Familie & Co. Bilder für die Ewigkeit

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Blende ,“Auf dem Weg nach oben”
Ulrike Präcklein (17)

In älteren Photoalben sind sie noch zu finden, die Familienportraits mit unseren Urgroßeltern, als sie noch Kinder waren - in schwarzweiß oder braun getönt. Photodokumente, die uns heute ein wenig berichten können, über die Zeit damals. Unverzichtbar waren im neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert die "cartes de visite", die vom Haus- und Hofphotographen gemachten Portraitphotos von beispielsweise Ehepaaren und Familien, die jetzt unsere Ahnentafeln bebildern.

Heute hat jeder Kamerabesitzer selbst die Möglichkeit, unvergeßliche Familienphotos zu gestalten, die mehr sind als kurzlebige Momentaufnahmen.

Wie sollen Familienphotos gestaltet werden, damit sie Bestand haben in der Flut der bunten Bilderwelt? Ausdrucksstark inszenierte, aber auch spontane Familienbilder zeichnen sich dadurch aus, daß das Umfeld bewußt mit integriert wird. Über das Abbild des Menschen und seiner Kleidung hinaus können Bilder Auskunft über den Lebensalltag geben. Die Eltern in ihrem schmucken Wohnzimmerambiente, die Großeltern im prächtig blühenden Schrebergarten vor der Laube, die Kinder in der Spielecke mit ihren Kuscheltieren und alle zusammen auf der Gartenbank, vor dem neuen Auto oder beim Familienausflug sind immer ein Photo wert. Aber auch die älteste Tochter vor dem Reitstall mit ihrem Pferd, der Benjamin am Computer und der Großvater mit seinem Lieblingswerkzeug, dem Hobel, sind photowürdige Motive für Zeitdokumente der Familie.

Jeder engagierte Hobbyphotograph kann bei gezielter Vorbereitung und eigener Bildidee außergewöhnliche Familienphotos erstellen, die neben viel Anklang bei den Lieben einen ständigen Platz im Familienalbum verdienen. Motive gibt es in Hülle und Fülle - die Hauptsaison für Familienphotos sind Familienfeiern, weil man sich ungezwungen zusammenfindet. Hier sollte auch der Augenblick für das große Familienportrait genutzt werden, auf dem alle vereint sind.


  • Für Familienportraits, die das Umfeld zeigen sollen, ist ein Weitwinkelobjektiv zwischen 35 bis 24 mm nötig. Die Schärfe ist auf das bildbestimmende Hauptmotiv einzustellen. Zur Sicherheit ist eine Belichtungsreihe sinnvoll.

  • Da Personen nie ganz stillstehen, ist eine kurze Belichtungszeit empfehlenswert. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen läßt sich dies mit höherempfindlichen Filmen erreichen.

  • Auf der Terrasse oder im Garten und bei Familienausflügen sind die Lichtverhältnisse bedeutend besser als innerhalb der eigenen vier Wände. Familienportraits bei direktem Sonnenlicht lassen sich nur mit einem Aufhellblitz machen, da sonst die Augen zu dunkel geraten.

  • Wird ein Blitz eingesetzt, ist auf mögliche Blitzreflexe zu achten. Bei Gegenlicht ist eine Belichtungskorrektur nötig.

  • Für formatfüllende Portraits ohne Umfeld kommt ein mittleres Tele oder besser noch ein Zoomobjektiv zum Einsatz, das den mittleren Telebereich abdeckt.

  • Eine schußbereite Kamera ist Voraussetzung für spontane Familienphotos. Die Belichtungsautomatik erlaubt schnelle Schnappschüsse.
  • Bleiben Sie als Photograph für unverhoffte Familienportraits im Hintergrund und führen Sie behutsam Regie, um die Stimmung nicht zu stören. Wählen Sie den geeigneten Standort und den idealen Zeitpunkt für Ihre Photos.

  • Ergibt sich plötzlich die Situation, auf die Sie schon lange gewartet haben, dann machen Sie gleich mehrere Photos beziehungsweise Serien. Was Sie in den entscheidenden Augenblicken nicht auf Film oder Chip gebannt haben, ist so nicht mehr nachzuholen.

  • Das Liebste, wie Haustiere, der Hobel, die Hacke, der Schlitten, das Fahrrad oder Mofa, sollte bei Familienaufnahmen nicht fehlen.
  • Bilder von der Familie lassen sich guten Gewissens als persönliches Geschenk weitergeben. Ebenso bringen Familienphotos als Kalendermotive oder gerahmte Werke an der Wand, im Familienalbum oder als Grußkarten immer gebührende Aufmerksamkeit und dauerhafte Freude.


 

Fotografieren in der Praxis 11 / 2004

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