Fototipp: Weihnachtsbäume: Keiner gleicht dem anderen - eine tolle Idee für eine Bildserie

Weihnachtsbäume gibt es in klein, mittel und groß. Es gibt sie von der Natur aus gerade oder schief gewachsen und von Menschenhand geschmückt mit einem Lichtermeer an Kerzen oder aber ganz nüchtern gehalten nur mit Holzschmuck. Und dann gibt es Weihnachtsbäume aus Plastik oder stylisch ob aus Pappe oder Metall. Kein Weihnachtsbaum gleicht dem anderen und selbst wenn man zu Weihnachten keinen eigenen aufstellt, so bieten sich Weihnachtsbäume als Fotomotiv an. Sie fehlen auf keinem Weihnachtsmarkt, schmücken Straßensäume sowie -plätze und sind in der Vorweihnachtszeit in zahlreichen Geschäftsgebäuden anzutreffen. Wie wäre es mit einer Bildserie „Weihnachtsbäume 2017“ – an Motiven wird es einem nicht mangeln.

Fototipp: Weihnachtsbäume: Keiner gleicht dem anderen - eine tolle Idee für eine Bildserie

Am Imposantesten sind Weihnachtsbäume im Freien dann, wenn sie mit Lichtern geschmückt sind. Die beste Aufnahmezeit sind die Dämmerung und die Dunkelheit. An ein Stativ sollte man in jedem Fall denken, auch wenn man über ein Kameramodell verfügt, dass hohe ISO-Empfindlichkeiten zu lässt und schon fast einem Nachtsichtgerät gleicht. Das Smartphone als Aufnahmegerät ist für Detailaufnahmen geeignet, wenn es also darum geht, den Weihnachtsbaumschmuck zu fotografieren. Dieser ist übrigens auch für Fotoserien bestens geeignet.

Geht es aber darum, Weihnachtsbäume in ihrer Gesamtheit zu fotografieren, dann ist man mit einer Kamera wesentlich besser beraten. Diese verfügt über größere Sensoren, die nicht so rauschanfällig bei höheren ISO-Empfindlichkeiten sind und auch die Optik ist deutlich Lichtstärker und bietet so sehr viel mehr Spielraum. Kompakte System- beziehungsweise Spiegelreflexkameras mit einem Normal- oder einem Weitwinkelobjektiv sind als Aufnahmegeräte ebenso perfekt für das Fotografieren von Weihnachtsbäumen wie die Superzoomkameras, die auch gern als Bridgekameras bezeichnet werden. Diese Kameras zeichnet aus, dass sie über einen großen Zoombereich verfügen, der vom Weitwinkel- bis zum Telebereich reicht.

Kameras, insbesondere die aktuellen Modelle, verfügen über zahlreiche Menüprogramme. Welche Bezeichnungen für die einzelnen Aufnahmemodis verwendet werden, variiert je nach Hersteller. Standard sind heute eigentlich die zwei Aufnahmemodis Nacht und Kerzenschein. Man sollte diese Modis ausprobieren, ob sie zu den gewünschten Bildergebnissen führen. Wenn das nicht der Fall ist, dann muss man – sofern die Kamera dies zulässt – die Einstellungen manuell vornehmen.

Beim Fotografieren in tiefer Nacht sollte keinesfalls auf die dunklen Motivteile im Baum belichtet werden. Die Lichter werden sonst total überbelichtet und fressen aus. Empfehlenswerter ist es, einen Bereich für die Belichtungsmessung auszuwählen, der sozusagen beschienen wird. So erscheint die Nacht zwar in tiefem Schwarz, es gelingt jedoch, die Szenerie noch im Bild zu zeigen. Idealerweise wird zur Ermittlung von Blende und Belichtungszeit die Spotbelichtungsfunktion der Kamera genutzt. Wenn der beleuchtete Teil des Bildes ausreichend groß ist, kann auch eine mittenbetonte Integralmessung einen richtigen Wert ermitteln. Auf der sicheren Seite ist man als Fotograf immer mit einer Belichtungsreihe.

Im Prinzip ist es zwar besser, Nachtaufnahmen von Weihnachtsbäumen während der Dämmerung zu machen, in der „Blauen Stunde“ zwischen Sonnenuntergang und absoluter Dunkelheit, weil dann die Kontraste zwischen Licht und Umgebung nicht so groß sind. Die Fotografie inmitten der Nacht hat jedoch auch ihre eigenen Reize, denn im Winter sind die Zeiten der Dämmerung ohnehin recht kurz. Auf den Blitz, aber das versteht sich von selbst, sollte man verzichten. Dieser ist ein Stimmungskiller und würde jede noch so schöne Weihnachtsbaumbeleuchtung zu Nichte machen.

Fototipp: Weihnachtsbäume: Keiner gleicht dem anderen - eine tolle Idee für eine Bildserie

Und nun noch ein letzter Tipp: Wer seinen Weihnachtsbaum selbst mit der Familie oder Freunden schlägt, der sollte dies fotografieren vom Säge ansetzen, dem Transport zum Wagen, das Einladen in den Wagen, dem Aufstellen und Schmücken bis hin zu dem Zeitpunkt, wenn er nadelt.

Fotografieren in der Praxis 12 / 2017

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