Auf Reisen - Einzigartige Urlaubsfotos die sich abheben

Fotografiert wird viel – im Urlaub noch sehr viel mehr und zwar nicht nur dann, wenn man sich die freie Zeit mit einer reinen Fototour vertreibt. Die Kamera ist im Urlaub das bevorzugte Aufnahmegerät. Das verwundert nicht bei dem deutlich höheren Funktionsumfang, den Kameras im Vergleich zu Smartphones bieten. Die Kamerafeatures garantieren sowohl am Tag als auch in der Nacht bestens für jede Fotosituation gerüstet zu sein. Auch, wenn man den Urlaub im Gegensatz zu einer reinen Fototour nicht ausschließlich der Fotografie unterordnet, so ist es ratsam sich vorzubereiten, damit einem kein Fotomotiv durch die Lappen geht. Dazu gehört im Vorfeld die Motivrecherche – sie bestimmt auch, welches Fotoequipment in jedem Fall mit in den Urlaub mitgenommen werden sollte.

Frank Hojenski, Architektur Stadthafen, Blende-Fotowettbewerb
Frank Hojenski, Architektur Stadthafen, Blende-Fotowettbewerb

Fotoequipment – Was sollte mit?

Möchte man für nahezu jede Fotogelegenheit im Urlaub gerüstet sein, dann stellt die Fotogrundausstattung eine sehr gute Basis dar. Mit einer Zoomkamera, die mit einem großen Zoombereich ausgestattet ist, kann man sich nahezu jedes Motivgebiet im Urlaub erschließen. Ist man im Besitz einer Kamera für Wechseloptik – ob nun kompakte System- oder Spiegelreflexkamera – so gehört das Normalobjektiv ebenso in die Fototasche wie ein leichtes Weitwinkel – sowie ein Teleobjektiv. Sofern die Kamera über einen Blitzschuh verfügt, sollte man ebenso an das separate Blitzgerät beziehungsweise an die LED-Leuchte denken. Ein Stativ ist immer ratsam. Wenn der Umfang des Gepäcks begrenzt ist, dann sollte es wenigstens ein Einbeinstativ sein. Ersatzakku und -speicherkarten sind ebenso Pflicht wie ein Reinigungsset, das Kamera- und Ladekabel sowie Adapter und Filter. Ein zusätzliches Speichermedium, auf das man im Urlaub nach jeder Fototour seine Aufnahmen sichert, ist anzuraten. Das können ein Laptop beziehungsweise Tablet ebenso sein wie eine separate Festplatte.

Helmut Plamper, Stimmung im Val d'Orcia – Toskana, Blende-Fotowettbewerb
Helmut Plamper, Stimmung im Val d’Orcia – Toskana, Blende-Fotowettbewerb

Wichtig ist, auch an den richtigen Schutz der Fotoausrüstung zu denken. Ist man mit einem Kreuzfahrtschiff unterwegs, dann müssen andere Dinge bedacht werden, als bei einer Städtetour oder in den Bergen.

Was alles an Fotoequipment im Urlaub mitkommt hängt maßgeblich vom Transportmittel ab. Bei Flugreisen wird man sich auf das Nötigste begrenzen müssen, während man deutlich mehr an Fotoequipment einpacken kann, wenn man mit dem Auto unterwegs ist.

Motivrecherche – Bildideen schon im Vorfeld entwickeln

Das Internet ist reich an Informationen – zielführender ist vielfach die Motivrecherche über Reiseführer und Bildbände, weil man sich da nicht so schnell verzettelt. Bildbände inspirieren zudem mit ihrer Bildsprache. Das ist besonders dann hilfreich, wenn man den Anspruch verfolgt, Motive so festhalten zu wollen, dass sie sich von der Postkarte vor Ort abheben. Gerade bei seht oft bereisten Ländern und ihren bekannten Sehenswürdigkeiten sollte immer das Ziel sein, besondere Aufnahmen zu schaffen, die sich vom Bilderberg abheben. Essenziell hierfür ist die Bildidee die von zahlreichen Faktoren (wie Aufnahmestandpunkt, Lichtverhältnisse, Blende, Verschlusszeit etc.) gespeist wird. Ratsam ist es, Bildideen schriftlich festzuhalten – so vergisst man sie schlichtweg nicht. Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, alles auch fotografisch umsetzen zu müssen. Im Vorfeld der Reise oder vor Ort lohnt sich die Buchung eines Guides und zwar eines, der auch jenseits der Tourismusströme einem Einblick in die Besonderheiten gibt. Kleine Gruppen sind natürlich deutlich besser als große – perfekt ist es, wenn man den Guide für sich alleine hat. Mit ihm kann man im Vorfeld das bevorzugte Fotosujet besprechen und er plant eine darauf zugeschnittene Tour.

