Ostern steht vor der Tür – Urlaubszeit – Fotozeit
Jetzt wird noch mehr fotografiert

Grünes Ei, Sandra Langguth, Blende Bildgalerie betrachten

Grünes Ei, Sandra Langguth, Blende

In Kürze ist es endlich soweit, dann geht es ab in den langersehnten Urlaub – ob in die nähere Umgebung oder aber in die Ferne. Da heißt es Kofferpacken – für manche ein Graus, die es auf die letzte Minute machen, für andere ein Lebenswerk, die schon 14 Tage vorher damit beginnen. Die beste Planung haben natürlich all jene, die sich eine Checkliste machen, damit auch nichts Wichtiges vergessen wird.

Die Kamera gehört natürlich auch zu den Dingen, die auf die Reise mitgenommen werden – zum ungetrübten Fotospaß gehört aber noch mehr, wie beispielsweise das Ladegerät, das sehr gerne vergessen wird. Ohne Strom nichts los und nichts ist ärgerlicher, als wenn man sich am Urlaubsort erst einmal um ein neues Ladegerät kümmern muss. Auch Ersatzakkus gehören in die Fototasche, denn im Urlaub bieten sich einem so viel Motive, dass die Kamera quasi im Dauereinsatz ist. Nichts ist ärgerlicher, als wenn einem dann der Saft ausgeht. Es sollten übrigens niemals unterschiedliche Technologien, Hersteller, Kapazitäten und Ladezustände in einem Gerät zum Einsatz kommen, denn das schwächste Glied in der Kette bestimmt die Gesamtleistung des Gerätes. Um bei Digitalkameras Strom zu sparen, sollten kurze Startmelodien oder der Piep bei jedem Knopfdruck vermieden werden. Übrigens: Akkus haben nur eine begrenzte Lebensdauer. Je älter sie sind und wenn die Kamera sehr intensiv genutzt wurde, so kann damit gerechnet werden, dass der Akku schon nach kurzem Einsatz leer ist.

Zurück aber zur Checkliste. Geht es in ein fernes Land, so darf der Adapter nicht vergessen werden. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, auf die Stromspannung zu achten. Auch, wenn Speicherkarten immer größere Kapazitäten mit sich bringen, so gehören in jedem Fall Ersatzspeicherkarten in die Fototasche. Mit der digitalen Fotografie sind die Verbraucher zu wahren Bildersammlern geworden. Es ist also keine Seltenheit nach 14 Tagen Urlaub mit 6.000 Bildern heimzukehren. Wer mit seiner Kamera gerne Kurzvideos dreht, der sollte noch ein paar mehr Speicherkarten einpacken. Zu beachten ist natürlich, dass die Speicherkarten nicht in der Fototasche „herumfliegen“, sondern in speziellen Hüllen untergebracht sind. Das schützt nicht nur vor Beschädigung, sondern auch vor Verlust.

Wer bereits über ein Tablet verfügt, den muss man sicherlich nicht daran erinnern, es in den Urlaub mitzunehmen. Aber auch hier gilt, ebenso wie bei transportablen Rechnern, das Ladekabel nicht zu vergessen. Der große Vorteil beider Geräte liegt darin, dass man zwischendurch oder am Abend die Bilder sichern und sie wesentlich besser als über ein Kameradisplay beurteilen kann. Sind die Bilder beispielsweise nichts geworden, so fährt man am nächsten Tag einfach wieder hin. Wer keinen Rechner mit in den Urlaub nimmt – was man nur zu gut verstehen kann – der sollte bitte keine Bilddaten voreilig von den Speicherkarten löschen – über das Kameradisplay kann man die Bildqualität nicht wirklich beurteilen. Hat man einen älteren Rechner, der noch nicht über Speicherkartenslots verfügt, so muss natürlich auch ein Lesegerät mit. Hier ist darauf zu achten, dass es mit den verwendeten Speicherkarten kompatibel ist – ältere Lesegeräte erkennen neue Speicherkarten oftmals nicht. Eine Alternative sind natürlich Kabel, über die die Kamera mit dem Rechner verbunden werden kann.

Wurde die Kamera – aus welchen Gründen auch immer – längere Zeit nicht genutzt, so sollte man natürlich vor dem Urlaubsantritt prüfen, ob alles in bester Ordnung ist. Auf die Urlaubsreise gehört auch ein Kamera-Reinigungsset mit, denn mit verschmutzter Optik gelingen in den seltensten Fällen grandiose Aufnahmen. Ja, und für die Bildbeurteilung ist ein sauberes Kameradisplay einfach Gold wert. Wird mit einer Kompaktkamera fotografiert, so findet ein Ministativ bestimmt noch Platz im Reisegepäck. Dieses kann nicht nur bei schlechten Lichtbedingungen wertvolle Dienste leisten sondern, auch dann, wenn beispielsweise mit den Selbstauslöser fotografiert wird oder wenn man kleine Dinge ganz groß herausbringen möchte.

Wesentlich mehr Platz im Urlaubsgepäck für die Fotoausrüstung müssen Besitzer von Spiegelreflex- und kompakten Systemkameras einplanen. Geht es mit dem Auto in den Urlaub, so ist das sicherlich kein Problem, all seine Wechselobjektive und auch ein Dreibeinstativ mitzunehmen. Bei Reisen mit dem Flugzeug oder der Bahn sieht es da schon anders aus. Auf das Teleobjektiv sollte, neben einem Normalobjektiv, in keinem Fall verzichtet werden. Wer die Makrofotografie liebt, der wird natürlich entsprechendes Objektiv einpacken. Denken Sie auch an entsprechende Filter und natürlich auch an den Aufsteckblitz. Möchte man mit diesen Kamerasystemen Videos drehen, so gehören das separate Mikrofon, die LED-Leuchte und die Display-Lupe in jedem Fall eingepackt.

Und nun noch ein letzter Tipp: Wer erst vor kurzem seine Kamera erworben hat oder mit dieser noch nicht so vertraut ist, der sollte auch noch die Bedienungsanleitung einpacken. Im Urlaub hat man alle Zeit der Welt und vor allem die Gelassenheit, sich intensiver mit den Möglichkeiten seiner Kamera auseinanderzusetzen.

Fotografieren in der Praxis 03 / 2012

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