Halloween - Lohnende Photomotive

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Die Schaufenster sind schon seit Wochen - vorwiegend Orange in Kombination mit Schwarz - geschmückt, überall gibt es Masken und Hüte zu kaufen, die Feste sind organisiert: Am 31. Oktober, dem Vorabend des Allerheiligenfestes, wird - inzwischen auch hier in Deutschland - Halloween gefeiert. Früher wurde Halloween nur in katholischen Gebieten der britischen Inseln begangen, vor allem in Irland. Mit den irischen Auswanderern gelangte Halloween in die USA sowie nach Kanada und entwickelte sich wegen seiner Attraktivität dort zu einem wichtigen Volksfest. Aus Nordamerika kam der Brauch des Halloweenfestes dann wieder zurück nach Europa, wo es nun in noch stärker kommerzialisierter, vielfach in veränderter Form, gefeiert wird. So hat die neu-europäische Variante des Fests eher fröhlichen und weniger schauderhaften Charakter als westlich des Atlantiks. Durch die wachsende Zahl von Anhängern in Deutschland wird Halloween als vorgezogener Beginn von Karneval, Fastnacht und Fasching angesehen.

Als typische Halloween Symbole, die allesamt so photographierenswert sind, gelten Teufel, Gespenster, Dämonen und Knochenmänner, Hexen mit spitzen Hüten, die auf Besen reiten mit einer schwarzen Katze auf den Schultern, Gnome und Zwerge, Eulen, Spinnen und Vampire. Besonders den zur Laterne umfunktionierte ausgehöhlte Kürbis, der in den USA als Synonym für diesen Tag gilt, lohnt es im Bild festzuhalten. Die Laterne nennt man übrigens „Jack O’Lantern“. Gemäß einer Sage kam der beleuchtete Kürbis zu diesem Namen, weil ein Hufschmied namens Jack O., der ein richtiger Raufbold und Trinker war, einen Pakt mit dem Teufel einging. Der Teufel versprach Jack, ihn für sieben Jahre zum besten Hufschmied im Lande zu machen, wenn er ihm seine Seele verkaufe. Jack willigte in den Pakt ein und hängte zum Zeichen seines neu erworbenen Könnens einen ausgehöhlten und von innen beleuchteten Kürbis am Eingang seiner Schmiede auf. Wie in vielen Sagen und Geschichten, in denen Menschen ihre Seele dem Teufel verkauften, nahm es mit Jack ein böses Ende. Seine Strafe war, für alle Zeiten mit der Jack O’Lantern durch die Welt zu ziehen.

Sollen die für Halloween typischen Symbole im Bild festgehalten werden, so heißt es wie immer nah ran ans Geschehen, damit die Masken auch wirkungsvoll in Szene gesetzt werden können. Geht es um das Ablichten von geschminkten Gesichtern, so empfiehlt sich der Porträtmodus der Kamera. Hier wählt die Kamera eine große Blendenöffnung (kleine Blendenzahl). Dadurch wird der Hintergrund unscharf abgebildet und lenkt nicht vom Hauptmotiv ab. Das Motivprogramm Porträt, bietet sich vor allem für lichtstarke Objektive mit mittleren bis langen Brennweiten an. Der Autofokus bietet den großen Vorteil der automatischen Scharfstellung, wodurch man sich auf das Motiv konzentrieren kann. Ein breites AF-Messfeld erhöht übrigens die Scharfstellgenauigkeit. Besonderes Augenmerk gilt der richtigen Belichtung des Gesichtes. In Räumen und an trüben Tagen oder bei Gegenlicht ist es ratsam, den Vorblitz - zur Vermeidung von roten Augen - und den Blitz zuzuschalten. Auf den Hintergrund muss ebenfalls geachtet werden, soll er vom eigentlichen Halloween-Motiv nicht ablenken. Gerade bei Festen, wenn ein reges Treiben herrscht und man ausgelassen feiert, ist es kein leichtes, den störenden Hintergrund auszuschließen. Aus diesem Grund sollte man - sofern man sich überwinden kann - die Person oder Personengruppe fragen, ob sie sich, fernab vom Gewühl, in Pose stellen möchte. Als kleines Entgegenkommen freuen sich die Akteure vor der Kamera sicher über die Zusendung eines Abzuges. Wichtig ist, das Besondere von Halloween festzuhalten. Die Farbe Orange verhilft dem Photographen zu knalligen Aufnahmen mit Blickfang. Man muss sich also nicht nur auf Personen beschränken, sondern auch der leuchtende Kürbis bietet sich als Motiv an.

In einem selbst gestalteten Photobuch oder aber einem Photoalbum, in das man auch noch charakteristische Dinge rund um Halloween eingeklebt - dem sogenannten Scrapbook - können die Aufnahmen dann richtig zur Geltung gebracht werden. Und wer im nächsten Jahr eine Halloween-Feier plant, der kann die Abzüge für die individuelle Einladungskarte bestens einsetzen.
 

Fotografieren in der Praxis 10 / 2006

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