Photographieren Sie Ihre Wertsachen!

Silberbrosche Bildgalerie betrachten

“Silberbrosche”
Ronald Vedrilla

Die Kriminalität steigt, Einbrüche stehen auf der Tagesordnung, Wertsachen werden entwendet. Die Beweisführung in Versicherungsfragen kann sich mitunter als sehr schwierig gestalten, wenn zuvor die Photographie zur Dokumentation herangezogen wurde und somit keine Aufnahmen von den gestohlenen Wertgegenständen vorliegen. Jeder weiß, daß eine Beschreibung kein Bild ersetzen kann und andererseits ein Photo viele umständliche Erklärungen und Beschreibungen erspart. Aus diesem Grund verwenden Vertreter von Versicherungen, Sachverständige und Haveri-Kommissare die Kamera zur Dokumentation von Versicherungsobjekten und Schadensbeschreibungen.

In ähnlicher Weise wie beispielsweise Sachverständige kann auch jeder Kamerabesitzer seinen Photoapparat einsetzen, und seinen Besitz und wertvolle Gegenstände in beweiskräftigen Bildern festhalten, um im Schadensfall damit den notwendigen Nachweis zu erbringen. Das gilt vor allem für Aufnahmen von Wertgegenständen, also für Photos von Schmuck und teuren Uhren, Porzellan, Statuen, Antiquitäten, Gemälden und Teppichen, Pelzen, Münzen und Briefmarken.

Im Prinzip kann man diese Wertsachen mit jedem Photoapparat aufnehmen. Vor allem bei kleinen Gegenständen, wie Schmuckstücken, Briefmarken oder Uhren sollte die Kamera Nahaufnahmen gestatten um d Objekte formatfüllend photographieren zu können.

Die Aufnahmen macht man am besten in der Nähe eines Fensters. Helles, diffuses Licht ist besser geeignet als direkter Sonnenschein, der zu harte Schatten wirft. Um technisch einwandfreie Aufnahmen zu erhalten, empfiehlt sich die Verwendung eines Stativs. Wird mit Blitz photographiert, so kann es zu störenden Reflexen kommen, die mitunter nicht mehr erkennen lassen, um welches Material es sich handelt. Die Wertgegenstände sollten so photographiert werden, daß charakteristische Details wie zum Beispiel einzelne Schmucksteine gut zu erkennen sind. Zur Veranschaulichung der Größe des Wertgegenstandes ist es ratsam, diesen zusammen mit einem Maßband, Lineal oder Zollstock zu photographieren.

Auch wenn monochrome Aufnahmen einen guten Beweiswert besitzen, empfiehlt sich die Farbaufnahme, damit beispielsweise wertvolle Emailarbeiten oder die farbigen Steine eines Schmuckstücks zur Geltung kommen. In den wenigsten Fällen wird eine Aufnahme ausreichend sein, um den Wert des Gegenstandes in seiner vollen Pracht wiederzugeben. Bei sehr großen Teppichen zum Beispiel, sollte in jedem Fall auch eine Ecke oder ein wichtiger Teil des Dekors im Bild festgehalten werden.

Die Aufnahmen von Wertgegenständen sollten bei Versicherungsabschluß als Dokument dem Antrag beigefügt werden. Bei besonders kostbaren Wertgegenständen fordert die Versicherung in vielen Fällen ohnehin einen Bildnachweis. Das Original-Negativ, das Farbdia beziehungsweise die digitale Bilddatei ist getrennt von den Wertgegenständen sicher aufzubewahren. Im Falle eines Diebstahls kann Ihr Photodokument auch zur Wiederbeschaffung beitragen, weil es der Polizei als Fahndungsunterlage dient.
 

Fotografieren in der Praxis 09 / 2004

3 Bewerten  |  Drucken  |  Weiterempfehlen
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden