Fünf Faktoren wie Fotografien zu Eyecatchern werden

© Fotograf: Roland Müller, Polar-Licht, Blende-Fotowettbewerb
Roland Müller, Polar-Licht, Blende-Fotowettbewerb
Die Finger einer Hand reichen eigentlich nicht aus, um alle Zutaten zu benennen, die notwendig sind, damit Fotografien zu Eyecatchern werden. Doch wenn man sich bei der Aufzählung auf die wesentlichen Faktoren begrenzt, dann sind es der Spaß an der Fotografie, die Entfaltung der eigenen Kreativität, das Schärfen der Sinne beim Aufspüren von Motiven, der stetige Wissenshunger zur Erweiterung der fotografische Kenntnisse und die Bereitschaft, in passendes Fotoequipment zu investieren. Jeder der genannten Punkte wird in der persönlichen Gewichtung unterschiedlich stark ausfallen.

Sich den Spaß nicht nehmen lassen

Am Spaß gibt es für diejenigen, die der Fotografie nachgehen, sicherlich keinen Zweifel. Natürlich gibt es auch in der Fotografie Spaßbremsen, wenn man seine Unzulänglichkeiten aufgezeigt bekommt, weil man beispielsweise vergessen hat, Ersatzakkus einzupacken oder wenn in Foren die eigenen Bilder nicht so gut abschneiden. Der Spaß an der Fotografie wird von vielen Punkten gespeist – maßgeblich sicherlich von der Bildausbeute. Der Spaßlevel ist bei aller Begeisterung für die Fotografie nicht immer gleich hoch – auch deshalb nicht, weil beispielsweise nicht jede Aufnahme der gewünschte Volltreffer sein kann. Damit der Spaß nicht ins Hintertreffen gelangt, sollte man geduldig mit sich sein und akzeptieren, dass die Fotografie auch mit beinhaltet, an ihr zu reifen.

Gute Nachricht – Jeder verfügt über Kreativität

© Fotograf: Mareike Hartl, Bevölkerungsdichte, Blende-Fotowettbewerb
Mareike Hartl, Bevölkerungsdichte, Blende-Fotowettbewerb
Die Entfaltung der eigenen Kreativität ist ein ganz wichtiger Schlüssel zum Bilderfolg. Auch, wenn so mancher meint, darüber nicht zu verfügen, dann ist dies eine Fehleinschätzung. Zugegeben, das kreative Feuer im Leben eines Fotografen muss immer mal wieder neu entfacht werden. Das ist nichts Außergewöhnliches und geht dem Hobbymusiker oder -koch genauso. Impulse liefern Ausstellungen, Fotowettbewerbe wie Blende mit ihren thematischen Vorgaben, der Austausch in Fotogemeinschaften und beispielsweise Fotobücher.

Neues Feuer für die Kreativität

Die Fotografie ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden – Wer fotografiert heute nicht? Doch warum wird fotografiert – was ist die Motivation? Liegt diese zum Beispiel in der Teilnahme an Fotowettbewerben wie Blende begründet und dort in der bundesweiten Endausscheidung einen der vorderen Plätze zu belegen? Die Beantwortung dieser Fragestellung kann neue kreative Impulse freisetzen.

Wahrnehmung schulen – die Sinne schärfen

© Fotograf: Verena Vierlinger, Und Tschüss!, Blende-Fotowettbewerb
Verena Vierlinger, Und Tschüss!, Blende-Fotowettbewerb
Fotomotive liegen förmlich auf der Straße – und nicht nur da. Sie müssen nur gesehen und fotografisch in Szene gesetzt werden. Das klingt banal – ist es aber nicht. Allzu achtlos wird vielfach an Motiven vorbeigegangen. Die Gründe hierfür sind vielschichtig, denkt man nur an die gesenkten Köpfe und den auf die Smartphones gerichteten Blicke. Für Motive muss man auch offen sein – ist der persönliche Stresslevel hoch, dann ist dies herausfordernd. Die Fotografie hilft wiederum zur persönlichen Entschleunigung und stärkt die Wahrnehmung. Schalter umlegen gelingt in den seltensten Fällen. Entschleunigung ist ein Prozess, für den man sich auch Zeit nehmen muss. Themenvorgaben helfen bei den täglichen Reizüberflutungen, die Sinne zu schärfen.

