10 Fototipps damit Ihre Halloween-Fotos gruselig-schön werden

Halloween
Halloween steht unmittelbar vor der Türe – am 31. Oktober, dem Vorabend des Allerheiligenfestes, ist es wieder soweit und dann wird auch hier in Deutschland ausgiebig Halloween gefeiert und natürlich fotografiert. Motive bieten sich an diesem Tag wie Sand am Meer, denn Halloween ist nicht nur der Tag der ausgehöhlten Kürbisse sondern auch der der Kostüme mit Teufeln, Gespenstern, Dämonen und Knochenmännern, Hexen mit spitzen Hüten, Gnomen und Zwergen etc. und natürlich der Tag der Feiern. Dass da die Kamera nicht fehlen darf, versteht sich eigentlich von selbst. Nachstehend 10 Fototipps, wie Ihre Aufnahmen zu Volltreffern werden.

1. Fototipp: Welches ist das optimale Aufnahmegerät?

Halloween ist das Fest der Dunkelheit und darin liegen auch die Herausforderungen – Fotografieren bedeutet ja nichts anderes als mit Licht malen. Fotografisch meistert man diese Situation am besten mit Kameras und ihrem weitreichenden Funktionsumfang, der auch in der Nacht Garant dafür ist, wirkungsvoll seine Motive einzufangen. Smartphones – auch, wenn sie hinsichtlich der Fotofunktion immer besser werden – erachten wir nicht als die nicht passenden Aufnahmegeräte. Gerade bei nicht optimalen Lichtverhältnissen, wie sie bei Dunkelheit vorliegen, stoßen sie nach wie vor mit ihren kleinen Sensoren schnell an ihre Grenzen. Am besten gerüstet ist man mit Superzoomkameras – auch als Bridgekameras bezeichnet – sowie mit Spiegelreflex- und kompakten Systemkameras mit einem lichtstarken leichten Teleobjektiv.

2. Fototipp: Ersatzakku und Ersatzspeicherkarten

Bei Ereignissen wie Halloween wird der Auslöser häufiger betätigt als man vielfach auf den ersten Blick denkt. In die Fototasche gehören in jedem Fall Ersatzakkus und natürlich auch mindestens eine Ersatzspeicherkarte. Wenn Halloween in Kurzvideos festgehalten wird, dann würden wir lieber zwei oder drei Speicherkarten mehr einpacken.

3. Fototipp: Kameraeinstellungen – Wenn es draußen heiß hergeht

Je nach Kamera kann man die Kameraeinstellungen manuell vornehmen oder auch das Menüprogramm „Nacht“ wählen. Dieses bietet sich bei Halloween-Feierlichkeiten außerhalb der vier Wände mit Lichtinstallationen im Freien an. Ratsam ist das Menüprogramm „Nacht“ gerade für Einsteiger, denn sie müssen sich über Detail-Einstellungen keine Gedanken machen. Profis meiden übrigens oftmals Menüprogramme, da ihnen der Einfluss der Kamera zu weit geht. Welchen Weg man wählt, muss jeder für sich bestimmen. Oft gibt das fotografische Experiment, also das Spiel mit den Möglichkeiten der Kamera, die Richtung an.

4. Fototipp: Bildrauschen minimieren

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Um die Rauschgefahr zu minimieren, sollte die ISO-Einstellung nach Möglichkeit nicht über 800 liegen. Ein Test im Vorfeld gibt Aufschluss, ab welcher ISO-Einstellung das Rauschverhalten der eigenen Kamera inakzeptabel wird. Es gibt aktuelle Geräte, die selbst bei ISO höher als 800 kein Bildrauschen zeigen. Auch wenn dem so ist, so sollte man sich dennoch für einen niedrigeren ISO-Wert von 200 oder 400 entscheiden, denn neben dem Rauschen werden Aufnahmen bei höheren ISO-Zahlen auch flauer und wer will das schon.

5. Fototipp: Richtige Belichtung

Das A und O eines technisch gelungenen Bildes ist, die Belichtung im Griff zu haben. Je nach Kamera stehen einem unterschiedliche Optionen der Belichtungsmessung zur Verfügung. Im Vorfeld ist es ratsam, sich mit diesen vertraut zu machen, denn nur so kann man die „Vollautomatik“ verlassen, die nicht immer weiß, was für den Fotografen das Wichtige ist. Gängig bei allen aktuellen Kameras ist für die Ermittlung der optimalen Belichtung die Objektmessung, auch als TTL-Messung (TTL= Through The Lens) bezeichnet. Die Kamera erfasst das Licht, das vom Objekt reflektiert wird. Je nach Kameramodell stehen einem grundsätzlich drei verschiedene Messarten mit der Integral, Mehrfeld- oder Matrix- sowie der Spotmessung zur Verfügung. (siehe hierzu „Nachtfotografie – Ausrüstung & Kameraeinstellungen“)

6. Blitzen ja oder nein

Stimmungsvollere Aufnahmen, so unsere Erfahrung, gelingen meist ohne Blitz. Diesen kategorisch abzulehnen ist jedoch falsch. Damit die Halloween-Stimmung nicht ganz verloren geht, sollte man so nah wie nur möglich ans Motiv herangehen. Dann versucht die Kameraautomatik auch nicht, beispielsweise die gesamte Straße mit Licht zu fluten, sondern stimmt die Lichtmenge auf das Hauptmotiv ab, dass das Bildformat möglichst ausfüllen sollte.

