Tierfotografie - Katzen vor der Kamera

Gizmo, Monika Guthy Bildgalerie betrachten Gizmo, Monika Guthy

Schaut man in soziale Netzwerke, so stellt man schnell fest, dass Aufnahmen, auf denen Katzen zu sehen sind, leidenschaftlich gern geteilt und kommentiert werden. Seit über 9.500 Jahren wird die Katze von Menschen als Haustier gehalten – die Vielfalt von den sogenannten Rassekatzen bis hin zum Stubentiger ist beeindruckend und so verwundert es nicht, dass kein Bild dem anderen gleicht. Es ist die Eigenwilligkeit, Neugierde aber auch die Eleganz, Abenteuerlust und der Spieltrieb, den Katzenliebhaber so schätzen und warum sie immer und immer wieder zur Kamera greifen. Das A und O für überzeugende Aufnahmen ist, dass man die Verhaltensweisen seiner Katze kennt und diese augenfällig in Szene zu setzen weiß. Nicht jede Aufnahme wird ein Volltreffer – in der Fotografie heißt es oftmals, sich an den Erfolg Schritt für Schritt heranzutasten. Das Spiel mit der Perspektive gehört genauso dazu, wie sich auf gleiche Augenhöhe mit der Katze zu begeben.

Katzen haben in den eigenen vier Wänden aber auch draußen ihre Lieblingsplätze und das kann sich der Fotograf zunutze machen. Für überzeugende Aufnahmen ist es wichtig, auf die Lichtverhältnisse zu achten, seien es künstliche, natürliche oder die Kombination aus beiden. Neben der Helligkeit ist die Richtung des Lichtes entscheidend für die Bildwirkung. Nur, wenn der Lichteinfall optimal ist, behält das Fell zum Beispiel seine Zeichnung. Kommt der Blitz zum Einsatz, so sollte der Fotograf die Reaktion der Katze im Blick haben. Manchen Stubentigern macht der Blitz nichts aus, andere erschrecken und stehen als Fotomotiv erst einmal nicht zur Verfügung, weswegen dann eine dauerhafte Lichtquelle die bessere Wahl darstellt.

Im Fokus muss der Fotograf bei Katzenporträts die Augen haben – diese müssen scharf und leuchtend abgebildet werden. Bis auf wenige Ausnahmen haben Katzen flache Gesichter, das heißt der Abstand zwischen Augen und Nasenspitze ist nicht sehr groß, wodurch sich die benötigte Schärfentiefe verringert. Dies kommt der Fotografie in geschlossenen Räumen entgegen. Unter schwächeren Lichtbedingungen kann mit weiter geöffneter Blende fotografiert werden. Hat man einen besonders agilen Stubentiger vor der Linse, der sich nur schwer porträtieren lässt, so sollte man zum Fotografieren die Zeit kurz vor dem Einschlafen oder kurz nach dem Aufwachen für das Fotoshooting wählen.

Fotografieren in der Praxis 10 / 2012

1 Kommentare

Der Kater auf dem Foto in der Mitte heißt „Sima“! :-)

Andreas Simon

von Andreas Simon
17. November 2012, 19:41:55 Uhr

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