Fotografische Kenntnisse wertvolle Basis auf dem Weg zum Bilderfolg

Die Fotografie ist ein stetiger Prozess, man lernt Quasi nie aus und auch der Misserfolg führt früher oder später zum Erfolg. Fotografen können durchaus mit Köchen und Musikern verglichen werden. Man muss sich an den Erfolg herantasten und offen sein für Inspiration von außen. Auch, wenn es aktuell ein fotografischer Trend ist, mit bestehenden fotografischen Regeln zu brechen, so sind dafür Kenntnisse erforderlich. Übung macht bekanntlich den Meister – diese Zeit gilt es sich einzuräumen. Und selbst wenn man fotografische Kenntnisse verfügt, so ist die Fotografie kein Selbstläufer. Immer wieder aufs Neue muss man sich der Herausforderung stellen. Befreien sollte man sich zudem von dem Gedanken, dass jedes Auslösen einen Bilderfolg nach sich zieht. Oftmals sind unzählige Anläufe notwendig. Je besser man sein Fotoequipment beherrscht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, Motive wunschgemäß einzufangen.

Fotoequipment die Basis

© Fotograf: Wolfgang Sitter, Glücklich, Blende-Fotowettbewerb
Wolfgang Sitter, Glücklich, Blende-Fotowettbewerb
Man kann über Spaß, Kreativität, einen offenen Blick und über ausreichend fotografische Kenntnisse verfügen doch wenn man nicht über das entsprechende Fotoequipment verfügt, dann ist dies der limitierende Faktor. Ein Beispiel wäre die Wildlife-Fotografie. Möchte man aus der Distanz heraus Tiere wirkungsvoll ablichten, dann sind Teleobjektive notwendig. Hat man sein fotografisches Steckenpferd in der Fotografie bei wenig Licht, dann ist ein Stativ zwingend notwendig, um der Handunruhe bei längeren Belichtungszeiten entgegen zu wirken. Das Fotoequipment ist Mittel zum Zweck. Es muss auf diesen nach Möglichkeit perfekt abgestimmt sein, denn das erhöht die Bildausbeute an sehenwerten Aufnahmen.

„Blende“ – Der generationsübergreifende Fotowettbewerb für Fotobegeisterte jeden Alters

„Blende“, ist der Wettbewerb für Fotobegeisterte aller Altersgruppen. Seit Jahrzehnten ist „Blende“ ein Trendbarometer für den Stand der Fotografie und damit ein wichtiges Zeitdokument. Die jährliche Gemeinschaftsaktion von Tageszeitungen und der Prophoto GmbH begeistert Teilnehmer, Veranstalter und Bildgenießer gleichermaßen.

„Blende“ bietet allen Amateurfotografen ein Forum und die große Chance, ihre Schaffenskraft zum Besten zu geben. „Blende“ schärft mit seinen jährlich wechselnden thematischen Vorgaben die Sinne. Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge, zu „Blende 2017“ gingen über 80.000 Fotografien ein, sind allesamt fotografisch konservierte Augeneindrücke, die durch die Teilnahme an „Blende“ den Raum der privaten Betrachtung verlassen und den öffentlichen Schauplatz betreten.

„Blende“-Teilnehmer sind mit ihren eingereichten Wettbewerbsbeiträgen nicht nur wichtige Botschafter für die Fotografie. Sie treten den Beweis an, wie lohnenswert es ist, die Welt in der man sich aufhält aktiv wahrzunehmen.

Weitere Informationen zu „Blende“: https://www.prophoto-online.de/fotowettbewerb-blende

Fotografieren in der Praxis 02 / 2018

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