Herbstimpressionen - Photographieren mit dem Scanner

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Wer das Photographieren mit dem Scanner - auch als Scanart bezeichnet - für sich entdeckt, der wird in Zukunft immer wieder darauf zurückgreifen, denn die Ergebnisse faszinieren und sind einfach verblüffend. Flachbettscanner, bei denen sich der Deckel abnehmen läßt, bieten sich für dieses Einsatzgebiet an, denn mit ihnen lassen sich auch dreidimensionale Gegenstände einscannen.

Das Prinzip von Scanart ist einfach. Das Objekt beziehungsweise die Objekte werden auf die Glasplatte des Scanners gelegt. Bei rauhen Gegenständen ist darauf zu achten, daß durch das Hin- und Herschieben der Objekte beim positionieren die Glasplatte nicht beschädigt wird. Läßt man, wie bei unseren Bildbeispielen "Herbstimpressionen", den Deckel des Flachbettscanners offen, so liegt ein schwarzer Hintergrund vor. Dieser ist einheitlich, wenn der Raum abgedunkelt ist. Eine andere Möglichkeit, um Streu- und Umgebungslicht auszuschließen, erzielt man durch die Abdeckung mit Stoff oder bei flachen Gegenständen mit Papier - hier ist jedoch Vorsicht geboten, damit diese auf der Glasplatte nicht wieder verschoben werden. Gescannt werden sollte mit mindestens 300 dpi. Dies ergibt, je nach Objektgröße, Scans von einer Dateigröße zwischen 5 und 10 MB. Ist der Scan im Kasten, so kann mit Hilfe von Bildbearbeitungswerkzeugen das "Kunstwerk" gegebenenfalls perfektioniert werden.

Für unsere Stilleben "Herbstimpressionen" wurde das gesammelte Laub zunächst zwischen Papiertaschentüchern getrocknet - mit dem Nebeneffekt, daß sich der Schmutz in den Papiertaschentüchern festsetzte und dadurch die Glasplatte des Scanners sauber blieb. Das noch nicht vollständig abgetrocknete Laub wurde auf der Glasplatte positioniert und die Scansoftware aktiviert. Durch die Option "Voransicht" bestand die Möglichkeit, korrigierend auf die Ausrichtung der Blätter Einfluß zu nehmen. Der Hintergrund wurde schwarz gewählt, damit die Färbung des Herbstlaubes wirkungsvoll zur Geltung kam.

Photographien aus dem Scanner eignen sich bestens für selbstgestaltete Postkarten. Gerade zu Weihnachten, wenn es heißt, viele Karten verschicken zu müssen, bietet sich die Photokunst aus dem Scanner an. Aber auch als Vergrößerung in einem Rahmen verschenkt, als Puzzle oder auf eine Tasse gedruckt, können sie große Freude bereiten.
 

Fotografieren in der Praxis 12 / 2004

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