Im und ums Wasser herum

Gekröntes Haupt Bildgalerie betrachten Blende ,“Gekröntes Haupt”
Ingo Gerlach

Ein ausgesprochen abwechslungsreiches Photothema stellt das Wasser dar. Wer bei der Suche nach Motiven nur an den Urlaub denkt, sieht das Thema viel zu eng. Sicherlich bieten die Ferien am Meer oder an der See Motive zuhauf: Strandspaziergang, Beachball, Surfen, Segeln, Schnorcheln, Wasserschlacht der Kleinen und Großen, Möwenflug und so weiter und so weiter. Aber ausgeschöpft ist damit das Thema „Im und ums Wasser herum“ noch lange nicht. Auch zu Hause finden sich Motive in Hülle und Fülle: Ob Dusche oder Badewanne, Springbrunnen, Parkteich oder Dorfanger, ob Fluss oder Bach, Baggersee oder Schwimmbad, Regenpfütze oder Vogeltränke, überall ist etwas los, gibt es viel zu sehen und zu photographieren.

Wasser ist eine überaus photogene Materie, das verrät schon die Sprache, die es mit einer ungewöhnlichen Vielfalt von Worten zu beschreiben versucht: funkeln, glitzern, leuchten, murmeln, rieseln, platschen, kochen, brodeln, strömen - um nur einige zu nennen. Vom Tau- bis zum Regentropfen, von aufsteigenden Nebelschwaden bis zum sintflutartigen Regenfall, vom stillen See bis zum tosenden Meer, von der sprudelnden Quelle bis zum hoch aufsteigenden Springbrunnen reicht die Motivpalette.

Grenzenlose Chancen für ungewöhnliche Aufnahmen bietet das Thema Wasser, man muss sie nur wahrnehmen und gegebenenfalls den Mut zu Aufnahmen von Wasser im glitzernden Gegenlicht haben. Wenn man mit bloßem Auge die Sonnenreflexe verträgt, dann kann auch photographiert werden. Wird analog photographiert, sollte man an Filmmaterial nicht sparen und stets zwei Aufnahmen machen. Einmal, wie es der Belichtungsmesser verlangt, und einmal, wie es für das Motiv wirkungsvoller sein könnte. Beim Diafilm gilt es knapper zu belichten, damit die Bilder dramatischer werden, die Lichter funkeln und die Farben leuchten. Stimmung sollte man in die Bilder beispielsweise mit Hilfe von Bildbearbeitung oder aber schon während der Aufnahme mit Filtern zaubern. Das Rotfilter für Schwarzweißaufnahmen und das Polarisationsfilter für Farbaufnahmen dramatisieren, sorgen für weiße Gischt und die deutliche Trennung der Farben und damit auch für klarere Formen.

Wird am Wasser photographiert, so darf die Kamerapflege nicht außer Acht gelassen werden. Wasser und vor allem Salzwasser können dem Photoapparat schaden, es sei denn, man ist im Besitz einer Unterwasserkamera oder eines Unterwassergehäuses. Objektive sollten durch einen Skylightfilter geschützt werden.
 

Fotografieren in der Praxis 06 / 2006

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden