Fotos zum Anknabbern als Gebäckschmuck

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Backen und Kochen ist immer angesagt. Wer nicht nur den Rührbesen schwingt, sondern auch den Auslöser drückt, für den bietet es sich an, beides zu verbinden. Praktischerweise ist es mittlerweile möglich, Fotos mit Lebensmittelfarbe zu drucken. Dabei kommen Farben zum Einsatz, wie sie etwa auch für buntes Marzipan verwendet werden. Der Druck kann sogar mit handelsüblichen Geräten und mit relativ geringen Kosten für die Spezialpatronen erfolgen. Allerdings darf der Drucker vorher nicht mit den üblichen Chemiefarben benutzt worden sein, denn diese sind giftig. Mal eben die Patrone wechseln und ein Tortenbild zu Hause oder im Büro drucken, geht also leider nicht. Wer den Tortendruck nur ausprobieren oder für einen besonderen Anlass ein Tortenfoto haben möchte, für den bietet sich daher die Bestellung bei einem der zahlreichen Dienstleister an. Sie offerieren den Lebensmitteldruck schon für unter 10 Euro. Wer nicht selbst backen kann oder will, kann die Torte auch gleich dazu bestellen.

Die gute Nachricht für alle Hobbybäcker ist, dass die essbaren Bilder auch separat bestellt werden können. Geeignet für den Foto-Lebensmitteldruck sind prinzipiell alle Motive. Manche Anbieter scannen sogar vom Abzug, wobei dabei immer mit Qualitätsverlust im Vergleich zur Verwendung einer hochaufgelösten Originaldatei gerechnet werden muss. Es gelten für die Dateien die gleichen Anforderungen wie bei Abzügen: Für gute Ergebnisse benötigt man eine ausreichende Auflösung in Abhängigkeit von der Ausgabegröße. Die kann relativ groß sein, denn die erhältlichen Maße reichen beim Tortenaufleger-Angebot bis hin zu DIN A3. Darüber hinaus sind die Aufleger in verschiedenen Formen erhältlich. Der Klassiker für die Tortenmitte ist eine große kreisrunde Oblate. Wessen Torte viereckig ist, findet auch ein rechteckiges Produkt. Wer lieber CupCakes oder Muffins backt, erhält Mini-Varianten mit wenigen Zentimetern Durchmesser. Nach diesen muss man allerdings schon etwas suchen. Manche Anbieter offerieren auch Sets von einem mittelgroßen Foto für die Tortenmitte plus einer Reihe von Mini-Bildern für den Kuchenrand.

Als Grundlage für den Druck werden vor allem Fondant, also eine Zuckermasse ähnlich wie man sie von Ostereiern kennt, sowie Oblaten. Auch Schokolade ist bei einigen im Programm. Welches Material man wählen sollte, hängt zum einen von den Tortenessern und zum anderen vom Backwerk selbst ab. Besteht bei den Leckermäulern etwa eine Glutenallergie, ist Fondant die bessere Wahl. Allerdings ist zu bedenken, dass Fondant nicht für Sahne geeignet ist. Wer einen Traum in Schlagschaum plant, sollte also auf Oblaten oder Schokolade ausweichen.

Für alle Tortenauflegervarianten gilt, dass sie trocken und luftdicht aufbewahrt werden sollten. Die Zuckermasse des Fondants zieht ebenso schnell Flüssigkeit an wie die Oblaten. Deshalb sollten die Tortenaufleger nicht zu früh bestellt und aufgelegt werden, obwohl sie sich bei sachgerechter Lagerung je nach Hersteller und Inhaltsstoffen bis zu 18 Monaten halten. Auch sollten sie nicht im Kühlschrank gelagert werden, da sich dort leicht Kondenswasser bilden kann, das zum Aufweichen oder Verlaufen der Farben führt. Das gilt übrigens auch für die fertige Torte. Im Kühlschrank können sich nämlich leicht Blasen unter dem Bild bilden.

Bei der Verarbeitung stellt die Entfernung des Trägerpapiers die größte Hürde dar. Es kann leicht mit dem Bild verkleben. Häufig hilft es, den Aufleger samt Trägerpapier kurze Zeit in die Gefriertruhe zu legen. Hier sollte man die Herstellerangaben und -tipps beachten. Hält man sich daran, ist es aber auch für Ungeübte leicht, seine Backwerke mit eigenen Fotos zu verzieren. Also: Ran an Kochlöffel und Rührschüssel!

Fotografieren in der Praxis 09 / 2014

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