit der CatCam, die von Jürgen Perthold entwickelt wurde. In seiner Freizeit hat der Entwicklungsingenieur eine Digitalkamera zur CatCam umfunktioniert, um zu erfahren, was seine Katze auf ihren Streifzügen so alles erlebt. Die digitale Katzenkamera, die übrigens auch Hunden, Kühen, Pferden oder beispielsweise Ziegen angelegt werden könnte, macht in jeder Minute eine Aufnahme, bei dem neuesten Modell kann die Auslösezeit sogar frei zwischen wenigen Sekunden und einigen Stunden gewählt werden. Auf diese Weise erhält man tierische Tour-Tagebücher, die von den Outdoor-Abenteuern berichten. Pro Tour entstehen zwischen 500 und 1.000 Bilder - manche sind verwackelt, weil sich die Katze bewegt hat oder die Lichtsituation nicht optimal war. Zirka zwanzig Prozent der Aufnahmen sind jedoch zu gebrauchen und der Betrachter kommt aus dem Staunen nicht heraus. Man sieht, wie die Katze durch Wald und Wiesen streift, Vogelnester beobachtet oder sich mit anderen Katzen auf der Terrasse von den Tourerlebnissen erholt. Es ist die Perspektive, die fasziniert, aber auch das, was an Motiven eingefangen wird. Manche der Photographien könnten es problemlos in Photogalerien schaffen.

Die Katze selbst muss nicht aktiv den Auslöser betätigen, das übernimmt ein Mikrocontroller, der in eine 35 g leichte Digitalkamera eingebaut wurde. Ein Steuerprogramm sorgt dafür, dass sich die Kamera nach jeder Aufnahme ausschaltet, um Energie zu sparen. Essenzielle Entwicklungsaufgabe war es, die CatCam vor der Katze und ihren Streifzügen zu schützen, und zwar vor Schlägen im unwegsamen Gelände oder bei Trinkpausen an Pfützen und Teichen. Ein mit Heißkleber verschlossenes Plastikkästchen sichert die Kamera. Sollte sich die Kamera bei einem Kampf vom Halsband lösen, so hält sich der finanzielle Verlust in Grenzen. Die Kamera hat wahlweise eine Auflösung von 1,3 beziehungsweise 3 Megapixel und ist mit USB ausgestattet. Die Bilddaten werden auf einer SD-Karte gesichert.

Die Einsatzgebiete der CatCam sind nahezu grenzenlos. So ist es beispielsweise eine Überlegung wert, sie beim täglichen Weg zur Arbeit am Rucksack zu befestigen. So ist man über das, was hinter dem Rücken passiert, immer bestens informiert. Oder auch bei einer Städtereise um den Hals gehängt, entgeht einem kein Motiv. Man hat seinen Wagen geparkt und möchte das Treiben darum in Erfahrung bringen? Die CatCam macht es möglich. Auch am Fahrradlenker befestigt erhält man eine ganz andere Sichtweise des Erlebten.

Weitere Informationen:
http://www.mr-lee-catcam.de/
 

Fotografieren in der Praxis 09 / 2007

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