Action- und Sportfotos - Welches Fotoequipment wird benötigt?

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Die Action- und somit Sportfotografie ist längst nicht mehr nur eine Domäne der Profifotografen. Immer mehr Fotobegeisterte stellen sich diesem fotografischen Themengebiet auch deshalb, weil es heute in ihrer Preisklasse Aufnahmegeräte gibt, die sie in ihrem Anliegen unterstützen und Aufnahmen in Profiqualitäten liefern. Gerade in der Action-/Sportfotografie ist das Aufnahmeequipment essenziell, das ebenso Höchstleistungen vollbringen muss, wie man selbst als Fotograf.

Aktuelle Aufnahmegeräte in den Bereichen der kompakten System- und Spiegelreflexkameras haben Qualitäten, mit denen man in der Action-/Sportfotografie bestens bestehen kann. Der Kameraindustrie sagt man zwar immer wieder gern einen Mangel an Innovationen nach – betrachtet man jedoch allein die für die Action-/Sportfotografie relevanten Punkte, dann sieht man schnell das dem nicht so ist und das es in den letzten zwei bis drei Jahren tolle Weiterentwicklungen gegeben hat. Aktuelle Kameras sind wahre Geschwindigkeitsweltmeister und warten dementsprechend mit einer schnellen Serienbildfunktion auf, von der man in der Action-/Sportfotografie nachhaltig profitiert. Aktuelle Vollformatkameras liefern bis zu 14 Bilder in der Sekunde – bis vor kurzem galten noch 4 Bilder in der Sekunde als schnell. Kommt der Autofokus zum Einsatz dann kann sich die Anzahl auf etwa 11 Bilder pro Sekunde reduzieren – damit liegt die Anzahl an möglichen Aufnahmen in der Sekunde aber immer noch deutlich über der von älteren Kameras. Der schnelle sowie präzise Autofokus mit einer großen Zahl und Auswahl an Messfeldern, sowie der Nachführmodus erhöhen klar die Wahrscheinlichkeit auf den sportlichen Volltreffer.

Betrachtet man die neu auf den Markt gebrachten Kameras, so verfügen immer mehr Modelle über das Feature 4K. Die Meinungen gegenüber 4K gehen unter Fotografen mitunter noch auseinander und dementsprechend groß sind die geführten Diskussionen. Gerade bezüglich der Action- und Sportfotografie, wo es noch mehr um den Moment der Momente geht, liefert 4K einen deutlichen Mehrwert. Aus diesen lassen sich printfähige Standbilder mit Leichtigkeit extrahieren.

Multi-Shot-Technologie ist ein weiteres aktuelles Feature von dem Action-/Sportfotografen partizipieren. Das Prinzip, das diesen „Klick in die Vergangenheit“ ermöglicht, basiert auf einer hochintelligenten und dennoch einfach zu nutzenden Technik. Sobald die Kamera und diese Funktion aktiviert werden, nimmt die Kamera das Geschehen in ihrem Blickfeld kontinuierlich auf und verwirft alle Aufnahmen wieder, die über einen bestimmten Zeitraum zurückliegen. Glaubt der Fotograf, nun sei der entscheidende Augenblick für sein Foto gekommen, drückt er wie immer schon den Auslöser. Nur speichert in diesem Fall die Kamera nicht nur die Belichtung im Augenblick der Auslösung, sondern auch eine bestimmte Anzahl von Aufnahmen davor und danach. Nach der Aufnahme kann der Fotograf alle Fotos schnell auf einem „Slider“ – wie er es auch schon von seinem Smartphone her kennt – sichten, um die seiner Meinung nach perfekten Bilder des entscheidenden Augenblicks endgültig zu speichern. So ist sichergestellt, dass keiner der magischen Momente verlorengeht, weil der Fotograf nicht schnell genug geschaut und reagiert hat.

Welche Objektive man in der Action-/Sportfotografie einsetzt hängt natürlich vom sportlichen Sujet, aber auch von der zu überbrückenden Distanz zu den Akteuren ab. Ein breites Spektrum deckt man mit Zoomobjektiven mit Brennweitenbereichen von 14mm-24mm, 24mm-70mm und 70mm-200mm ab. Sind größere Distanzen zu überwinden dann muss man auf Teleobjektive mit bis zu 600mm zurückgreifen. Lichtstarke Objektive spielen ihre besonderen Qualitäten in der Sportfotografie merklich aus, denn nicht immer sind die Lichtbedingungen für kürzeste Verschlusszeiten optimal. Gerade für all jene, die ihren Schwerpunkt in der Aktion-/Sportfotografie sehen, lohnt die Investition in die preislich höher angesiedelten lichtstarken Objektive.

Schaut man sich auf Portalen mit Action-/Sportfotos um, so steigt das Repertoire an Objektiven (Weitwinkelobjektiv, FishEye-Objektiv, TiltShift-Objektiv) die zum Einsatz kommen. Grund dafür ist, dass Fotografen verstärkt vollständige Geschichten erzählen möchten. Dazu ist es notwendig, nicht nur den Sportler im Ganzen und in voller Aktion abzulichten, sondern beispielsweise ihn im Porträt ebenso zu zeigen, wie eine Detailaufnahme von seinem Sportgerät bis hin zu bildlichen Informationen zur Wettkampflocation.

Natürlich muss man abwägen, was man an Fotoequipment alles einpackt. Jedes unnötige Teil mehr summiert sich dann mitunter zu einem stattlichen Gewicht. Verstaut werden sollte das Fotoequipment in einer Fototasche, beziehungsweise einem Fotorucksack. Am falschen Ende sollte man hier nicht sparen. Je schwergewichtiger das Fotoequipment ist, desto mehr ist das Augenmerk auf eine gute Polsterung zu legen, damit die Schultern beim längeren Tragen nicht schmerzen. Gerade wenn man im Freien unterwegs ist, kann einen immer mal ein Regenguss überraschen. Für diesen Fall sind Fototaschen-/-rucksäcke ratsam, die einen separaten Regenschutz mit einer entsprechenden Hülle bieten. So bleibt das Fotoequipment in jedem Fall trocken. Irgendwann werden Fototasche/-rucksack auch mal auf dem Boden abgestellt – hier ist es praktisch, wenn der Boden aus einem Material besteht, dass Feuchtigkeitsabweisend ist und das man auch feucht abwischen kann, wenn es schmutzig ist. Eine gute Innenaufteilung hilft, Ordnung zu halten. Nützlich ist ein separates Fach für Speicherkarten.

Neben Ersatzakkus gehören natürlich auch Ersatzspeicherkarten in die Fototasche. Guter Rat ist hier nicht teuer, sondern entscheidet darüber, ob die Stärken der Kamera ausgespielt werden können. Wenn man bei Speicherkarten am falschen Ende spart und sich aus Kostengründen für eine geringere Geschwindigkeit entscheidet als das Highspeedaufnahmegerät liefert, so wird die Speicherkarte die Geschwindigkeit bestimmen, in der die Aufnahmen auf ihr abgelegt werden.

Fotografieren in der Praxis 05 / 2016

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