Moderne Bildpräsentation - FineArt, Poster, Acrylglas, Alu-Dibond, Gallery, Fototapete…

Moderne Bildpräsentation Bildgalerie betrachten

Fotografien entfalten ihre emotionale Wirkung erst dann, wenn sie aus dem digitalen Umfeld befreit werden. Das Angebot ist weitreichend und jeder kann mit dem umfangreichen Spektrum von FineArt-Papieren, Fotopostern bis hin zu Fotokaschierungen hinter Acrylglas, auf Hartschaumplatten, Alu-Dibond oder auf Leinwand sein heimisches Wohnambiente mit eigenen Aufnahmen zur Kunstgalerie werden lassen. Auch, wenn die Dienstleister und Papierhersteller auf ihren Homepages ihr Angebot zu visualisieren wissen, so kann man die Faszination, die von den unterschiedlichen Medien ausgeht, erst dann ermessen, wenn man sie in Augenschein genommen hat. Auf der photokina 2012, die vom 18. bis 23. September in Köln ihre Tore öffnet, hat man die Möglichkeit, das breitgefächerte Angebot aller namhaften Firmen zu erleben und erhält wertvolle Anregungen für die Bildpräsentation außerhalb der digitalen Welt.

Bildauswahl steht an erster Stelle

Mit der digitalen Fotografie ist die Anzahl an Aufnahmen, die jeder Einzelne innerhalb eines Jahres macht, ins Unermessliche gestiegen. Dies mag auf den ersten Blick die Bildauswahl für die eigene Galerie erschweren. Dem ist aber bei weitem nicht so, denn wer sich mit der Frage auseinandersetzt, welche Aufnahme großformatig die vier Wände schmücken soll, kommt schnell zu dem Schluss, dass nur wenige dafür in Betracht kommen. Hinzu kommt, dass einem meist sowieso schon bestimmte Aufnahmen vorschweben, die einen tagtäglich in voller Größe umgeben sollen. Ein weiterer Punkt ist, dass Galerien und auch Museen vom Wechsel leben – dies kann man zu Hause auch so handhaben. Wurden gleiche Vergrößerungsformate gewählt, dann müssen auch keine neuen Löcher in die Wände gebohrt werden und man hat immer mal wieder eine kleine Abwechslung. Sollte man sich gar nicht entscheiden können, so ist eine Fotocollage eventuell eine Option. Um alle Freiheiten bei der Größe zu haben, sollte immer in der höchstmöglichen Auflösung fotografiert werden.

Gemischtwarenladen nicht ratsam

Unser Tipp lautet, innerhalb eines Raumes oder zumindest an einer Wand einem Verfahren treu zu bleiben, und nicht Fotos auf FineArt-Papier oder beispielsweise Fotoposter mit Fotokaschierungen hinter Acrylglas, auf Hartschaumplatten, Alu-Dibond oder auf Leinwand zu kombinieren. Das Auge kommt nicht zur Ruhe. Zudem erfahren Fotografien, je nach Bildpräsentationsverfahren, eine unterschiedliche Anmutung. Mit der Größe, aber auch mit der Rahmung kann natürlich gespielt werden, was gegebenenfalls auch eine gewisse Eintönigkeit nimmt. Für modern gestylte Räume sind Fotografien auf FineArt-Papieren in tollen Rahmen ebenso prädestiniert wie Fotokaschierungen hinter Acrylglas oder beispielsweise Alu-Dibond. Sie spiegeln eine große Wertigkeit wider und sorgen für zusätzliche Eleganz aber auch Glanz.

Welche Größe darfs denn sein

Nichts ist sozusagen unmöglich, bis hin zur Fototapete – der Klassiker in den 70ger Jahren, jedoch nicht mit eigenen Fotos. Für welche Bildpräsentationsgröße man sich entscheidet, hängt von den Begebenheiten der eigenen vier Wände ab. Hat man einen großen Raum und eine freie Wand von über vier Metern, würde eine einzelne Bildpräsentation von 20 cm x 20 cm verloren wirken. An so eine Wand gehört entweder etwas ganz Großes oder aber zwei bis drei Fotografien, die die Fläche ausnutzen. Wichtig ist, den Betrachtungsabstand im Blick zu haben. Ein langer Flur, der aber nur ein Meter breit ist, lässt keinen Abstand zu einer sehr großformatigen Aufnahme zu. Hier sollte man sich lieber für mehrere kleinere Einzelvergrößerungen entscheiden als für eine große. Interessant könnte auch ein sogenanntes Triptychon – eine dreigeteilte Bildpräsentation – sein, die zum kreativen Spiel durch Teilung oder durch Wiederholung des Motivs einlädt.

Lebensdauer

Zunächst gilt es, die Frage zu klären, was ein Foto ist. Vor der Digitalisierung wäre die Antwort klar ausgefallen: eine Verbindung aus Silber, Farbstoffen, Trägermaterial und Bindemittel. Heute ist ein digital erstelltes Foto im Prinzip zunächst nichts anderes als eine Ansammlung von Pixeln, die befreit gehören. Unendlich viele Optionen stehen dem Anwender offen. Die Liste des technisch Möglichen war noch nie so lang: Silbergelatine Print, Iris Print, Dye Transfer Print, Coupler Print, Chromogenic Coupler Print, Lambda print, Lightjet Print, Archival Pigment Print, Giclée Print und, und, und. Welche Lebensdauer Fotos auf Papier haben, ist von unendlichen vielen Faktoren abhängig, wie zum Beispiel, ob sie direktem Sonnenlicht ausgesetzt sind.

Befreien sollte man sich von der Annahme, dass Fotografien ein unendliches Leben zuteil wird. Aktuelle Verfahren erhöhen die Langlebigkeit von Papierbildern auf bis zu 100 Jahre. Wenn man sich dafür entscheidet, mit Fotografien die eigenen vier Wände zu schmücken, so unterliegen diese einer schleichenden Veränderung.

Erstaunlicherweise werden an Fotoausdrucke höhere Anforderungen gestellt als beispielsweise an Aquarelle oder Ölgemälde. Dies sollte man ablegen, denn warum darf eine Fotografie innerhalb von mehreren Jahrzehnten nicht in Schönheit altern? Und noch ein Punkt: Wer sorgsam mit seinen Negativen, Dias und digitalen Datensätzen umgeht, der hat immer wieder die Möglichkeit der erneuten Ausgabe. Für Fotografen, wie beispielsweise Andreas Gursky und auch Thomas Ruff, ist es ein unausgesprochenes Gesetz, dass Fotoarbeiten ersetzt werden, wenn sie an Qualität durch Alterung verlieren.

Fotografieren in der Praxis 07 / 2012

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