Erinnerungen für die Ewigkeit

Lachender-Esel Bildgalerie betrachten

Blende ,“Lachender-Esel”
Anja Lüer

Wer erinnert sich nicht gerne daran, wie er mit Eltern und Großeltern die Alben durchgeblättert hat, in denen die Geschichte der Familie in Bildern verewigt ist. Trotz digitaler Techniken und der vielen Möglichkeiten, die heute geboten werden, Photos zu zeigen und auszutauschen, - sei es auf dem Computermonitor, auf dem Fernsehschirm oder unmittelbar nach der Aufnahme auf dem Display der Digitalkamera - hat das Papierbild nach wie vor seinen unschätzbaren Wert.

So wie man sich heute der schnellen Information im Internet bedient und trotzdem nach wie vor Zeitschriften und Bücher liest, so hat auch das gedruckte Bild seinen nicht wegzudenkenden Platz unter den Möglichkeiten, Photos zu betrachten und zu genießen. Photoabzüge finden nicht nur ihren Weg in das Album, sie zieren gerahmt Schreibtische und Wohnungswände oder begleiten uns in der Brieftasche überall hin.

Der große Vorteil des ausgedruckten Photos ist die unkomplizierte und dauerhafte Verfügbarkeit. Wer heute digital photographiert, mußte meist schon leidvoll erfahren, daß die Archivierung der Daten noch mehr Ordnungssinn verlangt, als man es von den Papierbildern gewohnt ist. Ein Schuhkarton ist geradezu ein übersichtlicher und sicherer Aufbewahrungsplatz, vergleicht man ihn mit dem Datendschungel, in dem digitale Bilder oft verschwinden.

Um Papierbilder von seinen Aufnahmen zu bekommen, stehen dem Photographen verschiedene Wege offen. Ob Photogeschäft, Drogeriemarkt, Minilab, Bildbestellterminals, das Internet oder der eigene Drucker - alle Optionen haben ihre Vorteile und bei allen kann man seine Prints, sowohl von der Digitaldatei als auch vom Film, bekommen.

Jeder kennt den bekannten Weg, Bilder zu bestellen, in dem man seinen Film, die Speicherkarte oder die gebrannte Photo-CD im Photogeschäft, Drogeriemarkt oder Minilab abgibt. Der Unterschied besteht hauptsächlich im Preisniveau, der Lieferungsdauer, der Angebotsvielfalt und dem persönlichen Service. Mit der Speicherkarte oder der gebrannten Photo-CD kann man zusätzlich auch an den Terminals, die es in Photogeschäften, Kaufhäusern oder Drogeriemärkten gibt, seine Bildbestellung aufgeben. Sie bieten meist auch die Möglichkeit, noch kleinere Bildbearbeitungsschritte, wie das Entfernen roter Augen oder das Bestimmen des Bildausschnitts, vorzunehmen.

Wer seine Aufnahmen besonders schnell als Ausdruck in den Händen halten und vielleicht noch gerne ein bißchen experimentieren möchte, der kann seine Daten auch auf dem Homeprinter ausdrucken. Diese gibt es in einer Vielzahl unterschiedlichster Ausführungen und für verschiedene Printformate. Sogar für unterwegs werden mobile Photodrucker angeboten, die in jedes Gepäck passen.

Wer über einen Computer und eine Webverbindung verfügt, der kann seine Bilder auch bei einem der zahlreichen Internet Photoservices bestellen. In wenigen Tagen bekommt man dann seine fertigen Papierbilder nach Hause gesandt oder kann sie bei einem Photohändler seiner Wahl abholen.

Fazit: Papierbilder zum Anfassen kommen nicht aus der Mode. Wer seine Lieblingsphotos auch für die Zukunft bewahren will und immer wieder Freude an ihnen haben möchte, für den ist nach wie vor der Abzug auf Papier die beste Wahl.

Übrigens: In einer amerikanischen Umfrage, was man aus seinem Heim bei einem Brand retten würde, wurde mit am häufigsten das Photoalbum genannt. Photos sind als Erinnerung unwiederbringlich und bedeuten den meisten Menschen mehr als manch anderes Hab und Gut.
 

Fotografieren in der Praxis 11 / 2004

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