Urlaubscheckliste – Ich packe meine Fototasche

Es mag abgedroschen klingen aber Urlaubszeit ist Fotozeit. Hier erlebt man nicht nur Neues, sondern man hat jenseits des Alltagsstress nun auch endlich die nötige Zeit für die Fotografie sowie die mentale Aufgeschlossenheit seinen Motiven gegenüber. Gute Laune sowie Entspannung, und davon hat man im Urlaub bekanntlich bevorzugt im Überfluss, sind ebenso wichtige Zutaten für den Fotospass wie eine gut gepackte Fototasche, die auf der Fototour keine Wünsche offen lässt. Eine Checkliste hilft, nichts zu vergessen und gegebenenfalls fehlendes Fotoequipment noch vor der Reise anzuschaffen.

Urlaubscheckliste – Ich packe meine Fototasche

Untersuchungen zeigen, dass die Kamera im Urlaub das bevorzugte Aufnahmegerät ist. Hat man seine Kamera längere Zeit vor Urlaubsantritt nicht genutzt, so sollte man im Vorfeld einen kurzen Funktionscheck machen. Wurde die Kamera erst kurz vor Urlaubsantritt erworben und ist man mit dieser noch nicht so vertraut, so sollte man die Bedienungsanleitung einpacken. Im Urlaub hat man alle Zeit der Welt und vor allem die Gelassenheit, sich intensiver mit den Möglichkeiten seiner Kamera auseinanderzusetzen und diese auch gleich auszuprobieren.

Ohne Strom nichts los lautet die Erkenntnis, wenn das Ladegerät zu Hause vergessen wurde. Nichts ist hier ärgerlicher, wenn man sich am Urlaubsort erst einmal um ein neues Ladegerät kümmern muss. Auch Ersatzakkus gehören in die Fototasche, denn im Urlaub bieten sich einem so viel Motive, das die Kamera quasi im Dauereinsatz ist. Hinzu kommen auch Kamerafeatures wie Zeitraffer, die entsprechende Energiereserven benötigen. Nichts ist also ärgerlicher, als wenn einem der Saft ausgeht. Es sollten übrigens niemals unterschiedliche Technologien, Hersteller, Kapazitäten und Ladezustände in einem Gerät zum Einsatz kommen, denn das schwächste Glied in der Kette bestimmt die Gesamtleistung des Gerätes. Um bei Digitalkameras Strom zu sparen, sollten kurze Startmelodien oder der Piep bei jedem Knopfdruck vermieden werden. Übrigens: Akkus haben nur eine begrenzte Lebensdauer. Je älter sie sind und wenn die Kamera sehr intensiv genutzt wurde, so kann damit gerechnet werden, dass der Akku schon nach kurzem Einsatz leer ist.

Geht es in ein fernes Land, so darf der Steckdosen-Adapter nicht vergessen werden. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, auf die Stromspannung zu achten. Auch, wenn Speicherkarten immer größere Kapazitäten mit sich bringen, so gehören in jedem Fall Ersatzspeicherkarten in die Fototasche. Mit der digitalen Fotografie sind die Verbraucher zu wahren Bildersammlern geworden. Es ist also keine Seltenheit nach 14 Tagen Urlaub mit 6.000 Bildern heimzukehren. Wer mit seiner Kamera gerne Kurzvideos dreht, der sollte noch ein paar mehr Speicherkarten einpacken. Zu beachten ist natürlich, dass die Speicherkarten nicht in der Fototasche „herumfliegen“, sondern in speziellen Hüllen untergebracht sind. Das schützt nicht nur vor Beschädigung, sondern auch vor Verlust.

Wer über ein Tablet verfügt, den muss man sicherlich nicht daran erinnern, es in den Urlaub mitzunehmen. Aber auch hier gilt, ebenso wie bei transportablen Rechnern, das Ladekabel nicht zu vergessen. Der große Vorteil beider Geräte liegt darin, dass man zwischendurch oder am Abend die Bilder sichern und sie wesentlich besser als über ein Kameradisplay beurteilen kann. Sind die Bilder beispielsweise nichts geworden, so fährt man am nächsten Tag einfach wieder zu dem Ort.

Einen Rechner mit in den Urlaub zunehmen ist allein schon deshalb ratsam, um seine Bilddaten zu sichern. Welche Optionen der Bilddatensicherung man für sich nutzt hängt von den persönlichen Vorlieben, aber auch von den Begebenheiten sowie vom Equipment ab. Hat man einen Rechner, der nicht über Speicherkartenslots verfügt, so muss natürlich ein passendes Kartenlesegerät mit. Hier ist darauf zu achten, dass es mit den verwendeten Speicherkarten kompatibel ist – ältere Lesegeräte erkennen neue Speicherkarten oftmals nicht. Eine Alternative sind natürlich Kabel, über die die Kamera mit dem Rechner verbunden werden kann. Ist man schon im Besitz einer Kamera die kabellos mit anderen Geräten wie dem Rechner, in Verbindung treten kann, so ist darüber auch der Bilddatentransfer möglich. In der Regel dauert dieser jedoch länger als über Kabel. Welchen Weg der Bilddatensicherung man einschlägt hängt natürlich von den Bedingungen ab. Ist man beispielsweise sozusagen „Verbindungslos“ so wird man seine Bilder nicht in der Cloud ablegen können sondern nur auf einer externen Festplatte sowie der eingebauten. Oftmals werden Bild- und Videodaten zu schnell und unbedacht von Speicherkarten gelöscht. Nach jeder Übertragung von Bildern und Videos ist darauf zu achten, dass sich wirklich alle Daten auf dem neuen Speichermedium befinden bevor sie von der Speicherkarte gelöscht werden.

Auf die Urlaubsreise gehört auch ein Kamera-Reinigungsset mit, denn mit verschmutzter Optik gelingen in den seltensten Fällen grandiose Aufnahmen. Für die Bildbeurteilung während und unmittelbar nach der Aufnahme ist ein sauberes Kameradisplay Gold wert. Hierfür gibt es spezielle Reinigungstücher oder alternativ spezielle Displayfolie.

Wird mit einer Kompaktkamera fotografiert, so findet ein Ministativ bestimmt noch Platz im Reisegepäck. Dieses kann nicht nur bei schlechten Lichtbedingungen wertvolle Dienste leisten, sondern auch dann, wenn beispielsweise mit den Selbstauslöser fotografiert wird oder wenn man kleine Dinge ganz groß herausbringen möchte.

Wesentlich mehr Platz im Urlaubsgepäck für die Fotoausrüstung müssen Besitzer von Spiegelreflex- und kompakten Systemkameras einplanen. Geht es mit dem Auto in den Urlaub, so ist das sicherlich kein Problem, all seine Wechselobjektive und auch ein Dreibeinstativ mitzunehmen. Bei Reisen mit dem Flugzeug oder der Bahn sieht es da schon anders aus. Auf das Teleobjektiv sollte, neben einem Normalobjektiv, in keinem Fall verzichtet werden. Wer die Makrofotografie liebt, der wird natürlich entsprechendes Objektiv einpacken. Denken Sie auch an entsprechende Filter und natürlich auch an den Aufsteckblitz. Möchte man mit diesen Kamerasystemen Videos drehen, so gehören das separate Mikrofon, die LED-Leuchte und die Display-Lupe in jedem Fall eingepackt.

Fotografieren in der Praxis 04 / 2017

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