Ralf Richtsteiger, Pragser Wildsee, Blende-Fotowettbewerb
Ralf Richtsteiger, Pragser Wildsee, Blende-Fotowettbewerb

Entschleunigung – Sich fokussieren

Urlaub bedeutet Entschleunigung vom Alltag und die Fotografie hilft dabei. Auf der anderen Seite beansprucht die Fotografie für sich auch die persönliche Entschleunigung. Ein Garant für tolle Aufnahmen ist, sich auf seine Motive einzulassen. Das setzt die besagte Entschleunigung voraus – sich also Zeit zu nehmen und die Sinne zu schärfen. Ein festes Zeitfenster dafür gibt es nicht. Übrigens kommt es nicht darauf an, mit wie vielen Aufnahmen man aus dem Urlaub heimkehrt. Entscheidend ist, dass die Urlaubsfotos ein Spiegelbild dessen sind, was man gesehen/erlebt hat. Auf dem Weg zu aussagekräftigen Aufnahmen hilft es zu hinterfragen, was man in seinen Fotos zeigen möchte. Das klingt banal, ist aber essenziell. Ist es beispielsweise ein Bauwerk, dann sollte dieses im Mittelpunkt der fotografischen Betrachtung stehen. Dem Umfeld sollte man nur dann fotografische Beachtung schenken, wenn dies förderlich für die Abbildung des Bauwerks ist.

Ramona Benahmed, Jeepsafari in der weisen Wüste Ägypten, Blende-Fotowettbewerb
Ramona Benahmed, Jeepsafari in der weisen Wüste Ägypten, Blende-Fotowettbewerb

Offen sein für Neues – Eigene Grenzen überwinden

So vorteilhaft das Handeln im Gewohnten sein kann, so nachteilig kann es mitunter in der Fotografie sein. Auf dem Weg zum Bilderfolg ist es hilfreich, vom Gewohnten auszubrechen und neue Wege einzuschlagen. Nicht jedes Experiment wird von Erfolg gekrönt sein, aber auf diese Weise lernt man stetig hinzu, was auch den eigenen Urlaubsfotos zugutekommt.

„Blende“ – Der Fotowettbewerb für Fotobegeisterte jeden Alters

„Blende“, ist der Wettbewerb für Fotobegeisterte aller Altersgruppen. Seit Jahrzehnten ist „Blende“ ein Trendbarometer für den Stand der Fotografie und damit ein wichtiges Zeitdokument. Die jährliche Gemeinschaftsaktion von Tageszeitungen und der Prophoto GmbH begeistert Teilnehmer, Veranstalter und Bildgenießer gleichermaßen.

„Blende“ bietet allen Amateurfotografen ein Forum und die große Chance, ihre Schaffenskraft zum Besten zu geben. Dazu gehört auch, mit Gleichgesinnten zu den thematischen Vorgaben in den Wettstreit zu treten. Dabei wachsen die Teilnehmer über sich hinaus und geben Zeugnis über ihr kreatives fotografisches Potential. Ihre Bilder sind allesamt fotografisch konservierte Augeneindrücke, die durch ihre Teilnahme an „Blende“ zudem den Raum der privaten Betrachtung verlassen und den öffentlichen Schauplatz betreten. Nur die Präsentation der „Blende“-Bildeinsendungen in den Galerien auf unserer Homepage erscheint uns ausbaubar. Deshalb zeigen wir – vielfach mit Unterstützung der „Blende“-Fotografen – auf, was notwendig ist, um zu so sehenswerten Aufnahmen, wie hier veröffentlicht, zu gelangen. Damit soll nicht zum Kopieren inspiriert werden, sondern motiviert werden zum eigenen Spiel mit Zeit und Blende. Übrigens: Der Startschuss zu „Blende 2017“ ist inzwischen gefallen. Weitere Informationen: https://www.prophoto-online.de/fotowettbewerb-blende/blende-2017-startschuss-zur-43-runde-gefallen-10010700

Fotografieren in der Praxis 07 / 2017

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