Richtig ausgerüstet mit Kameras für Wechseloptik (Spiegelreflexkameras, kompakte Systemkameras)

Die Begeisterung für das Fotografieren mit einer Kamera für Wechseloptik – also einem Kameraaufnahmesystem bei dem man das Objektiv wechseln kann – ist groß und gewinnt immer mehr Anhänger. Wer die Möglichkeiten seiner Spiegelreflex- beziehungsweise kompakten Systemkamera für sich nutzen möchte, der benötigt entsprechendes Equipment für sein kreatives fotografisches Spiel. Zu Grundausstattung gehört folglich also mehr als nur die Kamera und das Kit-Objektiv, lässt sich damit der Fotospaß erst ins Unermessliche steigern. Welche Anschaffungen ganz vorne auf der Liste stehen ist neben den fotografischen Vorlieben auch eine Frage des Budgets – Focus hatte hierzu in 2013 eine Aufstellung herausgegeben, die als Anregung eventuell hilfreich ist. Bei der Anschaffung des Fotoequipments lautet der wichtigste Tipp sicherlich, nicht am falschen Ende zu sparen. Wie heißt es doch: Qualität zahlt sich aus.

Fotografie Ausrüstung

Body und Objektiv

Der Kamera-Body ist natürlich die Ausrüstungsbasis. Der Body sollte nicht nur gut in der Hand liegen, sondern auch das Design sowie die Menüführung müssen einem beispielsweise zusagen. Kameras für Wechseloptik werden heute gerne im Kit angeboten – also Body mit einem Objektiv. Um die Vorteile eines Aufnahmesystems für Wechseloptik ausschöpfen zu können, ist es ratsam, sich mit der Anschaffung weiterer Objektive auseinanderzusetzen. Neben einem Normalobjektiv sollten sich ein Weitwinkel-Makro, sowie ein leichtes Teleobjektiv im Fundus eines jeden Fotografen befinden. UV-Filter zum Schutz der Optik sollten ebenso auf der Liste stehen wie ein Reinigungsset.

Blitz

Nahezu alle Kameras besitzen einen eingebauten Blitz. Ein separater externer Blitz, der am Blitzschuh angebracht werden kann, ist nicht nur leistungsstärker, sondern verfügt auch über ein mehr an Optionen, die die fotografischen Möglichkeiten und damit den kreativen Einfluss hilfreich erweitern.

Stativ

Verwackelte und unscharfe Bilder lassen sich mit einem Stativ vermeiden. Das Angebot an Stativen ist mit Ein-, Drei- und Vierbein- sowie Tischstativen umfangreich. Zur Grundausstattung zählt in jedem Fall ein Dreibeinstativ mit dem sich nicht nur Verwacklungen vermeiden lassen, sondern mit dem auch erst Langzeitbelichtungen und beispielsweise Zeitrafferaufnahmen möglich sind. Wichtig ist, dass Kamera und Stativ eine Einheit bilden.

HDMI-Kabel und Netzteil

Mit einem HDMI-Kabel kann die Kamera, sofern sie über diesen Anschluss verfügt, direkt mit einem Bildschirm verbunden und bequem gesteuert werden. Was vielen Fotobegeisterten nicht bekannt ist, kann zusätzlich je nach Einsatzbereich, ein Netzteil eine hilfreiche Anschaffung sein. Zuverlässige Stromversorgung ist Grundvoraussetzung für die digitale Fotografie. Insbesondere im Innenraum, wenn die Kamera über einen sehr langen Zeitraum einsatzbereit sein muss, lässt es sich mit einem Netzteil entspannter arbeiten. So wird die Kamera direkt über die Steckdose mit Strom versorgt.

Ersatzakkus und Speicherkarten

Man hat das perfekte Motiv mit perfekten Lichtverhältnissen gefunden und dann das: Die Speicherkarte ist voll oder der Akku ist leer. Das kann für viel Frust sorgen und ist eine Situation, die sich vermeiden lässt. Qualitativ hochwertige Bilder nehmen viel Speicherplatz ein, daher empfiehlt es sich, immer mindestens zwei bis drei Speicherkarten mit 64 GB dabeizuhaben. Gerade RAW-Fotografie und Video haben viel Datenvolumen und so lassen sich unangenehme Überraschungen vermeiden.

Fototasche / Fotorucksack

Ob zu Hause oder unterwegs, eine Kameraausrüstung will gut geschützt sein. Um Kratzer und Schrammen von Beginn an zu vermeiden, sollte das Fotoequipment immer in einer passenden Fototasche beziehungsweise einem Fotorucksack aufbewahrt und transportiert werden. Die Fototasche sollte groß genug sein, um das benötigt Equipment zu verstauen, weich gepolstert sowie regendicht sein und bestmöglich einen bequemen Tragegurt aufweisen. So kann die zusammengestellte Grundausstattung zukünftig zu vielen spannenden kleinen oder großen Ausflügen mitgenommen werden.

Fotografieren in der Praxis 03 / 2017

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