Skibrille mit Kamera

Skibrille mit Kamera von Liquid Image Bildgalerie betrachten

Deutschland versinkt im Schnee, und viele zieht es in ihrer freien Zeit auf die unzähligen Pisten, um dem sportlichen Vergnügen nachzugehen. Dass die Kamera da nicht fehlen darf, steht außer Frage. Gerade sportlich Aktive scheuen sich - meist zu Recht - davor, die Kameraausrüstung während der Abfahrt in Betrieb zu nehmen, da die Geschwindigkeiten es meist auch nicht zulassen, ungefährdet den Auslöser zu betätigen. Wer aber nun seine Abfahrt in eigenen Aufnahmen festhalten möchte, für den ist die Skibrille mit Kamera von Liquid Image (www.liquidimageco.com/products/cameras/335/index.html) eventuell etwas. Diese ist einfach zu bedienen und man hat beide Hände frei, was ja für Skifahrer ebenso wichtig ist wie für Rodler. Von der Bildqualität darf man sicherlich keine Wunder erwarten, denn die Baugröße der Kamera in der Skibrille ist recht kein, was einen kleinen Bildsensor vermuten lässt. Aber auch die Optik in der Kamera ist nicht mit der in beispielsweise Kompaktkameras vergleichbar. Die Auflösung liegt bei 5 Megapixel und die reichen in jedem Fall aus, um die eigene Abfahrt in Fotos zu dokumentieren. Aber man kann nicht nur mit der Skibrille mit Kamera fotografieren, sondern auch Filmen und zwar mit 720 x 480 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde. Wird mit einer Micro SD/SDHC Card von 16 GB gearbeitet, so bietet diese Platz für 2.000 Fotos und zwei Sunden Videos.

Wer mit seiner Kameraausrüstung zu dieser Jahreszeit unterwegs ist, der sollte bedenken, dass Schneeflächen den Belichtungsmesser vielfach in die Irre führen. Schon eine halbe Blendenstufe kann den Unterschied zwischen einem wirkungsvollen Bild und einem, das unterbelichtet und grau oder überbelichtet und ausgebleicht ist, ausmachen. Bei Raureif-Motiven und Schneelandschaften sollten deshalb anderthalb Blenden gegenüber dem Messwert zugelegt werden. Wer sicher gehen will, entscheidet sich für mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Einstellungen.

Auch auf den Weißabgleich ist zu achten. Dieser dient dazu, die Kamera auf die Farbtemperatur des Lichtes am Aufnahmeort zu sensibilisieren. Beim vollautomatischen Abgleich (engl. automatic white balance, AWB) sucht die Kamera nach einer für sie weiß erscheinenden Fläche. Das kann funktionieren, wenn wirklich nahezu weiß in ihrem Blickfeld ist. In Wirklichkeit ermittelt sie jedoch nur die hellste Stelle des Bildes, die naturgemäß im Original nicht unbedingt weiß sein muss. Die Folge davon sind Farbstiche, die nicht immer als künstlerische Verfremdung akzeptiert werden können. Besonders hilfreich sind Weißabgleichsreihen. Kameras im höheren Preissegment verfügen über diese Option. Hier werden vom selben Motiv mehrere Aufnahmen mit verschiedenen Einstellungen für den Weißabgleich vorgenommen.

Weitere Informationen: http://www.liquidimageco.com/
 

Fotografieren in der Praxis 01 / 2010

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