Sonnenauf- und -untergänge - Mehr ist meist besser

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Moritz Maler

Die Sonne zieht ganz gemächlich ihre Bahn über den Himmel - einen ganzen Tag braucht sie, um den Halbkreis vom Osten über das Firmament bis zum Sonnenuntergang im Westen zurück zu legen. Wer die gerade verschwindende Sonne photographieren möchte, der sollte schnell sein, denn die Feuerkugel entrückt oft schneller als gedacht hinter dem Horizont.

Sonnenuntergänge sind beliebte Photomotive und besonders gefragt ist der Moment, wenn die Sonne ins Meer abzutauchen scheint - der Photograph sollte darauf vorbereitet sein. Eine lange Brennweite hilft, die Sonne dominanter ins Bild zu rücken. Ein Stativ ist überaus nützlich, denn es ist nicht gerade angenehm über eine längere Zeit durch das Objektiv in die Sonne zu starren. Wer die Kamera auf einem Stativ montiert, ist entspannter und kann den Augen öfter mal eine Pause gönnen, ohne dabei das Motiv jedes Mal neu suchen zu müssen. Ein Stativ erleichtert zudem bei der horizontalen Ausrichtung - nichts ist ärgerlicher, als wenn das Meer zur Seite ausläuft. Um keinen Moment der Momente zu verpassen, sollte man für ausreichend Platz auf der Speicherkarte oder genügend Filmmaterial sorgen. Kurz bevor die Sonne in das Wasser einzutauchen scheint, ist weder für den Speicherkarten- noch für den Filmwechsel Zeit. Wenn die Wolken stimmen, das Licht perfekt erscheint, ist gut beraten, wer nicht an Bildern spart. Die Serienbildfunktion kann dabei wertvolle dienste leisten - gerade in den letzten kritischen Sekunden.

Viele Kameras bieten außerdem die Einstellung, bei jedem Auslösen mehrere Bilder mit verschiedenen Belichtungen zu machen. Gerade wenn wenig Zeit für Korrekturen bleibt, können diese Belichtungsreihen helfen, in Verbindung mit der Serienbildfunktion eine ganze Reihe von Aufnahmen in kurzer Zeit zu machen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das perfekt belichtete Photo darunter ist, steigt mit jedem Klick. Allerdings ist die korrekte Belichtung eines Sonnenuntergangs kein Hexenwerk. Als Anhaltspunkt kann in jedem Fall eine über die gesamte Bildfläche ermittelte Belichtung dienen. Keinesfalls sollte eine Spotmessung auf die Sonne gemacht werden. Bei letzterem wird auf dem Bild kaum ein Sonnenuntergang mit roten Farben erscheinen als vielmehr eine durchschnittlich belichtete Sonne inmitten einer viel zu dunklen Umgebung.
 

Fotografieren in der Praxis 09 / 2008

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