Photobooth - Mit einer Fotobox die Gäste unterhalten und Erinnerungen sammeln

Grenzenloser Fotospaß bei Feiern wie Geburtstagen, Jubiläen

Bei fortgeschrittener Feierlaune entstehen oft sehr lustige Fotos

Photobooth - Mit einer Fotobox die Gäste unterhalten und Erinnerungen sammeln

Fotografieren auf Veranstaltungen wie Geburtstagen, Jubiläen, Konfirmation beziehungsweise Kommunion, Hochzeiten, Turnieren – also immer dann wenn Familie und Freunde zusammenkommen, ist ein Muss. An Aufnahmegeräten mit Smartphones, Digitalkameras, Sofortbildkameras und den sogenannten Single Use Kameras – auch als Einwegkameras bekannt – mangelt es auf solchen Events nicht. Mit sogenannten FotoboxenPhotobooth –, die in verschiedenen Varianten angeboten werden, wird der Fotospaß auf ein noch höheres Level befördert. Kommen sie zum Einsatz, so sind tolle Erinnerungsfotos garantiert und das ganz ohne Fotograf.

Was sind Fotoboxen?

Bei einer Hochzeit oder einem runden Geburtstag möchte man am liebsten Erinnerungsfotos aller Gäste haben. Um daraus keine steife Fotosession zu machen, sind in den letzten Jahren so genannte „Fotoboxen“ (manchmal auch mit dem englischen Begriff Photobooth bezeichnet) in Mode gekommen. Dabei handelt es sich um einen Apparat im Stil eines Passbildautomaten, in bzw. vor dem die Gäste für ein Erinnerungsbild posieren können. Ausgelöst wird die Aufnahme per Selbstauslöser beziehungsweise über einen Touchscreen – ein Fotograf ist in der Regel nicht dabei. Um gute Stimmung zu verbreiten und lustige Posen zu erreichen, werden meist Requisiten wie bunte Hüte, Brillen oder gar Perücken bereitgestellt. So macht die Fotosession noch mehr Spaß und für weitere Unterhaltung auf der Party ist gesorgt. Es geht aber auch ernster: Eine Tafel oder Pappkarten etwa ermöglichen es den Gästen, gute Wünsche für die Gefeierten auf den Fotografien zu verewigen.

Fotoboxen unterhalten die Gäste und garantieren grenzenlosen Spaß

Bei fortgeschrittener Feierlaune entstehen oft sehr lustige Motive, an denen sich zum Beispiel ein Brautpaar noch lange erfreuen kann. Hat man selbst noch keinen Photobooth live erlebt, aber die Aufnahmen gesehen, wundert man sich, zu welchen Posen sich die Abgebildeten hinreißen lassen. Selbst sonst eher ernste betagte Brauteltern oder -großeltern lassen sich meist von der kreativen guten Stimmung anstecken.

Digitale Bildspeicherung und direkter Ausdruck

Anders als beim Passbildautomaten werden die Aufnahmen in der Regel digital gespeichert, so dass sie später zum Beispiel in ein Fotobuch oder eine Web-Galerie eingebunden werden können. Bei vielen Fotoautomaten werden sie außerdem direkt ausgedruckt. Das befeuert die Kreativität aller Gäste, die sich schon mal anschauen können, was alles so möglich ist in der Fotobox. Auch kann man den Ausdruck als schönes Geschenk für den oder die Gefeierten direkt in ein Album kleben und mit handschriftlichen Glückwünschen versehen.

Eigenen Photobooth mieten

Foto: Photobooth-Deluxe.de/Jürgen Mayr

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und selbst eine Fotobox auf einer Veranstaltung aufstellen möchte, muss entsprechendes Budget aufbringen. Da der Kauf mit mindestens € 3.000,— recht kostspielig ist, werden die Fotoautomaten meist gemietet. Die Preise variieren je nach Standort, aber scheinen in der Regel so ab etwa € 250,— zu beginnen. Dafür wird die Box meist ins Haus bzw. zum gewünschten Standort geliefert und abgeholt. Beim Preisvergleich sollte man auf die enthaltenen Leistungen achten. Vor allem, ob die Ausdrucke schon im Preis inkludiert sind oder nicht, macht einen deutlichen Unterschied bei den endgültigen Kosten. Auch enthaltene Requisiten können ein geldwerter Vorteil sein.

