Schulanfang - Ein wichtiger Meilenstein

Schulanfang - Ein wichtiger Meilenstein
Die Spannung wächst von Tag zu Tag. Bald ist es so weit, dann beginnt der Ernst des Lebens, wie Erwachsene oftmals verkünden. Die Rede ist vom Schulanfang, ein Ereignis so wichtig wie die Geburt oder auch die Hochzeit. Die Vorbereitungen laufen für die Eltern auf Hochtouren, wer hat nicht schon die Checkliste vorliegen, was noch so alles gekauft werden muss, für diesen großen Tag. Nicht selten ist man als Elternteil nicht weniger aufgeregt, wie der Sprössling, wenn der Schulanfang ansteht. Eines darf an diesem Tag bestimmt nicht fehlen, und das ist die Kamera.

Wie immer im Leben stehen einem verschiedene Optionen offen. Man kann als Elternteil selbst fotografieren, Freunde fragen, ob sie das übernehmen, oder die Dienstleistung eines Profifotografen in Anspruch nehmen. Als Elternteil befindet man sich sicherlich etwas in der Zwickmühle – man hat Pflichten und ist angespannt, weshalb man eigentlich Freunden das Fotografieren überlassen sollte. Hier sollte man natürlich sicherstellen, dass sie im Umgang mit der Kamera geübt sind und auch den entscheidenden Blick für Szenen haben. Einfach die eigene Kamera am Tag der Einschulung an Freunde weiterzureichen, davon ist in der Regel abzuraten. Man sollte die Kamera sozusagen im Schlaf beherrschen und sich nicht erst mit den einzelnen Menüfunktionen an diesem besonderen Tag vertraut machen müssen. Der Vorteil von fotografierenden Freunden liegt klar auf der Hand. Man kann sich als Elternteil auf sein Kind und die Familie konzentrieren. Greift man selbst zu Kamera, so weiß man zwar, wie man seinen Sprössling und die Familie optimal ablichtet – es entgehen einem aber womöglich viele Momente, da man mit dem Fotografieren beschäftigt ist.

Als Kameras für diesen besonderen Tag bieten sich Kompaktkameras mit einem großen Zoombereich an. Besser noch sind die sogenannten Superzoomkameras, auch als Bridgekameras bezeichnet. Ein Optimum garantieren Kameras mit Wechseloptik. Kommen diese Kameras zum Einsatz, so sollte man sie mit einem leichten Tele – und für die Gruppenaufnahme gegebenenfalls mit einem Weitwinkel – bestücken. Inwieweit ein Aufsteckblitz notwendig ist, hängt von den Lichtverhältnissen ab. Zum Aufhellen ist er jedoch ratsam. Auch an die Sonnenblende sollte man denken und natürlich an Ersatzspeicherkarten sowie geladene Ersatzakkus.

Einzelaufnahmen, Gruppenbilder von der Familie und der gesamten Schulklasse sind die klassischen Motive, die in keinem Fotoalbum fehlen dürfen. Wichtig ist, sich Zeit zu nehmen. Gerade die Einzelaufnahmen und das Familiengruppenbild sollte auf nach der Einschulung verlegt werden. Die erste Aufregung ist dann vorbei und zudem kann in Ruhe und ohne Zeitdruck fotografiert werden. Ein Stativ bietet sich in jedem Fall an, denn spätestens beim Familiengruppenbild möchte der Fotograf eventuell mit aufs Bild. Wichtig ist es, auf den Hintergrund zu achten, der sollte nicht im Mittelpunkt stehen und vom Motiv ablenken. Aber auch auf rechts und links sollte man achten. So macht sich hier beispielsweise eine Mülltonne weniger gut. Auch, wenn Ihr Kind sich lieber dem Inhalt seiner Zuckertüte hingeben möchte, so fotografieren sie es aus den unterschiedlichsten Positionen. Stehend und sitzend beispielsweise, und treten sie in Kommunikation mit ihrem Sprössling. Gehen Sie beim Einzelporträt auf Augenhöhe zu ihrem Kind, das ist ganz wichtig, und fotografieren Sie nicht von oben herab, auch, wenn dies für Sie angenehmer ist. Sofern Ihre Kamera über eine Serienbildfunktion verfügt, nutzen Sie diese, oftmals sind es Nuancen, die über die Wirkung von Fotografien entscheiden.

Auch, wenn man sich selbst oder sich Freunde als begnadete Fotografen verstehen, so sollte man aus unserer Sicht einen Profifotografen aufsuchen und seine Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Sie können sich als Familie voll und ganz auf das Shooting konzentrieren, der Fotograf weiß genau, wie er zu aussagekräftigen Aufnahmen gelangt. Studiolichtanlagen setzen die Personen gekonnt in Szene und da Fotostudios über unterschiedliche Hintergründe verfügen, kann die Bildaussage dadurch verstärkt werden. Zeit sollte man in jedem Fall mitbringen. Viele Profifotografen bieten auch die Dienstleistung an, vor Ort zu fotografieren.

Und nun noch ein letzter Tipp: Als Dank an die Familie und Freunde bieten sich individuell gestaltete Karten vom Schulanfang an, wie sie von den Fotodienstleistern angeboten werden. Und ein individuell gestaltetes Fotobuch von diesem besonderen Tag ist auch Pflicht. Seien wir ehrlich, der Sprössling kann sich an diesen großen Tag Jahre später nur dann erinnern, wenn dieser in Bildern festgehalten wurde, die sozusagen von der Festplatte befreit wurden.

Fotografieren in der Praxis 08 / 2013

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