Fototipp: Regenbogen im Fokus

© Blende, Heike Reizlein, Regenbogen Bildgalerie betrachten © Blende, Heike Reizlein, Regenbogen

Regenbögen faszinieren Jung und Alt gleichermaßen – glücklich können all jene sich schätzen, die ihr Aufnahmegerät griffbereit haben und dieses Naturschauspiel in Bildern festhalten. Sie schaffen Unikate, denn kein Regenbogen gleicht dem anderen. Noch genialer wird es, wenn man einen doppelten Regenbogen zu Gesicht bekommt. Schnell muss man sein, möchte man Regenbögen – ob nun einfach oder doppelt – in Bildern festhalten. Der Frühling gilt übrigens als die Zeit des Regenbogens. Die bunten Streifen galten früher im Übrigen als die Reiseroute der Götter und im Alten Testament werden sie als Friedenszeichen des Schöpfers gedeutet.

Wie entstehen Regenbögen?

Regenbögen setzen Regen und Sonne voraus. Sichtbar werden Regenbögen dann, wenn man als Betrachter die Sonne im Rücken hat, die eine Regenwand bescheint. Die Sonnenstrahlen werden in den Regentropfen reflektiert – das weiße Licht spaltet sich in den Regentropfen. Die typische Regenbogenfarbskala ergibt sich aus der unterschiedlichen Schwingung der Lichtstrahlen, die aus den Regentropfen hervortreten. Einem aktuellen Bericht auf Spiegel-online zufolge, können 12 Arten von Regenbögen unterschieden werden, die sich allein auf den Stand der Sonne zurückführen lassen. Der Sonnenstand, so neueste wissenschaftliche Untersuchungen, sei auch verantwortlich, wenn oberhalb eines Regenbogens ein weiterer mit umgekehrter Farbreihenfolge leuchtet.

Wie fotografiert man Regenbögen?

Prinzipiell ist jedes Aufnahmegerät zum Fotografieren von Regenbögen geeignet – den größten fotografischen Spielraum bieten Kompaktkameras mit einem großen Zoombereich der auch Weitwinkel mit abdeckt sowie kompakte System- oder Spiegelreflexkameras. Bei den beiden letztgenannten Kamerasystemen empfiehlt sich der Einsatz von Weitwinkelobjektiven, da ein normaler Regenbogen einen Radius von 51 Grad hat. Alternativ können auch FishEye-Objektive zum Einsatz kommen – hier hat man eine extremere Wölbung und stärkere Verzerrung zum Rand hin. Der Automatikmodus – allen bestens bekannt als iA liefert in der Regel überzeugende Aufnahmen.

Inwieweit ein Stativ zum Einsatz kommt, hängt von der eigenen Schnelligkeit beim Aufbau und von den Lichtverhältnissen ab. Solange man mindestens 1/100 Belichtungszeit einhält, geht auch freihand. Zwingend erforderlich sind Stative in der Regel also nicht. Nützlich sind sie dennoch, wenn man die Serienfunktion der Kamera aktiviert. Dies ist ratsam, denn innerhalb von Millisekunden ändern sich die Lichtstimmungen. Der gleiche Ausschnitt ist dann dank Stativ garantiert. Pflicht ist ein Stativ dann, wenn in die HDR-Fotografie eingetaucht wird oder bei Belichtungsreihen.

Sofern die Kamera den Einsatz eines Filters zulässt, wird vielfach das Polfilter empfohlen. Schaut man in diverse Foren, so gehen die Meinungen diesbezüglich jedoch auseinander. Grund hierfür ist der Belichtungsmesser, der schnell für eine Überbelichtung sorgt. Regenbogenbilder verlangen jedoch nach einer korrekten Belichtung.

Wo Regenbögen auftauchen ist es meist nass. Feuchtigkeit – außer sinnflutartiger Regenguss – schadet der Kameraausrüstung nicht. Wichtig ist natürlich, dass man die Kamera mit einem Lappen trocknet, bevor man sie in der Fototasche verstaut. Bitte nicht mit Papiertaschentüchern die Optik trocken und/oder sauber wischen. Die kleinen Holzpartikel können schnell zu Kratzern führen.Da sich auf der Kameraausrüstung immer noch Restfeuchte befinden kann, ist sie zu Hause aus der Tasche zu nehmen. Die Tasche ist bitte zum Trocknen auch offen zu halten.

Fotografieren in der Praxis 04 / 2016

1 Kommentare

Regenbögen flashen mich und großer Mist ist es wenn man dann auf der Autobahn unterwegs ist und sie nicht fotografieren kann

Jan-Michael

von Jan-Michael
29. April 2016, 09:31:18 Uhr

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