Betrachtung der Welt von unten - Die Froschperspektive

Rote Stunde Bildgalerie betrachten Blende ,“Rote Stunde”
Kirsten Kummetat

Begeben Sie sich einmal in die Perspektive eines kleinen Kindes, sagen wir mal in einer Fußgängerzone. Die Menschen ziehen an einem vorbei als übermächtige Wesen. Man wird kaum beachtet, wird angerempelt und nicht selten überrannt. Es ist eine interessante Sicht der Welt. Aus dieser für uns Große so ungewöhnlichen Perspektive ergeben sich dramatische, oft skurrile Photos. Überhöhen können Sie diesen Effekt noch durch den Einsatz eines Weitwinkelobjektivs, Menschen und Tiere werden zu Monstern und Riesen.

Die Belichtungsmessung ist einfach. Mit der Automatik Ihrer Kamera liegen Sie fast immer richtig. Vorsicht ist lediglich geboten, wenn Sie gegen den Himmel photographieren. Die Belichtungsautomatik der Kamera registriert zu viel Helligkeit und gibt eine zu kurze Verschlußzeit vor. Hier muß per Hand "nachgebessert" werden. Je nach Kameratyp geschieht das durch den Druck auf die Gegenlichttaste oder durch manuelles Ausblenden um ein bis zwei Werte beziehungsweise durch die Wahl einer längeren Belichtungszeit oder das Einstellen einer geringeren Empfindlichkeit. Welche Möglichkeit Ihre Kamera bietet, steht in der Gebrauchsanleitung, die man nicht als überflüssiges Beiwerk abtun sollte. Zu achten ist darauf, daß Sonnenstrahlen nicht direkt aufs Objektiv fallen, die lästige Sechsecke auf dem Film beziehungsweise CCD hinterlassen. Mit der Sonne im Rücken oder von der Seite läßt sich das leicht vermeiden.

Verlassen Sie sich auf Ihr Augenmaß:
Kamera in Richtung Motiv halten, der Automatik vertrauen, bei Kameras ohne Autofokus Entfernung schätzen und abdrücken. Oft ergeben sich dabei auch ungewöhnliche Bildkompositionen. Anfangs ist eine gewisse Unsicherheit bei Aufnahmen aus der Froschperspektive zu überwinden. Aber wenn Sie nahe genug am Objekt sind, können Sie es eigentlich gar nicht verfehlen. Und los geht's!
 

Fotografieren in der Praxis 01 / 2005

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