7. Fototipp: Das Besondere festhalten

Fotografierenswerte Motive gibt es entsprechend der Vielzahl an Symbolen in Hülle und Fülle. Die große Kunst besteht darin, dass Besondere mit der Kamera festzuhalten. Wichtig ist es, nah ans Geschehen heranzugehen. Mit Teleobjektiven oder auch mit Kameras mit Zoomoptiken lassen sich Distanzen problemlos überwinden. Von Vorteil sind natürlich lichtstarke Optiken, die gerade bei diesen Lichtsituationen ihre Stärke ausspielen. Auch wenn Zoomoptiken und Teleobjektive uns Fotografen Distanzen überbrücken lassen, so sollte man, wenn es die Situation zulässt, sich auch auf seine Motive zubewegen. Da in der blauen Stunde und bei Dunkelheit fotografiert wird, kommt man um ein Stativ nicht herum. Wir würden dem Einbeinstativ/Monopod den Vorzug geben. Mit Drei- und Vierbeinstativen wird man schnell zum Hindernis und gegebenenfalls stolpern die Feiernden über die Stativbeine. Natürlich kann man die ISO-Empfindlichkeit in der Kamera erhöhen. Wie bereits ausgeführt würden wir es damit aber nicht übertreiben. Es wird allerdings nötig, wenn sich die Motive selbst so schnell bewegen, dass sie bei einer Langzeitbelichtung auf dem Monopod oder Stativ verwischen.

8. Fototipp: Masken wirkungsvoll in Szene setzen

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Mit dem Porträtmodus lassen sich die Masken wirkungsvoll in Szene setzen. Die Kamera wählt eine große Blendenöffnung (kleine Blendenzahl). Dadurch wird der Hintergrund unscharf abgebildet und lenkt nicht vom Hauptmotiv ab. Das Motivprogramm Porträt bietet sich vor allem für lichtstarke Objektive mit mittleren bis langen Brennweiten an. Der Autofokus bietet den großen Vorteil der automatischen Scharfstellung, wodurch man sich auf das Motiv konzentrieren kann. Ein breites AF-Messfeld erhöht übrigens die Scharfstellgeschwindigkeit. Besonderes Augenmerk gilt der richtigen Belichtung des Gesichtes. In Räumen und an trüben Tagen oder bei Gegenlicht ist es ratsam, den Vorblitz – zur Vermeidung von roten Augen – und den Blitz zuzuschalten. Auf den Hintergrund muss ebenfalls geachtet werden, soll er vom eigentlichen Halloween-Motiv nicht ablenken.

9. Fototipp: Scheu überwinden und einfach fragen

Gerade bei Festen, wenn ein reges Treiben herrscht und man ausgelassen feiert, ist es kein Leichtes, den störenden Hintergrund auszuschließen. Aus diesem Grund sollte man die Person oder Personengruppe fragen, ob sie sich fernab vom Gewühl in Pose stellen möchte. Als kleines Entgegenkommen freuen sich die Akteure vor der Kamera sicher über die Zusendung eines Abzuges.

10. Fototipp: Kamera schützen

Feucht-fröhlich geht es bei Halloween oftmals zu. Doch Achtung vor Menschen mit Getränkebechern und Co. Klebrige Duschen gilt es zu vermeiden. Zwar sind die meisten Kameras gegen leichtes Spritzwasser geschützt, aber klebrige Flüssigkeiten sind äußerst unangenehm und können Kamera und Objektiv Schaden zufügen. Hin und wieder schnell den Blick vom Sucher/Display nehmen und ein wenig die Umgebung im Auge behalten hilft ebenso wie ein Filterschutz für das Objektiv. Macht man eine Fotopause, so sollte man die Kamera nicht auf einem Tisch mit abgestellten Gläsern und Co. ablegen. Wie schnell ist es passiert, dass ein Glas umgestoßen wird und die Kamera dann quasi nasse Füße bekommt. Aber auch vor Langfingern muss man sich schützen, oft reicht ein kurzer Moment, und die wertvolle Kamera, die einfach so auf dem Tisch liegt, ist verschwunden.

Fotografieren in der Praxis 10 / 2015

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