Ein neues Erlebnis - Panoramen in Facebook

Das fertige Kugelpanorama
Das soziale Netzwerk Facebook bietet seit kurzem die Möglichkeit, Panoramen hochzuladen und zu teilen. Dafür ist keine besondere Software nötig, lediglich das fertige Bild muss vorhanden sein. Für Betrachter an einem Handy oder Tablet gibt es dann ein besonderes Erlebnis.

Das kleine Symbol unten rechts zeigt die Blickrichtung an
Ein Panoramafoto ist zunächst erst einmal ein besonders breites Foto. Bei einem Kugelpanorama ist das noch ein bisschen anders, schließlich ist da die Kugel flach ausgebreitet, etwas, das eigentlich kaum möglich ist. Der Mathematiker wird sogleich mitteilen, dass die berühmte Quadratur des Kreises nicht wirklich geht. Aber es geht natürlich annäherungsweise. Zu einem virtuellen Erlebnis wird ein solches Panoramabild erst mit der entsprechenden Software, mit der sich der Betrachter im Raum umsehen kann. Für klassische Anwendungen gibt es verschiedene Panorama-Betrachter.

Das bekannteste Beispiel für das Problem mit der flach ausgebreiteten Kugel dürfte die Karte der Erde sein. Je nach Projektion erscheint da die Antarktis am unteren Rand als Fläche, die die gesamte Breite einnimmt. Dabei ist die Antarktis in Wirklichkeit natürlich nicht annähernd so groß wie Afrika. Aber was am Südpol der Kugel ist erscheint eben auf voller Breite, wenn die Kugel flach abgebildet wird – der allseits bekannte weiße Rand am unteren Ende der Erdkarte.

Facebook erkennt das Panorama nach dem Hochladen
Facebook hat jetzt seit neustem eine Panorama-Betrachtungs-Software eingebaut. Dabei werden Panoramen automatisch unabhängig davon erkannt, ob es nur ein Schwenk über eine Landschaft ist oder eben ein komplettes Kugelpanorama. Alles was man dafür braucht, ist ein fertiges Panorama-Foto. Wie das geht, steht hier:
http://www.prophoto-online.de/fotopraxis/Grundlagen-fuer-Panoramabilder-10008412

Wenn das Bild hochgeladen wird, erkennt Facebook das Bildformat korrekt. Inzwischen gibt es sogar eine kleine Zoom-Funktion, allerdings nur beim Betrachten auf einem Desktop-Rechner und da nur, im sogenannten Theater-Modus, wenn also das Bild angeklickt und einzeln angezeigt wird. Ansonsten ist die Funktion ideal für Handy-Panoramen, alle anderen Bilder werden gnadenlos kleingerechnet. Wer ein Ligapixel-Pano zusammengesetzt hat kann das zwar hochladen, aber die Details des Bildes gehen bei Facebook verloren.

Panoramen können nur einzeln hochgeladen werden
Einen besonderen Reiz bietet Facebook beim Betrachten der Bilder. Denn wer dafür die App von Facebook auf einem Handy benutzt kann sich einfach drehen, indem er das Handy bewegt. Dreht man sich wirklich, dreht sich das Bild, gleiches beim Schwenken nach oben und unten bei einem Kugelpanorama.

Fotografieren in der Praxis 07 / 2016

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