Urlaubsfotos - Foto-Checklisten für Flug und Autoreisen sowie Schiffstouren

© Fotograf: Samantha Kemmler, Grenzenlose Freiheit, Blende-Fotowettbewerb 
29.03.2014, Sicht auf Grönland während eines Transatlantikfluges nach New York City. Bildgalerie betrachten Grenzenlose Freiheit
29.03.2014, Sicht auf Grönland während eines Transatlantikfluges nach New York City.

Fotografieren gehört zum Urlaub wie das Reisegepäck. Um aus fotografischer Sicht für den Urlaub bestens gerüstet zu sein, ist es ratsam, sich damit vor Reisebeginn zumindest in groben Zügen auseinanderzusetzen. Diese paar Minuten sind bestens investiert und man erspart sich vielfach ärgerliche Erkenntnisse, über mögliche eigene Versäumnisse. Was man an Fotoequipment mit auf die Reise nimmt hängt vom Reisegebiet und den persönlichen fotografischen Schwerpunkten ab. Wichtig bei jeder Reise – ob nun mit dem Auto, Flugzeug oder Schiff – ist an Ersatzakkus und –*Speicherkarten* ebenso zu denken wie an Kamera- sowie Ladekabel und gegebenenfalls einem Adapter (bitte auf die Stromspannung achten). Das Fotoequipment gehört in eine Fototasche beziehungsweise einen Fotorucksack. Nur hier ist die Ausrüstung perfekt geschützt vor Staub, Feuchtigkeit und Stößen. Vor der Reise sollte man den Tragekomfort noch einmal unter die Lupe nehmen und beispielsweise Prüfen ob der Reißverschluss noch funktioniert. Das Innere einer Fototasche oder eines Fotorucksacks ist in regelmäßigen Abständen einer Reinigung zu unterziehen. Am Abend im Hotel, der Ferienwohnung oder beispielsweise der Schiffskabine angekommen, sollte die Fototasche geöffnet werden, damit mögliche Feuchtigkeit im Inneren über Nacht ausdunsten kann.

Checkliste: Flugreisen

  • Das Fotoequipment gehört bei Flugreisen ins Handgepäck. Sollte es aus Gewichtsgründen im Koffer aufgegeben werden, so ist im Vorfeld zu klären, wie der finanzielle Schadensersatz bei Verlust ist. Verfügt man über eine Kameraversicherung so sollte man die Versicherung kontaktieren.
  • Soll das Fotoequipment in der Fototasche beziehungsweise im -rucksack mit an Bord, so sind im Vorfeld die Maße und das Gewicht abzuklären, die nicht überschritten werden dürfen.
  • Bei umfangreicher sowie hochwertiger und recht neuer Fotoausrüstung sollte man die Kaufbelege – aus denen hervorgeht, dass man bereits vor Reiseantritt der Besitzer war – in Kopie mitnehmen.
  • Sollte man im Urlaub neues Fotoequipment erwerben, so muss man bei der Rückreise die Freigrenze im Fokus haben, ansonsten kann es bei Nichtangabe und Kontrolle zu Problemen mit dem Zoll kommen.
  • Fotoequipment sollte bestmöglich in dem Land erworben werden in dem man lebt. Hier sind die Garantieleistungen klar geregelt und zudem kann die Konversation in der Muttersprache erfolgen.
  • Fotografiert man aus den Flugzeugfenster, so sollte das Objektiv auf das Flugzeugfenster aufgesetzt werden, um Spiegelungen zu vermeiden. Aber Achtung: Weil es zu Beschädigungen kommen kann sollte das Objektivglas nicht die Oberfläche des Flugzeugfenster berühren.
  • Beim Fotografieren an Bord sind die Persönlichkeitsrechte und die Rechte am eigenen Bild zu wahren. Aktuell festzustellen ist, dass Flugreisende leidenschaftlich gern ihre Kameras sowie Handy hervorholen und die Passagiere fotografieren was das Zeug hält. Dabei überschreiten sie auf dem Weg zur herausstechenden Personenaufnahme wichtige einzuhaltende Grenzen.

Checkliste Autoreise

  • Das Fotoequipment gehört zum Transport in eine spezielle Fototasche oder Fotorucksack – Immer wieder ist nämlich zu beobachten, dass beispielsweise die Kamera ungeschützt auf dem Rücksitz oder sogar auf dem Armaturenbrett abgelegt wird. Bei einer Vollbremsung kann es passieren, dass die Kamera durch den Wagen fliegt. Auch wenn die Sturzhöhe nicht groß ist, so kann diese für einen Defekt ausreichen.
  • Macht man eine Rast oder Entfernt sich aus anderen Gründen vom Fahrzeug, so gehört die Fototasche als Diebstahlschutz in den nicht einsehbaren Kofferraum oder mitgenommen.
  • Die Temperaturunterschiede können zwischen Autoinnerem und –äußerem mitunter extrem sein, so dass Kamera und Optik beschlagen können. Man sollte dem Kameraequipment Zeit geben, sich zu akklimatisieren. Feuchtigkeit auf der Optik sollte nur mit speziellen Objektivtüchern entfernt werden, die das Objektivglas nicht zerkratzen. In keinem Fall dürfen Papiertaschentücher mit ihren kleinen Holzpartikeln oder das getragene T-Shirt mit einem Rest an Waschmittel zum Einsatz kommen. Für die Kamera bietet sich zum Trocknen ein fusselfreies Mikrofasertuch an.
  • Kamera und Smartphone gehören auf gar keinen Fall auf das Armaturenbrett – erst recht dann nicht, wenn die Sonne scheint und man das Fahrzeug verlässt. Die Temperaturen im Sommer können hier nämlich schnell 60 Grad und mehr erreichen und das ist für kein technisches Gerät gut.
  • Ist man mit seinem Auto am Sandstrand unterwegs und steht ein Objektivwechsel an, so bietet sich das im geschlossenen Innere des Fahrzeugs an, weil somit kein Sand und auch keine salzhaltige feuchte Luft in das Innere der Kamera gelangen kkönnen.

