Im Zoo

Rüsselstand Bildgalerie betrachten “Rüsselstand”
Ralf Köhler

Für Zooaufnahmen ist jede Kamera geeignet, da man immer Tiere findet, die sich formatfüllend oder zusammen mit der Kulisse der Umgebung schon mit einem festen Objektiv einer einfachen Kompaktkamera einfangen lassen. Das gilt vor allem für Elefanten, Giraffen und Flußpferde, die weniger in Bewegung sind. Wenn die freie Wildbahn oder eine Safari vorgetäuscht werden soll, ist eine lange Objektivbrennweite nötig. Damit ist die typische Zookulisse, vor allem das Gitter, nicht mehr zu erkennen. Bei Teleobjektiven zaubern schon 10 bis 20 cm Abstand vom Gitter dieses durch Unschärfe fort. Bei Gittern und unvorteilhaften Elementen im Hintergrund ist eine große Blende ratsam, damit diese außerhalb der Schärfentiefe in starker Unschärfe liegen und wenig störend erscheinen.

Unscharfe Blätter und Zweige im Vordergrund können das Tier so umrahmen, daß die Aufnahme wie aus einem Versteck heraus gemacht aussieht. Blitzlichtaufnahmen in Tierhäusern dürfen keinesfalls gegen die Bestimmungen verstoßen, da es Unfälle mit erschreckten Tieren geben kann. Um die Belichtungszeiten zu verkürzen, sind in der analogen Photographie hochempfindliche Filme vorteilhaft. Die meisten digitalen Kameramodelle verfügen über die Option, die Lichtempfindlichkeit von Bild zu Bild verändern zu können. In der Automatikposition stellen die meisten Digitalkameras bei unzureichenden Lichtverhältnissen eine höhere Empfindlichkeit ein. Wie beim Film auch führen höhere Empfindlichkeiten zu gesteigerter Körnigkeit, die als Rauschen bezeichnet wird.
 

Fotografieren in der Praxis 08 / 2004

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