Schattenspiele

Schattenspiele Bildgalerie betrachten Moritz Maler

Lange schon bevor elektrisches Licht die Nacht zum Tag machte, waren Schattenspiele bekannt. Mit einer Kerze, die zum Publikum hin abgeschirmt ist, lässt sich eine Wand beleuchten, mit kleinen Hilfsmitteln und den Händen ist es möglich, Schattenwesen auf die Wand zu zaubern. Heute versteht man unter einem Schattenspiel meist lebensechte Figuren, die hinter einem hellen Tuch als Schatten auftreten. Genau solche Schatten lassen sich auch photographisch einfangen. Mit Gegenlicht wird jedes Objekt zum Schatten seiner selbst. Allerdings gilt es, bei der Belichtung einige Kniffe zu beachten.

Belichtungsmesser an Kameras arbeiten mit einem durchschnittlichen Helligkeitswert und sind mit einer Situation, bei der das Bild aus Schwarz und Weiß besteht, meist überfordert. Lässt der Photograph die Kameraautomatik gewähren, erhält er ein durch und durch graues Bild. Es ist in jedem Fall ratsam, die Belichtung manuell einzustellen.

Den richtigen Wert kann man ermitteln, in dem die weiße Fläche allein angemessen wird. Wird die vom Belichtungsmesser als Grau angesehen, so ist das gesamte Bild unterbelichtet. Das Weiß frisst aus, das Schwarz erscheint tief dunkel. In der Praxis genügt es meistens, die Belichtungszeit oder die Blende um einige Stufen zu korrigieren. Eine wirklich exakte Belichtung ist ohnehin nicht notwendig, wenn nur Schwarz und Weiß gewünscht sind.

Besonders trickreich und auf jeden Fall ein Blickfang sind solche Aufnahmen, bei denen der Schatten durch Transparentes oder Halbtransparentes unterbrochen wird. Also beispielsweise ein weich fallender, dünner, heller Stoff oder durchsichtige Plastikschuhe oder auch locker fallende Haare.
 

Fotografieren in der Praxis 10 / 2007

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