Checkliste Schiffstour

  • Je nach Wetterlage kann es bei Kreuzfahrten etc. recht rau zugehen und damit ist auch ein hohes Maß an Feuchtigkeit verbunden. Genauso wie man sich als Mensch vor Wind und Wetter schützt, so gilt es, auch seine Kameraausrüstung zu schützen, sie zu pflegen und das nicht erst am Ende der Kreuzfahrtrundreise.
  • Auf der sicheren Seite ist man, wenn man seine Kamera vor Salzwasser und der salzhaltigen Luft mit einem Unterwassergehäuse schützt.
  • Je nach Schiff lauert die Gefahr von Feuchtigkeit nicht nur über, sondern auch unter Deck. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit auf See können sich im schlimmsten Fall Schimmel und Pilze speziell auf das Objektivglas setzen. Es gilt, seine Fotoausrüstung häufig zu nutzen und sie frischer Luft und auch Sonnenlicht auszusetzen. In die Fototasche und oder das luftdichte Behältnis gehört Silikagel. Wenn Silikagel trocken ist, dann ist es von tiefblauer Farbe. Hat es der Umgebung Feuchtigkeit entzogen, so verfärbt es sich rosa und wird wirkungslos. Der Vorgang ist umkehrbar. Wer sich längere Zeit an Bord eines Schiffes aufhält, der sollte in regelmäßigen Abständen die Fotoausrüstung direktem Sonnenlicht aussetzen, denn UV-Licht tötet zuverlässig aufkeimenden Schimmel und Pilze ab.
  • An Bord bleibt es also nicht aus, dass sich Wasser auf der Kamera und der Optik niederschlägt. Wichtig ist es, die Feuchtigkeit mit einem weichen Tuch oberflächlich zu entfernen, bevor die Kamera in der Fototasche verstaut wird. Wird nicht mehr fotografiert so empfehlt sich, die Fotoausrüstung aus der Fototasche oder dem Fotorucksack zu nehmen und in der Kabine an einem warmen Ort, zum Beispiel in der Nähe eines Heizkörpers, trocknen zu lassen.
  • Steht bei einer Kamera für Wechseloptik ein Objektivwechsel an, so sollte dieser unter Deck erfolgen da dies die Wahrscheinlichkeit verringert, dass Feuchtigkeit (salzhaltige) in das Innere der Kamera gelangt.
  • Die Motivpalette auf Kreuzfahrtschiffen und den Landgängen ist gigantisch. Damit man für alles bestens gewappnet ist, bietet sich eine Superzoomkamera oder eine Kamera für Wechseloptik und die Mitnahme eines Normal-, Weitwinkel-, Makro und wenigstens leichten Teleobjektivs an. Ein Stativ darf auch nicht fehlen – dies sollte so konstruiert sein, um die Erschütterungen an Bord gut abzufedern. Ein Reinigungsset gehört in jedem Fall in die Fototasche. Das Objektivfrontglas kann durch UV-Filter vor der Salzhaltigen Luft geschützt werden.

„Blende“ – Der Fotowettbewerb für Fotobegeisterte jeden Alters

„Blende“, ist der Wettbewerb für Fotobegeisterte aller Altersgruppen. Seit Jahrzehnten ist „Blende“ ein Trendbarometer für den Stand der Fotografie und damit ein wichtiges Zeitdokument. Die jährliche Gemeinschaftsaktion von Tageszeitungen und der Prophoto GmbH begeistert Teilnehmer, Veranstalter und Bildgenießer gleichermaßen.

„Blende“ bietet allen Amateurfotografen ein Forum und die große Chance, ihre Schaffenskraft zum Besten zu geben. Dazu gehört auch, mit Gleichgesinnten zu den thematischen Vorgaben in den Wettstreit zu treten. Dabei wachsen die Teilnehmer über sich hinaus und geben Zeugnis über ihr kreatives fotografisches Potential. Ihre Bilder sind allesamt fotografisch konservierte Augeneindrücke, die durch ihre Teilnahme an „Blende“ zudem den Raum der privaten Betrachtung verlassen und den öffentlichen Schauplatz betreten. Nur die Präsentation der „Blende“-Bildeinsendungen in den Galerien auf unserer Homepage erscheint uns ausbaubar. Deshalb zeigen wir – vielfach mit Unterstützung der „Blende“-Fotografen – auf, was notwendig ist, um zu so sehenswerten Aufnahmen, wie hier veröffentlicht, zu gelangen. Damit soll nicht zum Kopieren inspiriert werden, sondern motiviert werden zum eigenen Spiel mit Zeit und Blende. Übrigens: Der Stratschuss zu „Blende 2017“ ist inzwischen gefallen. Weitere Informationen: https://www.prophoto-online.de/fotowettbewerb-blende/blende-2017-startschuss-zur-43-runde-gefallen-10010700

Fotografieren in der Praxis 07 / 2017

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