Light Art Performance Photography – Die Kunst in der Fotografie

Light Art Performance Photography – die Kunst in der Fotografie
© Fotograf: Martin Heinz, Liebende Nacht, Blende-Fotowettbewerb
Dass die Fotografie voller Kreativität steckt, das ist allseits bekannt – nicht umsonst gelten Fotografen oftmals als die besseren Maler. Die Fotografie ist die schönste Nebenbeschäftigung der Welt und das Schöne an ihr ist, dass sie grundsätzlich nicht vergänglich ist und ständig inspiriert, sich ihr und ihren Möglichkeiten zu stellen. Kameratechnische Weiterentwicklungen lassen zudem neue Strömungen mit hohem Ansteckungspotential entstehen – Light Art Performance Photography, auch bezeichnet als Lightpainting, ist eine davon. Einen deutschen Begriff dafür gibt es nicht, gemeint ist das Malen mit Licht unter Zuhilfenahme einer zusätzlichen Lichtquelle. Mit ihr wird im wahrsten Sinne des Wortes gemalt weshalb es sicherlich nicht abwegig ist, von der Kunst in der Fotografie zu sprechen. Der Fotograf hinter der Kamera ist ebenso Künstler wie sein Akteur beziehungsweise seine Akteure mit zusätzlicher Lichtquelle vor der Kamera. Pure Gestaltungskraft ist angesagt und das macht diese Art der Fotografie auch so erlebnisreich aber auch sehenswert. Der Suchtfaktor ist groß und wer sich einmal in der Light Art Performance Photography versucht hat, den wird sie nicht mehr loslassen, soviel können wir versprechen.

Light Art Performance Photography – die Kunst in der Fotografie
© Fotograf: Alec Lorbeer, Funkenregen, Blende-Fotowettbewerb
Light Art Performance Photography ist eine fotografische Technik aus der Langzeitbelichtung, in welcher Fotografien in der Regel bei Dunkelheit oder in abgedunkelten Räumen durch die Bewegung einer oder mehrerer Lichtquellen oder durch Bewegung der Kamera gemacht werden. Entscheidend ist die Choreographie und für sie ist es notwendig, dass die Bildvisionen bereits im Kopf vorliegen, bevor das Licht den Sensor der Kamera berührt. Je mehr Akteure vor der Kamera mit ihren Lichtquellen das Kunstwerk ergeben, desto wichtiger ist es, sie in Einklang zu bringen und die Bewegungsabläufe vorab einzustudieren. Die Lichtquellen können auf unterschiedlichste Art und Weise sozusagen in Schwingung versetzt werden, sei es durch Bewegung der Hände, unter Zuhilfenahme eines Rührmixers oder beispielsweise einer Bohrmaschine. Hier lohnt sich das Experiment ebenso wie mit den Lichtquellen, um die Wirkungsweise in Erfahrung zu bringen. Taschenlampen kommen bei der Light Art Performance Photography ebenso zum Einsatz wie Laserpointer, Wunderkerzen oder beispielsweise Lichterketten. Natürlich können die unterschiedlichen Lichtquellen miteinander kombiniert werden, was für besondere Effekte sorgt.

Light Art Performance Photography – die Kunst in der Fotografie
© Fotograf: Madeleine Hau, Ein Herz aus Licht, Blende-Fotowettbewerb
Das Lichtzeichnen wird während einer Langzeitbelichtung umgesetzt. Zwei Optionen stehen einem offen. Entweder wird das Licht in Richtung der Kamera gehalten und während der Belichtung bewegt, um Formen oder Linien zu erzeugen oder umgekehrt, indem die Kamera in bestimmte Richtungen bewegt wird, um durch die Veränderung der Position der stationären Lichtquellen im Bildausschnitt Linien zu erzeugen. Diese Art der Fotografie braucht Dunkelheit. Light Art Performance Photography ist aber auch bei Tageslicht durch ND-Filter Einsatz möglich. In diesem Fall wird jedoch ein entsprechend helleres Leuchtmittel benötigt.

Fotografieren in der Praxis 10 / 2013

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