Drohnenfotografie - Kameraaufhängung und Kamerasteuerungen

Drohnenfotografie
Die Drohnenfotografie steht absolut hoch im Kurs. Damit einher geht eine wachsende Modellvielfalt an Drohnen, deren Anschaffungspreise sich zwischen 300 Euro bis über 40.000 Euro bewegen. Immer mehr im Kommen sind auch Bausätze für Drohnen, die bis ins Kleinste an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können. Entscheidend für gute Aufnahmen sind viele Faktoren, wie das verwendete Aufnahmesystem, aber auch die Kameraaufhängung an der Drohne. Verbraucher können zwischen einer festen und einer beweglichen, servogesteuerten Kameramontage wählen. Entscheidet man sich für die feste Montage, so schränkt man sich hinsichtlich der Perspektive, aber auch der Aufnahmequalität ein, da die Blickrichtung der Kamera der Ausrichtung der Drohne entspricht und alle Korrekturbewegungen der Drohne sich in der Bildqualität niederschlagen. Sehr viel größeren Spielraum garantiert die bewegliche, servogesteuerte Befestigung der Kamera an der Drohne. Hier hat man die Wahl zwischen zwei beziehungsweise drei steuerbaren Achsen. Für die meisten Anwendungen reichen die zwei steuerbaren Achsen aus. Die Kamera kann mit diesem System gegen Nick- und Rollbewegungen stabilisiert und zudem nach oben und unten geschwenkt werden. Ist auch noch die Drehung in der horizontalen Ebene gewünscht, was bei Panoramaaufnahmen der Fall ist, so empfiehlt sich eine drei steuerbare Achse. Die Preisspanne für die zwei beziehungsweise drei steuerbaren Achsen ist groß und steht auch in Abhängigkeit zum Aufnahmesystem. Benötigt man eine Kamerabefestigung für Spiegelreflexkameras, so muss man deutlich tiefer in die Tasche greifen, als wenn eine Kompaktkamera befestigt werden soll.

Drohnenfotografie
Ohne Kamerasteuerung geht in der Drohnenfotografie nichts. Das Angebot an Fernsteuerungen ist umfangreich. Beim Kauf sollte man auf die Reichweite der Fernsteuerung achten. Es gibt Ausführungen, die eine Reichweite von nur wenigen Metern haben. Dies ist in der Drohnenfotografie nicht sonderlich sinnhaft. Möchte man nicht „blind“ fotografieren beziehungsweise filmen, so empfiehlt sich ein Live-View-Funkauslöser, der das Bild auf ein Display überträgt. Das Senderteil – je nach Modell sogar mit einer Minikamera ausgestattet, wenn die Kamera über kein Live-View verfügt – wird auf dem Biltzschuh der Kamera befestigt. Vor der Anschaffung sollte man prüfen, ob die Kameraaufhängung auch den nötigen Platz dafür zu bieten hat. Eine Alternative sind Sender, die sich über Kabel anstecken lassen und die Bildinformationen auf das Display übertragen. Ist die komplette Illusion als Pilot gewünscht, so muss man sich für ein First Person View (FPV) entscheiden, der das Bild auf eine Videobrille überträgt. Wer dann die Kamera auch noch über Kopfbewegungen steuern möchte, für den ist der Headtracker die Lösung. Eine weitere Option ist die Steuerung der Kamera über einen der Servoausgänge. Im Zusammenhang mit der Flugsteuerung ist immer wieder von der relativen und absoluten Navigation zu lesen. Bei Letzterem ist die Navigation vom Start- bis Landepunkt programmierbar. Dies setzt natürlich GPS voraus. Das Nonplusultra, so ist zu lesen, stellt die Follow-me-Funktion dar. Voraussetzung dafür ist GPS. Die Kamera fixiert aus einer vorgegebenen Entfernung immer den gewünschten Punkt.

Fotografieren in der Praxis 05 / 2014

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