Die Mietgebühr kommt zustande, da ein Fotoautomat nicht nur aus einer Kamera besteht, sondern in der Regel auch noch einen Rechner samt Monitor sowie oftmals auch einen Drucker beinhaltet. Dazu kommen eine professionelle Blitzanlage und ein entsprechender Hintergrund, damit die Aufnahmen einheitlich aussehen. Das Ganze ist in einer abschließbaren Box versteckt und mit einer leicht bedienbaren Software versehen, so dass die Gäste nichts verstellen oder gar kaputt machen können. Die Ausgaben lohnen sich bei dem garantierten großem Spaß, den man sich selbst und seinen Gästen bereitet – vor allem, wenn man den Aufwand für eine selbst improvisierte Fotobox dagegen stellt. Man kann sich den Spaß ja auch schenken lassen.

Fotobox selbst improvisiert

Wer das Geld für ein gemietetes professionelles Photobooth nicht anlegen möchte, kann im Prinzip auch mit einer Kamera, einem Laptop oder Tablet und entfesselten Blitzen selbst einen Fotoautomaten improvisieren. Noch schlanker geht es mit einem Tablet und Dauerlicht (z.B. einer LED-Lampe). Sowohl für iOS als auch für Android sind mittlerweile zahlreiche Photobooth-Apps erhältlich. Bei einigen müssen die Gäste sogar nicht einmal den Auslöser betätigen, sondern das Programm erkennt per Gesichtserkennung automatisch, wenn jemand vor dem Tablet sitzt und löst dann aus. Das ist praktisch, da eine komplizierte Bedienung den Selfmade-Photobooth schnell zum Scheitern bringen kann. Jetzt kommt jedoch das ABER: Die eingebauten Kameras in Tablets liefern nicht die besten Aufnahmen. Außerdem sollte man beim Tablet auf einen sicheren Aufbau achten, denn wenn das Gerät umgestoßen wird und kaputt geht, dann ist der Preisvorteil zur Miete einer Profi-Fotobox schon dahin. Gerade zu fortgeschrittener Stunde empfiehlt sich deshalb, dass immer jemand bei der Anlage ist. Ist man selbst Gast auf einer Feier, beeinträchtigt das nicht unwesentlich das eigene Vergnügen.

Tipps zu Hintergrund und Requisiten

Photobooth - Mit einer Fotobox die Gäste unterhalten und Erinnerungen sammeln

Einen einheitlichen oder witzigen Hintergrund und entsprechende Requisiten sollte man nicht vergessen. Ein beliebter Klassiker sind Hüte und Bärte aus Pappe, die man schon fertig als Requisiten-Set für wenig Geld im Internet bestellen kann. Auch ein leerer glasloser Bilderrahmen in ausreichender Größe ist ein beliebtes Requisit. Für Hochzeiten bieten sich auch Herzkissen an. Ein Klassiker ist zum Beispiel die Variante mit kleinen Ärmchen eines schwedischen Möbelhauses. Noch besser ist, wenn man sich zum Anlass des Events ein passendes Setting oder Motto ausdenkt. Das gilt übrigens auch für ein gemietetes professionelles Photobooth. Ist das Brautpaar zum Beispiel Wassersportbegeistert, könnte der Hintergrund ein Großposter mit einer Strandszene sein und als Requisiten Sonnenbrillen, Strandaccessoires und gar ein Surfbrett dienen. Manche Fotobox-Vermieter bieten auch eine Variante mit sogenanntem Greenscreen als Hintergrund an, in den vielfältige digitale Hintergründe einkopiert werden können. Vor allem für Firmenevents ist das eine interessante Alternative.

Gibt es Alternativen zur Fotobox

Eine wirkliche Alternative zur Fotobox gibt es nicht wirklich. Single Use Kameras (Einwegkameras) und Sofortbildaufnahmen sorgen für eine andere Art von Fotospaß. Eine günstigere Alternative zur Fotobox stellen sie nicht dar. Für rund 200 Bilder (von denen mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr als die Hälfte unbrauchbar ist) ist man schnell bei Kosten zwischen rund € 100,— (für Einwegkameras) beziehungsweise rund € 250,— (für Sofortbilder inkl. Kamera).

Eine weitere Alternative für technik-affine Gäste sind Wedding-Apps, die die in den meisten Handys eingebauten Kameras nutzen. Nach Installation der App werden die Bilder dann automatisch in einem passwort-geschützten Bereich für den/die Gefeierten hochgeladen. Damit diese Lösung eine vergleichbare Menge guter Fotos wie beim Photobooth ergibt, müssen die Gäste jedoch willig sein, sich die Anwendung zu installieren und von ihrem Smartphone fleißig Gebrauch machen. Das dürfte wohl allenfalls bei der jüngeren Generation der Fall sein. Außerdem muss ausreichend Licht vorhanden sein, da die kleinen Linsen und Sensoren der Smartphones drinnen schnell überfordert sind, wenn nicht gerade die aktuellen Top-Modelle eingesetzt werden.

Fotografieren in der Praxis 04 / 2018

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