Fotoratgeber - So gelingen tolle Wintersportfotos

Action-Cams gehören heute eigentlich schon fest zur Ausstattung von Ski- und Snowboardfahrern. Sie halten ihre rasanten Abfahrten in bewegenden Bildern und Videos fest – doch wie sieht es mit ihnen selbst aus, sind sie doch lohnende Fotomotive. Aktuelle Kameramodelle mit ihren immer rasanteren Serienbildfunktionen, 4K und höher oder beispielsweise automatische Bildserien mit vordefinierten Veränderungen der Entfernungseinstellung aufnehmen zu können, revolutionieren die Sportfotografie. Aktuelle Kameras liefern die technische Grundlage für Momentaufnahmen jenseits des Alltäglichen mit einem Höchstmaß an Bildqualität. Die Wahrscheinlichkeit mit diesen Aufnahmegeräten den entscheidenden Moment bildwirksam einzufangen ist groß. Das bedeutet Erfolgserlebnisse auf ganzer Linie und erhöht den Spaß an der Fotografie um ein Vielfaches.

Fotoratgeber - So gelingen tolle Wintersportfotos

Passendes Fotoequipment kann man auch leihen

Ist man nicht im Besitz eines aktuellen Kameramodells und steht eine Neuanschaffung gerade nicht an, so bieten immer mehr Fotohändler die Möglichkeit, entsprechendes Fotoequipment ausleihen zu können. Dies sollte man jedoch nicht auf den letzten Drücker kurz vor der Abreise machen. Für gute Wintersportfotos ist es wichtig, dass man sich im Vorfeld die Zeit einräumt, die Kamera auch kennenzulernen. Dazu reicht es nicht, nur das Handbuch zu lesen. Wichtige Erfahrungen, die zur Selbstverständlichkeit werden, sammelt man in der Praxis.

Auch wenn es zahlreiche Privatanbieter gibt, die ihr Fotoequipment gegen Gebühr verleihen, so ist dem Fachhändler der Vorzug zu geben. Grund dafür ist, dass das Fotoequipment vor jedem Verleih technisch geprüft wurde und man so auch davon ausgehen kann, dass alles funktioniert. Hinzu kommt, dass man durch die Fotofachhändler-Beratung in jedem Fall das für die Situation passende Aufnahmeequipment zur Verfügung gestellt bekommt.

Welche Brennweite ist ratsam?

Für welches Objektiv man sich bei seiner Kamera für Wechseloptik entscheidet, hängt davon ab, was und wie man es ablichten möchte. Weitwinkelobjektive sind durchaus auch bei actiongeladenen Aufnahmen von Ski- und Snowboardfahrern geeignet. Sie garantieren einen größeren Bildausschnitt und dadurch die stärkere Einbeziehung des Hintergrundes. Teleobjektive sind dann angesagt, wenn ein engerer Bildwinkel gewünscht ist. Die Brennweite sollte jedoch nicht zu groß gewählt werden, denn je größer diese ist, desto schneller ist das bildbestimmende Objekt außerhalb des Sucherfelds.

Standort und Licht müssen stimmen

Entscheidend, wie actiongeladene Schneeaufnahmen wirken, sind der Standort, aber auch die Lichtbedingungen. Hier sind all diejenigen im Vorteil, die bereits die Piste und den Sonnenverlauf kennen. Ob nun Snowboard- oder Skifahrer – aus fotografischer Sicht empfiehlt sich immer von unten nach oben zu fotografieren. Doch bitte nicht auf die Piste stellen, sondern an den Rand, damit man die Fahrer und sich nicht in Gefahr bringt. Kennt man die Abfahrer, so kann man sich natürlich über den Abfahrtsverlauf absprechen, was sich positiv auf die Bildausbeute auswirkt. Man kann beispielsweise abstimmen, an welcher Stelle sich der Skifahrer in die Kurve legt und der Schnee aufstieben soll. Hier ist es übrigens ratsam, nicht mit der Sonne, sondern schräg gegen die Sonne zu fotografieren – die Sonne erleuchtet so den aufstiebenden Schnee. Ratsam ist, sofern die Kamera darüber verfügt, die Serienbildfunktion zu aktivieren.

Auf die Belichtung achten

Auf die Belichtung ist zu achten, denn Schnee verleitet die Kameraautomatik gegebenenfalls zu Fehlbelichtungen. Je nach Kameramodell hat man die Option, im Kameramenü auf Schnee umzustellen oder aber manuell Einfluss zu nehmen. Hier stehen einem zwei Optionen offen: Zum einen kann man in die Belichtungssteuerung eingreifen und ein bis zwei Blendenstufen überbelichten. Dies kann manuell erfolgen oder man verwendet die Belichtungskorrektur der Kamera. Die zweite Option für besteht darin, die Kamera bei der Belichtungsmessung auf eine graue Fläche – oder eine entsprechende Graukarte – zu richten und diesen Wert zu speichern. Übrigens: Der interne Belichtungsmesser einer Kamera ist auf Neutralgrau (18% Grau) geeicht. Das führt dazu, dass reines Weiß immer etwas dunkler aufgenommen wird und das Ergebnis zwangsläufig schmutzig-grau wirkt. Aus diesem Grund sollte man Einfluss auf die Belichtung nehmen, damit der Schnee auch strahlend weiß abgelichtet wird.

Fotografieren in der Praxis 12 / 2017

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