Schutz der Kameraausrüstung vor winterlichen Temperaturen

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© Fotograf: Christian Welte, Kalt!!, Photoglobus

Fest steht, dass die Kamera ebenso wenig einen Winterschlaf benötigt wie wir Menschen. Leichter Schneefall oder Regen können einer Kamera so schnell nichts anhaben. Wichtig ist es natürlich, die Kamera nach der winterlichen Fototour mit einem fusselfreien Tuch zu trocknen und sie nicht in der Fototasche zu vergessen, denn das könnten einem die Elektronik und die Metallteile übel nehmen. Bei starkem Regen oder Schnee bietet es sich an, die Kamera vor dieser extremen Feuchtigkeit durch ein Unterwassergehäuse zu schützen, mit dem man sonst abtaucht. Viele Fotografen greifen bei Regen oder Schnee zum Regenschirm. Das kann in Akrobatik enden und der große Nachteil ist, dass man nur eine Hand zum Fotografieren frei hat, was die Ausrichtung und Bedienung der Kamera natürlich enorm erschwert. Wird mit einer sogenannten Outdoorkamera fotografiert, so braucht man sich keine großen Gedanken machen, denn diese Aufnahmegeräte sind wasserdicht. Eine Gegenlichtblende bietet guten Schutz für das Objektiv bei leichtem Regen oder Schneefall. Sie sorgt in der Regel dafür, dass kein Tropfen auf das Objektiv fällt und das Foto unscharf macht.

Neben der Feuchtigkeit spielt auch die Kälte im Winter eine Rolle. Linsen können, je nach Minustemperaturen, vereisen, die Ermittlung von Blende und Belichtungszeit wird schwierig, der Fotograf läuft, sofern er sich nicht schützt, Gefahr, sich Erfrierungen zuzuziehen, wenn er die eiskalte Kamera berührt. Handschuhe, die eine Bedienung der Kamera sicherstellen, sind oberstes Gebot und garantieren unbeschwertes Vergnügen. Ein weitverbreiteter Fehler ist, eine warme Ausrüstung aus dem Haus oder Wagen in die klirrende Kälte hinauszunehmen und gleich zu fotografieren. Schneeflocken fallen auf die Kamera, schmelzen und frieren bei extremen Minustemperaturen dann fest. Eine solche Eiskruste lässt sich nur entfernen, wenn man die Kamera wieder ins Warme bringt. Verhindern lässt sich das Problem, wenn man der Kamera die Zeit einräumt, sich langsam abzukühlen. Selbst wenn sich die Kamera niedrigen Außentemperaturen angepasst hat, so kann die Frontlinse bei extremen Minustemperaturen vereisen, wenn Atem darauf fällt. Der Eisbelag lässt sich entfernen, indem die Linse erneut angehaucht wird und die Feuchtigkeit mit einem speziellen Objektivtuch abgewischt wird. Batterien/Akkus werden durch niedrige Temperaturen stärker beansprucht, deshalb sind Ersatzbatterien Pflicht. Diese sollten am besten in der Innentasche aufbewahrt werden, damit sie durch die Körperwärme ihre Leistungsfähigkeit behalten.

Fotografieren in der Praxis 01 / 2013

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