Naturfotografie - Jeder Fotografierende ist ein Botschafter

Der Planet Erde, unsere Heimat, ist voller atemberaubender Schönheit, sowohl im Kleinen als auch im Großen. Auch wenn wir wissen, wie schützenswert unser Planet Erde ist, so ist es wichtig, dass wir tagtäglich daran erinnern. Bilder sind die Sprache, die jeder versteht. Es bedarf keiner Worte wenn beispielsweise Gletscher ihr strahlendes Weiß verlieren und das Eis inzwischen graubraun eingefärbt ist. Genauso Vielsagend sind durch Wassermangel verkrustete Landstriche oder Tierkadaver. Und auf der anderen Seite das Schöne wie der Sternenhimmel – der die Landschaft erleuchtet, die Kornblume im Getreidefeld, der schmelzende Gletscher oder der leuchtende Ätna. Es sind Fotografien die jeder einzelne von uns macht und wenn sie den privaten Raum verlassen, dann rütteln sie mit ihren Botschaften wach und sensibilisieren. Allein zum Schutz der Natur ist es gut, dass heute nahezu jeder fotografiert – jede Naturaufnahme ist auch für einen selbst eine wichtige Botschaft und damit ein Beitrag zum Schutz des Planeten Erde. Mit „Blende 2017“ und der diesjährigen thematischen Vorgabe „Planet Erde – Schützenswertes“ rücken wir zusammen mit den teilnehmenden Tageszeitungen den Schutz der Natur in den Fokus und stellen allen eine Plattform für ihre Botschaften zur Verfügung.

© Fotograf: Petra Kretschmann, Eiskaltes Herz, Blende-Fotowettbewerb
Petra Kretschmann, Eiskaltes Herz, Blende-Fotowettbewerb

Es liegt sicherlich in der Natur der Dinge, dass Fotobegeisterte bevorzugt das Schöne in ihren Fotos verewigen. Ein Grund dafür ist, dass man sich naturgemäß für Schönes schneller begeistert. Damit verbunden ist eine größere fotografische Motivation, dass Schöne in Fotografien bewahren zu wollen. Klare Botschaften verlangen nach aussagekräftigen Aufnahmen. Je besser es einem gelingt, die Schönheit, die Zerstörung oder die Verletzbarkeit der Natur in Aufnahmen zu modellieren, desto kraftvoller sind die Botschaften.

© Fotograf: Andreas Hollinger, Sterne über dem Nationalpark Gesäuse, Blende-Fotowettbewerb
Andreas Hollinger, Sterne über dem Nationalpark Gesäuse, Blende-Fotowettbewerb

Naturaufnahmen sind ein Stückweit ein Spiegelbild des Seelenzustandes desjenigen, der sie in Szene setzt. Fotografien sind somit weitaus mehr als nur ein Abbild der Realität. Sobald man sich auf das Gesehene einlässt, transportieren Fotografien Emotionen und erzählen Geschichten. Je besser man die Klaviatur des Bildermachens – Blende, Belichtungszeit, Bildgestaltung, Kameraposition – beherrscht, desto aussagekräftiger sind die Botschaften. Ein probates Mittel ist zudem das fotografische Experiment. So kann es lohnenswert sein, in den Weißabgleich manuell einzugreifen oder auf die kamerainternen Filter zurückzugreifen.

© Fotograf: Uwe Kohlmann, Die letzte Kornblume, Blende-Fotowettbewerb
Uwe Kohlmann, Die letzte Kornblume, Blende-Fotowettbewerb

Von elementarer Bedeutung ist natürlich das Licht – Fotografieren ist schlechtweg nichts anderes, als mit Licht zu malen. Stimmungsvolle Aufnahmen sind in der Regel dann garantiert, wenn das Licht wechselt – also bei einem Wetterumschwung wie beispielsweise einem Gewitter oder wenn die Nacht zum Tag wird, beziehungsweise wenn die Sonne langsam untergeht. Deshalb ist es in der Naturfotografie wichtig, sich rechtzeitig auf den Weg zu machen, sich Zeit für seine Motive zu nehmen und das optimale Licht abzuwarten, um das Gesehene entsprechend wirkungsvoll zu modellieren.

© Fotograf: Joachim Droll, leuchtender Ätna , Blende-Fotowettbewerb
Joachim Droll, leuchtender Ätna , Blende-Fotowettbewerb

„Blende“ – Der Fotowettbewerb für Fotobegeisterte jeden Alters

„Blende“, ist der Wettbewerb für Fotobegeisterte aller Altersgruppen. Seit Jahrzehnten ist „Blende“ ein Trendbarometer für den Stand der Fotografie und damit ein wichtiges Zeitdokument. Die jährliche Gemeinschaftsaktion von Tageszeitungen und der Prophoto GmbH begeistert Teilnehmer, Veranstalter und Bildgenießer gleichermaßen.

„Blende“ bietet allen Amateurfotografen ein Forum und die große Chance, ihre Schaffenskraft zum Besten zu geben. Dazu gehört auch, mit Gleichgesinnten zu den thematischen Vorgaben in den Wettstreit zu treten. Dabei wachsen die Teilnehmer über sich hinaus und geben Zeugnis über ihr kreatives fotografisches Potential. Ihre Bilder sind allesamt fotografisch konservierte Augeneindrücke, die durch ihre Teilnahme an „Blende“ zudem den Raum der privaten Betrachtung verlassen und den öffentlichen Schauplatz betreten. Nur die Präsentation der „Blende“-Bildeinsendungen in den Galerien auf unserer Homepage erscheint uns ausbaubar. Deshalb zeigen wir – vielfach mit Unterstützung der „Blende“-Fotografen – auf, was notwendig ist, um zu so sehenswerten Aufnahmen, wie hier veröffentlicht, zu gelangen. Damit soll nicht zum Kopieren inspiriert werden, sondern motiviert werden zum eigenen Spiel mit Zeit und Blende. Weitere Informationen zum laufenden Fotowettbewerb „Blende 2017“.

Fotografieren in der Praxis 08 / 2017

1 Kommentare

Ein interessanter Aspekt der mir so noch nicht in den Sinn gekommen war

Bruno

von Bruno
23. August 2017, 07:39:57 Uhr

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