Fototouren - Planung und Kameraeinstellungen erhöhen den Fotospaß

© Fotograf: Eberhard Ehmke, Blaue Stunde am Eisfluß, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Eberhard Ehmke, Blaue Stunde am Eisfluß, Blende-Fotowettbewerb
Fototouren setzten eine gewisse Planung voraus – keine Angst, Ihre Spontaneität leidet darunter nicht. Zunächst heißt es, das Ziel festzulegen. Sind es die nächtlichen Impressionen einer Großstadt, der Sternenhimmel eingefangen in der Rhön, dem zweiten Sternenpark in Deutschland, Tiger und Co. im Zoo, die eigenen Kinder auf dem Spielplatz, der botanische Garten? Je nach fotografischem Schwerpunkt muss natürlich auch das Equipment entsprechend gepackt werden.

© Fotograf: Marina Carry Hewig, Achtung, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Marina Carry Hewig, Achtung, Blende-Fotowettbewerb
Neben Ihrer Kamera und natürlich geladenen Akkus sowie Ersatzakkus sowie mindestens zwei Speicherkarten mit ausreichenden Kapazitäten sollte beispielsweise das Datum an Ihrer Kamera korrekt eingestellt sein. Dies hat den großen Vorteil, dass Sie Ihre Aufnahmen später schneller und somit einfacher finden. Kommen wir noch einmal zurück zu den Speicherkarten. Hier empfiehlt es sich, nachdem die Bilddaten nach der Fototour gesichert wurden, diese sofort zu formatieren, denn dann sind die Speicherkarten für die nächste Fototour auch gleich einsatzbereit. Sofern Ihre Kamera über diese Option verfügt, hinterlegen Sie Ihren Namen in den Copyright-Metadaten. Damit können Sie Ihre Bilddaten wunderbar im Auge behalten und somit schützen. Ebenfalls einstellen lässt sich an Kameras über das Wiedergabemenü, ob das Bild nach der Aufnahme über das Display angezeigt werden soll oder eben nicht. Auch, wenn es etwas mehr Strom kostet, so lassen wir uns zur Bildkontrolle die Bilder nach der Aufnahme anzeigen. Strom sparen lässt sich bei vielen Kameramodellen, indem man der Kamera vorgibt, wann sie in Stand-by gehen soll, also wie lange die Bildkontrolle, das Display und das Messsystem aktiv sein sollen. Energiefressend sind auch die Signaltöne für Fokus und Selbstauslöser – bei uns sind sie immer ausgeschaltet. Nahezu alle Kameras bieten die Option, Bilder in den Dateiformaten JPEG und RAW ablegen zu können. Letzteres benötigt mehr Zeit zum Schreiben und Verarbeiten, weshalb JPEG am weitesten verbreitet ist. Hier sollte man jedoch darauf achten, dass die höchste Qualitätsstufe gewählt wird. Ist JPEG Ihr bevorzugtes Dateiformat, ist es für die Bildschirmbetrachtung ratsam, den SRGB Farbraum zu wählen. Wenn Sie allerdings Ihre Bilddaten bearbeiten oder ausgeben, dann ist RGB die erste Wahl. Sind die Lichtbedingungen bei Ihrer Fototour nicht optimal, so sollten Sie an Ihrer Kamera die Rauschreduzierung bei langer Belichtung aktivieren. Sehr nützlich ist an Kameras auch der Funktions-Button Fn, über den Sie Vorgaben beispielsweise für ISO, Belichtungsreihen vorgeben können.

© Fotograf: Marius Schneider, Kopfstand, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Marius Schneider, Kopfstand, Blende-Fotowettbewerb
Auch, wenn man auf eine Fototour sein komplettes Equipment mitnehmen möchte, um für jede Situation gewappnet zu sein, so geben wir den Tipp, nicht alles mitzuschleppen. In die Fototasche würden wir zudem immer eine größere Plastiktüte packen, die auch als Regenschutz dienen kann oder als Sitzschutz die Kleidung sauber hält. Zudem führen wir auch immer ein Stofftuch mit, um die Kamera, bevor sie in die Fototasche kommt, vom Schmutz zu befreien. Vergessen Sie eine Kleinigkeit für Ihr leibliches Wohl nicht, wie etwas zu essen und zu trinken.

Vor der Fototour ist nach der Fototour

© Fotograf: Karl Grammer, Märchenschloß, Blende-Fotowettbewerb
© Fotograf: Karl Grammer, Märchenschloß, Blende-Fotowettbewerb
Möchte man lange an seinem Fotoequipment Freude haben, so setzt dies auch einen pfleglichen Umgang damit voraus. Die Kamera sollte äußerlich bestenfalls nach jeder Tour mit einem trockenen Lappen von Staub und Co. befreit werden. Dass sich ein Objektivwechsel in staubiger Umgebung verbietet, versteht sich von selbst. Dennoch kann es vorkommen, dass Staubpartikel in das Innere der Kamera auf den Sensor gelangen. Diese machen sich natürlich auch in den Aufnahmen bemerkbar. Aus diesem Grund sollte auch der Sensor, sobald man Staubflecke auf seinen Aufnahmen registriert, gereinigt werden. Hier aber bitte kein falscher Ehrgeiz und lieber den Fachhändler aufsuchen. Befindet sich Schmutz auf dem Objektiv, so ist natürlich auch dieser zu entfernen. Aber bitte nur mit speziell dafür vorgesehenen Tüchern, Pinseln oder Druckluft, die es im Fotohandel gibt. In regelmäßigen Abständen gilt es zudem, die Fototasche einer Innenreinigung zu unterziehen, denn ansonsten gelangen Schmutzpartikel auf Kamera sowie Objektive, und das möchte man doch tunlichst vermeiden. Gerade, wenn man in Wald und Flur oder am Meer mit seinem Stativ unterwegs war, so ist auch dies zu säubern, möchte man lange daran Freude haben.

Fotografieren in der Praxis 11 / 2014

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