Fotoprojekt Funkenflug

© Fotograf: Herbert Steiner, Lightpanting am See., Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Herbert Steiner, Lightpanting am See., Blende-Fotowettbewerb
Auch, wenn es Motive wie Sand am Meer gibt, so sind Fotoprojekte überaus lohnenswert, sind sie nicht nur eine Herausforderung an Mensch und Technik, sondern sie lassen atemberaubende Aufnahmen entstehen, die einen selbst aber auch Außenstehende faszinieren. Der Funkenflug ist so ein Beispiel, und es braucht noch nicht einmal viele Zutaten: Stahlwolle, Schneebesen aus Metall sowie mit einer Hängeschlaufe, einen Strick und natürlich eine Kamera auf einem Stativ sowie eine Augenschutzbrille.

Die Vorbereitungen sind denkbar einfach. Zunächst heißt es, Kleidung anzuziehen, bei der es nicht schlimm ist, wenn sie durch Brandflecken beschädigt wird. Dann geht es daran, die Örtlichkeit auszuwählen. Hier ist darauf zu achten, dass sich kein entflammbares Material, wie trockenes Laub, in der Nähe befindet. Als nächstes sollte man an die Augenschutzbrille denken, denn die Augen sind natürlich vor dem Funkenflug zu schützen. An dem Schneebesen, in dem sich im vorderen Teil die Stahlwolle befindet, wird der Strick an der Hängevorrichtung befestigt. Wichtig ist, dass der Schneebesen aus nicht brennbarem Material besteht, denn für den Funkenflug ist es notwendig, die Stahlwolle zu entzünden. Diese ist normalerweise nicht leicht brennbar. Mit dem Strick wird der Schneebesen in Rotation gebracht, wodurch die Luftzufuhr erhöht wird und die Stahlwolle zu brennen beginnt. Je schneller die Rotation des Schneebesens ist, desto imposanter ist der Funkenflug, der höher und länger beziehungsweise breiter ausfällt.

© Fotograf: Benedikt Laame, Feuerkreise in Bewegung, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Benedikt Laame, Feuerkreise in Bewegung, Blende-Fotowettbewerb
Beste Aufnahmezeit ist in der Dämmerung oder in der Nacht. Die Dämmerung hat den Vorteil, dass Details der Umgebung erkennbar bleiben. Die Kamera gehört auf ein Stativ, denn die Belichtungszeit beträgt mitunter mehrere Sekunden, denn nur dann wird die Flugbahn der Funken auch eingefangen. Mit der Belichtungszeit gilt es entsprechend zu spielen. Der ISO-Wert sollte so gering wie nur möglich gehalten werden, um Bildrauschen zu vermeiden. Ratsam ist eine Weitwinkeloptik. Sie garantiert einen großen Bildausschnitt, so dass die Funken auch den nötigen Freiraum in der Aufnahme haben. Für eine große Schärfentiefe ist es notwendig, die Blende geschlossen zu halten.

Fotografieren in der Praxis 09 / 2014

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