Babybauch-Fotoshooting - individuell in Szene gesetzt

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Ein neuer Erdenbürger ist ein kleines Wunder. Da ist es nur selbstverständlich, dass die werdenden Eltern seine Entwicklung von Anfang an in Bildern festhalten wollen. Von Anfang an heißt aber für viele nicht mit der Geburt, sondern bereits in der Schwangerschaft. Ein Foto des Babybauchs oder gar eine ganze Fotoreihe, die dessen Entwicklung zeigt, ist neben den Ultraschallbildern eine schöne Erinnerung für die Eltern und eine aufregende Dokumentation für das Kind. Für begeisternde Bilder hilft es bei diesen besonderen Fotoshootings, sich einige Gedanken im Vorfeld zu machen.

1. Wann ist es soweit?

Wenn nicht gerade über die gesamte Schwangerschaft hinweg – zum Beispiel im Abstand von 4 Wochen – Fotos gemacht werden, ist der Zeitpunkt für das Shooting besonders wichtig. Der Bauch soll natürlich schon deutlich zu sehen sein. In den letzten Wochen leiden viele Schwangere aber vermehrt unter Dehnungsstreifen sowie Wassereinlagerungen und fühlen sich gleichzeitig nicht mehr so fit. Empfehlenswert ist deshalb, die Fotos ca. im 7. bis 8. Monat zu machen. Davon abgesehen hängt der richtige Zeitpunkt aber stark vom Zustand jeder einzelnen Frau ab.

2. Vertrauen zum Fotografen

Das Fotografieren des Schwangerschaftsbauchs kann eine sehr intime Situation sein. Umso wichtiger ist es, dass sich die zukünftige Mama wohlfühlt und Vertrauen zum Fotografen hat. Dazu ist es häufig besonders vorteilhaft, wenn es sich um eine Person handelt, die selbst schon ein Kind hat und von eigenen Erfahrungen mit der Schwangerschaft berichten kann. Wer aber schon häufiger Schwangere fotografiert hat, weiß auch so genug Anekdoten zu berichten, um die Stimmung aufzulockern, und hat ein Gespür dafür, in welcher Position etc. das Fotomodel sich wohlfühlt.

3. Der Dresscode

Außerdem muss die Schwangere auf dem Bild natürlich auch nicht zwangsweise nackt zu sehen sein. Hier stehen die persönlichen Vorlieben an erster Stelle. Schöne lange oder kurze Schwangerschaftskleider beispielsweise von dieser französischen Marke betonen die Weiblichkeit und setzen den Bauch perfekt in Szene. Auf unvorteilhafte Kleidungsstücke, zum Beispiel eine Hose, bei der der Bund auf den Babybauch drückt, sollte jedoch verzichtet werden. Dagegen können hübsche Accessoires noch das Tüpfelchen auf dem „i“ sein. Ein langer dünner Schal etwa kann auf wirkungsvolle Weise genau die Stellen verhüllen, welche die Frau nicht zeigen möchte.

4. Der Ort des Geschehens

Egal ob im alltäglichen Umfeld zu Hause, im Studio künstlerisch inszeniert oder ganz natürlich im Freien, auch hier sollte man die individuellen Vorstellungen umzusetzen versuchen. Jedoch stößt man durch die Schwangerschaft auch an bestimmte Grenzen. Alles was die Schwangere aufregen oder das Baby verletzen könnte, ist natürlich tabu. Auch sollte man sich zum Beispiel nicht zu weit von der Zivilisation entfernen, damit man bei frühzeitig einsetzenden Wehen schnell das Krankenhaus erreicht. Leicht bekleidet im Schnee zu posieren ist beispielsweise ebenfalls keine gute Idee.

5. Die Intention des Bildes

Für eine tolle Gesamtkomposition ist es vor allem auch von Bedeutung, wie das Foto wirken soll. Mit unterschiedlichen Kameraeinstellungen und Lichtverhältnissen, gibt man seiner fotografischen Kreativität freien Lauf und schafft emotional aufgeladene Aufnahmen, die mehr als 1.000 Worte sagen. Darf es ein elegantes Schwarzweißbild sein oder doch lieber ein Farbfoto mit Unschärfe im Hintergrund? Gerne dürfen auch der Partner und die großen Geschwister des Babys mit aufs Bild. Denn sie machen die Familie erst vollständig. Mit verschiedenen Requisiten kann man den Fotos noch mehr Charakter verleihen. Beliebt ist es beispielsweise, eine süße Nachricht oder auch nur ein Herz auf den Bauch zu malen oder Babyspielzeuge oder -kleidung darauf zu legen.

Fotografieren in der Praxis 06 / 2016

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